Bayern 2 - Zeit für Bayern


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Mythos Franz Josef Strauß „Mich können sie nicht stoppen….“

Sein Name hat immer noch Klang weit über Bayern hinaus. Die Menschen erinnern sich an ein politisches Kraftpaket, an einen unverwechselbaren Politiker, an das Urgestein der CSU.

Von: Rudolf Erhard

Stand: 03.10.2013 | Archiv

Franz Josef Strauß wird von der CSU-Spitze  immer noch glorifiziert, wohl wissend, dass die Bewahrung seines Erbes vor allem die ältere Stammwählerschaft  an die Partei bindet.

So einen bräuchten wir wieder, ist da zu hören, doch es mischen sich auch kritische Töne in das Schwärmen über Strauß. Von „Lumpereien“ und nicht immer uneigennützigen politischem Handeln ist da die Rede und vom harschen Polarisierer Strauß. Ein Mensch voller Widersprüche, der die Öffentlichkeit zu spalten wusste.

Rudolf Erhard war in Bayern unterwegs auf der Suche nach Erinnerungen, Wertungen und Urteilen über Franz Josef Strauß. Politische Weggefährten, eher aus der zweiten Reihe, Historiker, Volkskundler, Kabarettisten und ausgewiesene Straußgegner sind zu hören, aber auch Menschen die dem Reporter zufällig vor das Mikrofon liefen. Sie haben meist eine ausgeprägte Meinung zu Strauß, im Norden Bayerns oft eine andere als im Süden. Doch selbst bei kritischen Äußerungen klingt auch Respekt durch über die Lebensleistung eines unverwechselbaren Politikers. Er wird immer noch mit Bayern und der CSU identifiziert, auch wenn er im Urteil vieler nicht mehr in die heutige politische Wirklichkeit passen würde. 25 Jahre nach dem Tod von Franz Josef Strauß hat sein Mythos Patina angesetzt und ist einer realistischeren Betrachtung gewichen.


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