Bayern 2

Zeit für Bayern Suchen und Finden

Walhalla Säulen seitlich und vorne | Bild: BR / Joseph Berlinger

Sonntag, 15.10.2017
12:05 bis 13:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

Bayern 2

Gerangel im Tempel
Der Kampf um die letzten freien Plätze in der Walhalla
Von Joseph Berlinger

Finden ohne zu suchen - die vergessenen "Halbschätze" Frankens
Von Matthias Rüd

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Gerangel im Tempel
Der Kampf um die letzten freien Plätze in der Walhalla
Von Joseph Berlinger
Zum 175. Jahrestag der Wahalla flammt eine alte Diskussion neu auf. Wer soll noch rein in den bayerischen Ruhmestempel? Vier Büsten bedeutender Persönlichkeiten "teutscher Zunge" hätten noch Platz in der Gedenkstätte in Donaustauf bei Regensburg.
Die Idee für die Walhalla hatte König Ludwig I. Am 18. Oktober 1842 wurde das Bauwerk "zu Ehren rühmlich ausgezeichneter Teutscher" eröffnet, ausdrücklich ohne Rücksicht auf Stand und Geschlecht. Seit der Jahrtausendwende 2000 kamen fünf neue Köpfe dazu: der Komponist Johannes Brahms, die NS-Widerstandskämpferin Sophie Scholl, der Mathematiker Carl Friedrich Gauss, die Ordensfrau Edith Stein und der Dichter Heinrich Heine. Und jetzt sind noch vier Plätze frei.
Vorschläge gibt es viele: Franz Josef Strauß, Wilhelm Hoegner, Joseph von Fraunhofer. Mit einer Entscheidung lässt sich das verantwortliche Gremium, der bayerische Ministerrat, Zeit. Der Zeit-für-Bayern-Autor Joseph Berlinger hat sich anlässlich des Walhalla-Jubiläums bei denen umgehört, die schon in den Ehrentempel eingezogen sind. Die meisten der 130 Steinköpfe blicken nur starr vor sich hin, aber einige sind gern bereit, ihre Wunschkandidaten zu nennen.
(Wiederholung vom 15.01.2017)

Finden ohne zu suchen - die vergessenen "Halbschätze" Frankens
Von Matthias Rüd
Der Autoschlüssel, das Handy oder der Geldbeutel im Kleinen, der Sinn des Lebens, der richtige Partner für ein ganzes Leben: Wir verbringen viel Zeit damit, etwas zu suchen - ohne es sofort oder irgendwann zu finden. Was machen wir aber mit Dingen, die wir finden, ohne sie überhaupt gesucht zu haben?
Im Judentum dürfen etwa Schriften, die den Namen Gottes enthalten, nicht weggeworfen werden. Sie wurden und werden deshalb, egal ob wichtig oder nicht, in einer Geniza, einem abgeschlossenen Ort aufbewahrt. Überall in Franken tauchten solche Depots in den vergangenen Jahren auf - teilweise an den abwegigsten Orten.
Wie gehen wir mit Dingen um, die auf einmal einfach da sind, die vielleicht zu wertvoll für die Tonne, aber zu banal fürs Museum sind? Unterwegs z.B. mit professionellen Wohnungsauflösern findet sich Tand mit Geschichte und Geschichten. Ein Feature über das Finden ohne zu suchen in der Zeit für Bayern auf Bayern2.

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