Bayern 2 - Eins zu Eins. Der Talk


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Ulrike Nasse-Meyfarth, Olympiasiegerin Gold in München und Los Angeles

Sie ist immer noch die jüngste Olympiasiegerin in der Leichtathletik, die es je gegeben hat: Mit 16 Jahren holte sich Ulrike Meyfarth in München 1972 Gold, konnte ihren Erfolg dann sogar zwölf Jahre später in Los Angeles wiederholen - Doppelolympiasiegerin im Hochsprung. Heute engagiert sich Ulrike Meyfarth für junge Sportler und möchte ihnen unter anderem vermitteln, dass München 1972 auch "Trainingsplatz für die Demokratie" war.

Stand: 27.03.2012

Ulrike Nasse Meyfarth | Bild: picture-alliance/dpa

Olympische Sommerspiele in München 1972 - sie sind weit mehr als nur ein Sportereignis. Deutschland will sich in einem neuen Licht präsentieren, ungezwungen, offen und jugendlich, von den "heiteren Spielen" ist die Rede. Das neue, das demokratische Deutschland will einen bewußten Gegensatz entstehen lassen zu den  Nazi-Spielen von Berlin 1936.

Die heiteren Olympischen Spiele von 1972

Ulrike Meyfarth springt zum Gold

In einer Atmosphäre geprägt von friedlichem Miteinander tritt am 04. September 1972 eine 16jährige Schülerin im neuen, lichten Olympiastadion an und verzückt die Nation. Ulrike Meyfarth gewinnt die Goldmedaille, ihr Glück und Geschick ist kaum zu fassen.

Als Terror und Trauer die Spiele überschatteten

In der Nacht 04. auf den 05. September überfallen palästinensische Terroristen die israelische Mannschaft, 17 Menschen kommen ums Leben, nichts ist mehr wie es vorher war. Nicht für die Welt, nicht für Deutschland und nicht für Ulrike Meyfarth. Sie wird zum Medienobjekt, sagt viel zu spät "Nein", muss das Gold teuer bezahlen. Aber sie rappelt sich wieder auf und schafft das Comeback. "Das Gold von München ist mir in den Schoß gefallen, das Gold von Los Angeles ist hart erarbeitet", sagt sie.

Ein Leben nach dem Sport

In "Eins zu Eins. Der Talk" erzählt Ulrike Nasse-Meyfarth bei Gastgeber Martin Wagner aber nicht nur von ihrer aktiven Laufbahn. Heute versucht sie jungen Sportlern mit ihren Erfahrungen zu helfen, zum Beispiel wie sie sich am besten in der Medienwelt zurecht finden. Oder mit der einfachen Weisheit, dass es auch ein Leben nach dem Sport gibt.


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