Bayern 2 - Zeit für Bayern


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Blasmusik in Bayern Das Beste steht nicht in den Noten

Die Auer Blaskapelle ist berühmt. Bereits im Jahre 1783 gab es, wie die Chronik berichtet, in dem heute um die 1700 Einwohner zählenden Dorf Au bei Aibling im Rosenheimer Voralpenland, eine „vollkommene Musik wie in einem Markt."

Von: Georg Impler

Stand: 24.12.2014 | Archiv

Die "vollkommene Musik" wurde von einem Klausner geleitetet, einem Augustiner-Eremiten, den die größeren Bauern durchgefüttert haben, damit er nicht wieder das Weite suchte.

Heute steht der Auer Blaskapelle ein junger Mann vor, der neben seiner beruflichen auch eine Dirigentenausbildung aufweisen kann und seit seinem neunten Lebensjahr in der Kapelle mitspielt.

Blaskapellen geben der Dorfkultur Würde

Besetzung, Instrumentierung und künstlerischer Anspruch sind in der langen Geschichte der „Auer Musi“ ständig gewachsen, eines aber ist gleich geblieben. Sie fühlt sich, genauso wie die Blaskapellen ungezählter, altbayerischer, fränkischer oder schwäbischer Dörfer, Märkte und Städte, der heimatlichen Ortskultur verpflichtet. Dorfmusikanten schmettern dem frisch gewählten Bürgermeister einen Triumphmarsch oder begrüßen den Bischof zur Firmung, begleiten Trachtenzüge, Prozessionen, Fahnenweihen, Volkstrauertag oder Maibaumaufstellen: Musikanten sind zur Stelle, wo immer sie gebraucht werden.

Bayerische Blaskapellen - nicht wegzudenken

In seiner Sendung „Das Beste steht nicht in den Noten“ versucht Georg Impler, ausgehend von der 230 jährigen Tradition der Auer Blaskapelle sowie mit Beispielen aus Dörfern und Städten in Franken und Schwaben, sich in Geschichte und Selbstverständnis der bayerischen Blaskapellen einzufühlen und ihre Bedeutung für der ländlichen Kultur Bayerns zu umreißen.


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