Bayern 2

     

radioWissen am Nachmittag Das Totholz und die Käfer

Ein Maikäfer im Gras. | Bild: BR/Julia Müller

Donnerstag, 23.02.2023
15:05 bis 16:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Totholz
Alte Bäume voller Leben

Käfer
Unverzichtbar für die Natur

Das Kalenderblatt
23.02.1951
Der Film "Quo vadis" wird uraufgeführt
Von Frank Halbach

Diese Sendung hören Sie auch in der BR Radio App bei Bayern 2 und ist als Podcast verfügbar.

Totholz - alte Bäume voller Leben
Autorin: Claudia Steiner / Regie: Irene Schuck
Früher waren die Wälder aufgeräumt. Reisigsammler gingen mit Körben auf dem Rücken durch die Wälder und hoben auf dem Boden liegende Zweige und Äste auf. Gerade ärmere Menschen waren auf das Klaubholz angewiesen, um es im Winter warm zu haben. Heute bleiben abgebrochene Äste und umgefallene Bäume nach einem Sturm oft im Wald liegen - aus gutem Grund. Totholz ist als Lebensraum für zahlreiche kleine und große Waldbewohner essenziell. Spechte, Fledermäuse, Käfer - sie alle profitieren von Alt- und Totholz. So dienen absterbende oder tote Bäume als Nahrungsquelle, Lebensraum und Brutstätte, nicht nur für Tiere, sondern auch für Flechten, Pilze und neu wachsende Bäume. Studien zeigen, dass viele Arten auf das Vorhandensein von Totholz angewiesen sind. Auch in bewirtschafteten Wäldern lassen Förster deshalb immer öfter zumindest einen Teil des Totholzes liegen, um Tier- und Pflanzenarten zu erhalten.
Erstsendung 16. April 2021

Käfer - unverzichtbar für die Natur
Autorin: Yvonne Maier / Regie: Sabine Kienhöfer
Käfer gibt es überall, außer auf der Antarktis. Das macht sie mit zu den erfolgreichsten Tieren auf diesem Planeten. Es gibt sie in allen Formen und Farben: zum Beispiel den 17 Zentimeter langen Riesenbockkäfer aus Brasilien oder den 100 Gramm schweren Goliathkäfer aus dem zentral- und westafrikanischen Regenwald und schillernde oder gepunktete Käfer, wie unseren heimischen Marienkäfer. Für die Natur sind Käfer unverzichtbar, denn sie haben sehr verschiedene Nahrungsgewohnheiten je nach Art: Manche fressen faule Pflanzen, andere Insekten oder Schnecken, einige ernähren sich sogar von Kot und Aas. So helfen sie mit, die Umwelt aufzuräumen - auch wenn uns Menschen das oft nicht so recht ist, wie zum Beispiel beim Borkenkäfer. Käfer haben nicht nur alle Kontinente erobert, sondern auch alle Stockwerke dieser Welt: Sie gehören zu den Insekten, die auf dem Land, im und auf dem Wasser und sogar in der Luft leben können. Manche von ihnen überbrücken fliegend weite Distanzen, zum Beispiel um Überwinterungsplätze zu finden oder neue Lebensräume zu erobern. Doch Käfer sind - wie alle Insekten - bedroht. Ihr Lebensraum wird durch Straßen- und Städtebau und auch durch die industrielle Landwirtschaft immer kleiner. Mit noch nicht absehbaren Folgen für das ökologische Gleichgewicht.
Erstsendung 2. Juni 2017

Moderation: Birgit Magiera
Redaktion: Bernhard Kastner

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