Bayern 2 - Zeit für Bayern


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Feature zum Mitmachen Verborgene Türen, seltene Einblicke

Franken ist berühmt für Bierkeller und Burgen. Doch Franken ist groß – und Sie kennen noch nicht alles. Nach unserem Aufruf haben Sie viele Orte vorgeschlagen, die ich für sie besuchen soll. Daraus ist nun ein Feature entstanden.

Von: Christian Schiele

Stand: 16.03.2014 | Archiv

In Franken gibt es Orte, Räume, Hallen und Kammern, die für Normalbürger nur schwer zu erreichen sind und deshalb weitgehend unbekannt bleiben. Orte, an die kaum jemand kommt. Türen, hinter denen sich Geschichten verbergen, die Freude machen, die erstaunen, die weh tun; die dreckig und düster sein können, aber auch glitzernd und schön.

Vielen Dank für Ihre Vorschläge!

Bis zum Stichtag am Freitag, 7. Feburar, haben Sie mir rund 30 Orte vorgeschlagen, die Sie interessieren: zum Beispiel der geschlossene Fernsehturm in Nürnberg, die Katakomben unter Aschaffenburg, die Leitungen unter den Wasserspielen in Schloss Seehof, ein altes Bergwerk, Deutschlands ältestes Höhlenlabor oder das Innere einer Kirchenorgel.

Blick in das Innere der Basilika-Orgel in Gößweinstein

Bei einem meiner ersten Termine habe ich genau das getan: Ich bin in eine Orgel hinein gestiegen - und zwar in der Basilika in Gößweinstein.

Einblicke in die Erlanger Samenbank

Anschließend habe ich die Tür zur Erlanger Samenbank geöffnet. Das Thema ist noch immer ein Tabu. Doch viele Paare sind auf Samenspenden angewiesen, um eine Familie gründen zu können. Für das Feature schaue ich bei der Erlanger Samenbank hinter die Türen des Spenderzimmers und des Labors.

Der Bamberger Dom, wie ihn kaum jemand kennt

Eine weitere Station war der Bamberger Dom. Er ist mehr als 1.000 Jahre alt, 99 Meter lang, 29 Meter breit und die Türme sind 76 Meter hoch. Viel Platz für verborgene Türen, geheime Gänge und versteckte Ecken. Das Kaisergrab, das Papstgrab, der Bamberger Reiter: diese Orte habe ich mir nicht angesehen. Ich wollte nämlich in Ecken, die für Dombesucher nicht zugänglich sind.

Deutschlands ältestes Höhlenlabor

Danach fuhr ich nach Pottenstein in der Fränkischen Schweiz. Dieter Preu führte mich dort zu einer Tür, die neben dem Wanderweg auftauchte. Hinter dieser Tür verbirgt sich Deutschlands ältestes Höhlenlabor. Das Labor liegt direkt neben der Teufelshöhle, ist von dort aber nicht zugänglich. Betrieben wird es von der Forschungsgruppe Höhle und Karst Franken e.V.

Viele wollen auf den Nürnberger Fernmeldeturm

Hinter eine Tür in Franken wollen besonders viele schauen: die Eingangstür des Fernmeldeturms in Nürnberg. Viele haben sich in ihren Zuschriften gewünscht, dass ich diesen Turm erkunde. Nach unzähligen Versuchen an vielen Stellen musste ich mir aber leider eingestehen: Hinein und nach oben komme ich nicht. Dafür habe ich jemanden getroffen, der bereits oben war: Andreas Wedel. Für das Aufzugsunternehmen Schmitt und Sohn hat er dort eine Webcam installieren lassen.

Dank dieser Kamera kann, wer mag, aus dem Turm rausschauen. Zumindest im Internet. Die Kamera ist in 193 Metern Höhe festgeschraubt und liefert alle 15 Minuten ein neues Panoramabild von Nürnberg. 2010 hat das Internetportal earthcam.com sie zu einer der besten Webcams der Welt gekürt. Die Bilder können Sie sich hier anschauen:

Gewinnerin der Spezialführung durch den Bamberger Dom

Unter allen, die uns Vorschläge für verborgene Orte geschickt hatten, haben wir auch einen Preis verlost. Die Gewinnerin steht nun fest. Sie heißt Uschi Sondermann-Dülp und kommt aus Igensdorf. Zusammen mit drei weiteren Personen darf sie den Bamberger Dom besichtigen – so, wie ihn kaum einer kennt.


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