Bayern 2

     

radioWissen Küstenbauten

Westerheversand Leuchtturm, Nordsee, Eiderstedt | Bild: picture alliance / Zoonar | Bernhard Klar

Donnerstag, 28.03.2024
09:05 bis 10:00 Uhr

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BAYERN 2

Die Freiheitsstatue
Ein symbolträchtiges Geschenk

Leuchttürme und Feuerschiffe
Rettende Wegweiser auf See

Das Kalenderblatt
28.3.1946
Acheson-Lilienthal-Report zur Kontrolle von Atomenergie veröffentlicht
Von Brigitte Kohn

Diese Sendung hören Sie auch in der BR Radio App bei Bayern 2 und ist als Podcast verfügbar.

Die Freiheitsstatue - ein symbolträchtiges Geschenk
Autor: Florian Kummert / Regie: Irene Schuck
Sie zählt zu den bekanntesten Baudenkmälern der Welt: die Freiheitsstatue vor den Toren von New York. Ob Einwandernde oder Touristen, wer mit Schiff auf das amerikanische Festland und die Riesenmetropole New York zusteuert, wird von ihr majestätisch empfangen: "Lady Liberty", die ihre Fackel fast hundert Meter über das Meer emporhebt, als Wegweiser und Willkommensgruß. "Die Freiheit als leuchtendes Mal für die Welt", so wollte sie ihr Schöpfer, der französische Bildhauer Frédéric-Auguste Bartholdi verstanden wissen, dem ursprünglich eine Art moderne Koloss von Rhodos als Entrée für den Suez-Kanal vorschwebte, ehe er seinen Fokus auf den Hafen von New York richtete. Zwanzig Jahre seines Lebens widmete er der Fertigstellung dieses gigantischen Werks, ein Geschenk des französischen an das amerikanische Volk. Bartholdi, ein gebürtiger Elsässer, hat die Annexion seiner Heimat durch Bismarck nie akzeptiert, ein Patriot, der den Kampf gegen Invasoren und für die Freiheit und Unabhängigkeit in seiner Arbeit ausdrücken wollte. Es wird ein schwieriger Weg, bei dem Bartholdi aber entscheidende Unterstützer findet, darunter den einflussreichen Verleger Joseph Pulitzer, und Gustave Eiffel, der das Eisengerüst der innen begehbaren 200-Tonnen-Frau konstruiert. In Einzelteile zerlegt, wird sie nach Amerika verschifft und am 28. Oktober 1886 feierlich eingeweiht. Wie kaum ein anderes Monument verkörpert die Freiheitsstatue Erhabenheit und dient mit ihrer Symbolkraft auf vielfältige Weise als Werbeträgerin für die Vereinigten Staaten - in Kriegs- wie in Friedenszeiten.

Leuchttürme und Feuerschiffe - Rettende Wegweiser auf See
Autorin: Christiane Neukirch / Regie: Martin Trauner
Wie dunkel die Nacht war, ehe wir sie mit künstlichem Licht füllten, können wir uns heute kaum noch vorstellen. Auf See waren Finsternis und Nebel die größten Feinde der Schiffer. Unzählige verloren Schiff und Leben bei Nacht und Nebel an Klippen, Küsten und Sandbänken. Schon in der Antike konstruierte man daher beleuchtete Wegweiser in Hafennähe. Doch bis es Leuchttürme gab, die gerade auch bei rauem Wetter zuverlässig funktionierten, dauerte es viele weitere Jahrhunderte. Allein der Bau stellte Ingenieure wie Bauleute vor extreme Herausforderungen. Gerade an den allergefährlichsten Meerengen ließen sich Leuchttürme jedoch oft nicht aufstellen: Strömungen und Gezeiten verschoben immer wieder den Untergrund und nagten an Stein und Fels. Dort brauchte man andere Wegweiser: Leucht- oder Feuerschiffe. Die Arbeit der Leuchtturmwärter und Feuerskipper war oft mühsam und gefährlich und verlangte auch der Psyche einiges ab. Dank Satellitennavigation per GPS sind die Schiffe nicht mehr auf die leuchtenden Seezeichen angewiesen; so haben diese vielerorts ausgedient - aber die Symbolik und Anziehungskraft dieser rettenden Wegweiser auf See ist ungebrochen.
Erstsendung 5. Dezember 2019

Moderation: Birgit Magiera
Redaktion: Iska Schreglmann

Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen:
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