Bayern 2

     

radioWissen am Nachmittag Frühjahrsgeschichten

Wasserräder einer alten bayerischen Getreidemühle | Bild: mauritius images

Montag, 04.04.2016
15:05 bis 16:00 Uhr

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BAYERN 2

Wie Bayerns Mühlen mahlen
Das älteste Kraftwerk der Menschheit

Geschichte der bayerischen Fischerei
Mönche, Fischer, Angler

Das Kalenderblatt
4.4.1814
Berliner Quadriga wird zurückgebracht
Von Claire-Lise Buis

Als Podcast verfügbar

Wie Bayerns Mühlen mahlen - Das älteste Kraftwerk der Menschheit
Autorin: Ulrike Beck / Regie: Sabine Kienhöfer
Mühlen sind die Urmutter aller Maschinen, das älteste Kraftwerk der Menschheit. Seit die Menschen sesshaft sind, feilen sie an der Technologie, das Getreide so zu mahlen, dass es möglichst wenig Anstrengung kostet. Neben Steinen und Mörsern wird dazu auch die Kraft der Elemente entdeckt. Der Erste, der nachweislich ein Wasserschöpfrad zur Bewässerung seiner Felder einsetzt, ist der babylonische König Hammurapi, der von 1792 bis 1750 v.Chr. herrscht. Bis das Wasserrad als Antrieb für die Mühlen eingesetzt wird und ohne Muskelkraft von Pferden, Ochsen oder Sklaven funktioniert, vergehen viele Jahrhunderte. Eine der ersten und ältesten Wassermühlen in Deutschland stammt aus dem 1.Jahrhundert n.Chr. und stand in Bayern: die römerzeitliche Mühle im Paartal bei Dasing. Sie wird zwar erst 1993 zusammen mit zwei weiteren Mühlen aus dem 7.und 8. Jahrhundert bei Ausgrabungen für eine Tiefgarage entdeckt, aber zeigt: Wassermühlen haben in Bayern eine lange Tradition. Hier finden sich die geografischen Vorrausetzungen, die eine Mühle am Laufen halten: genügend Wasser und Gefälle. Noch heute ist Bayern das mühlenreichste Bundesland. Die meisten Mühlen sind seit Generationen in Familienbesitz. Die Müller -das ist eine stolze Zunft, die zwar nicht mehr bei Tag und bei Nacht arbeitet, dafür aber umso effektiver.

Geschichte der bayerischen Fischerei - Mönche, Fischer, Angler
Autor: Herbert Becker / Regie: Eva Demmelhuber
Dass die Fischerei auch in Bayern zu den ältesten Arten des menschlichen Nahrungserwerbs gehört, ist durch zahlreiche archäologische Funde belegt. Kultiviert aber wurde der Fischfang vor allem von den Mönchen und Nonnen während des Mittelalters und in der frühen Neuzeit; damals wurden hunderte von Fischteichen angelegt, die die Versorgung mit Fisch zu jeder Jahreszeit sicherstellten. Während die Flussfischerei inzwischen weitgehend zum Erliegen gekommen ist, fangen Berufsfischer in den bayerischen Seen heute noch viele Tonnen von Renken, Brachsen und Aalen. Den größeren Teil des Angebotes an bayerischem Fisch allerdings steuert die Teichwirtschaft bei. Eine wichtige Rolle bei der Bewirtschaftung der bayerischen Gewässer spielen nicht zuletzt die zahlreichen Anglerverbände.

Moderation: Florian Kummert
Redaktion: Thomas Morawetz

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