Bayern 2

radioWissen Geldzauber

Gelddruckmaschine mit Bündeln Euros | Bild: picture-alliance/dpa

Freitag, 26.02.2016
09:05 bis 10:00 Uhr

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Bayern 2

Die Geschichte des Geldes
Von der Muschel zur Kreditkarte

Es werde Geld
Wie aus Nichts Alles wird

Das Kalenderblatt
26.2.1996
"Goldener Bär" für "Sinn und Sinnlichkeit"
Von Prisca Straub

Als Podcast verfügbar

Die Geschichte des Geldes - Von der Muschel zur Kreditkarte
Autorin: Maike Brzoska / Regie: Sabine Kienhöfer
Im Prinzip kann alles als Geld genutzt werden, das zum Tauschen geeignet und als Zahlungsmittel in der Gesellschaft anerkannt ist. Diese Funktionen haben im Laufe der Zeit viele Dinge erfüllt. Vor tausenden Jahren nutzten die Menschen zum Beispiel Muscheln, Steine oder Vieh als Zahlungsmittel. Münzen, wie der Denar, der Groschen oder der Taler, kursierten ab dem frühen Mittelalter. Gleichzeitig breitete sich die Geldwirtschaft aus. Die Bauern begannen nicht mehr nur für den eigenen Bedarf zu produzieren, sondern verkauften ihre Überschüsse gegen Münzen, die sie leicht aufbewahren konnten und die zunehmend akzeptiert waren. Der überregionale Handel nahm weiter zu, größere Unternehmungen mussten finanziert werden. Im späten Mittelalter nahm deshalb die Kreditwirtschaft ihren Anfang. Händler in Norditalien begannen, Buch darüber zu führen, wer wem Geld schuldete. Das Buchgeld entstand. Im 17. Jahrhundert schließlich kursierten die ersten Banknoten in Großbritannien. Die Bank of England bekam im 19. Jahrhundert von der britischen Regierung schließlich den hoheitlichen Auftrag zur Banknoten-Emission. Noch bis ins 20. Jahrhundert stand die Banknote in vielen Ländern für das Recht, den Geldschein in Gold oder andere Edelmetalle umzutauschen. Mittlerweile hat aber keine wichtige Währung der Welt mehr eine solche Umtauschpflicht. Dass die Menschen das Papier- und Buchgeld eines Landes dennoch akzeptieren, liegt daran, dass sie den dahinterstehenden Institutionen - Banken, Zentralbank, Regierung - ihr Vertrauen schenken.

Es werde Geld - Wie aus Nichts Alles wird
Autor: Klaus Uhrig / Regie: Sabine Kienhöfer
Manchmal sind die einfachsten Fragen am schwierigsten zu beantworten. So wie diese: Woher kommt eigentlich unser Geld? Darauf gibt es viele Antworten. Die einfachste wäre: von der Europäischen Zentralbank. Schließlich gibt sie die Euro-Scheine aus. Tatsächlich ist der Prozess der Geldschöpfung viel komplizierter. Ein Beispiel: Auch ganz normale Geschäftsbanken können Geld quasi aus dem Nichts erschaffen, indem sie Kredite vergeben. Denn diese müssen längst nicht vollständig durch die Einlagen der Bank gedeckt sein. Das klingt gefährlich - und ist es wohl auch. Seit der Bankenkrise der letzten Jahre ist die Praxis der Geldschöpfung in die Kritik geraten. Immer wieder fordern kritische Ökonomen grundlegende Reformen. Doch diese würden einen massiven Eingriff in unser Wirtschaftssystem bedeuten, was seine ganz eigenen Risiken mit sich bringen könnte.

Moderation: Iska Schreglmann
Redaktion: Nicole Ruchlak

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