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Jürgen Hardt, CDU Trump als US-Präsident - "ein beunruhigendes Gefühl"

Ein US-Präsident Donald Trump wäre für die deutsch-amerikanischen Beziehungen wenig berechenbar, meint der CDU-Politiker Jürgen Hardt, der Regierungskoordinator für die Transatlantische Zusammenarbeit.

Stand: 22.07.2016

Jürgen Hardt | Bild: picture-alliance/dpa

"Es ist schon kritisch zu bewerten, dass jemand so eindeutig seinen Wahlerfolg darauf abzielt, dass er andere Dinge schlecht macht, dass er die Leistungen des Auslandes zum Beispiel der Europäischen Bündnispartner in der NATO schlecht macht."

Jürgen Hardt in der radioWelt auf Bayern 2 über Donald Trumps Wahlkampf

Trumps Außenpolitik kaum berechenbar

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Jürgen Hardt ist der Koordinator für die Transatlantische Zusammenarbeit im Auswärtigen Amt und der Außenpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Er meint, es dürfte Trump als Präsident schwer fallen, Brücken zu bauen. "Von daher glaube ich, dass er ein großes Problem haben wird, seine Rolle in der Welt zu finden", sagt er.

Hillary Clinton sei da aus Europäischer Sicht besser einzuschätzen. "Sie war Außenministerin, sie war First Lady, sie war lange Jahre Senatorin der Vereinigten Staaten, sie hat ein politisches Profil und ein politisches Konzept, was erkennbar ist. Das ist leider bei Trump nicht der Fall", betonte Jürgen Hardt in der radioWelt. Er sagte, Trumps Rede beim Parteitag der Republikaner sei rhetorisch weit von dem entfernt, was bisher amerikanische Außenpolitik gewesen sei.

"Er hat klar sich gegen Welthandel gewandt und gegen Handelsabkommen. Das ist eine Position, die bisher von keinem der republikanischen Senatoren oder Kongressabgeordneten so vertreten wurde."

Jürgen Hardt in der radioWelt auf Bayern 2 über Trumps angekündigte Wirtschaftspolitik


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