Bayern 2

radioWissen am Nachmittag Das Essen und der liebe Gott

Hieronymus Bosch "Völlerei" | Bild: picture-alliance/dpa

Mittwoch, 04.10.2017
15:05 bis 16:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

Bayern 2

Essen in den Religionen
Göttlich gut?

Die Völlerei
Das große Fressen

Das Kalenderblatt
4.10.1931
Welttierschutztag
Von Birgit Magiera

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Essen in den Religionen - Göttlich gut?
Autorin: Brigitte Kohn / Regie: Dorit Kreissl
Nahrung ist die Quelle des Lebens und eine gute Gabe Gottes. Folglich und spielt in allen Religionen eine wichtige Rolle. Gläubige Juden und Muslime achten darauf, was 'koscher' beziehungsweise 'halal' ist, während Christen, abgesehen von den Fastenzeiten, alles essen dürfen - sogar den Leib Christi in der heiligen Kommunion. Was bedeuten die Unterschiede im Umgang mit Speisegesetzen für das Gottesverhältnis der einzelnen Religionen? Wie wird der Körper über die Spiritualisierung von Nahrung in den Bereich des Religiösen integriert? Nahrung ist grundsätzlich mehr als Kalorienzufuhr. Auch aktuelle Ernährungslehren wie Veganismus oder Paläo-Diät versprechen Gesundheit, Glück und Erlösung von den Übeln der Welt. Sie finden immer mehr gläubige Anhänger - in einem Ausmaß, das mittlerweile sogar die Sektenbeauftragten der Kirchen beschäftigt.

Die Völlerei - Das große Fressen
Autorin und Regie: Dorit Kreissl
Kann denn Essen Sünde sein? Sogar eine Todsünde! Im Mittelalter ächtete die Kirche Vielfraße als Götzendiener, die den "Gott des Bauches" anbeteten - ein Frevel an der wahren Religion. Sie sollten dafür in der Hölle ewige Qualen erleiden. Auch wurde die Völlerei als "Mutter der Wollust" gesehen, die weitere Ausschweifungen nach sich ziehe. Während der Renaissance und in späteren Jahrhunderten schwor man der Askese ab: Die üppig gedeckte Tafel war ein Zeichen von Wohlstand und Erfolg und üppige Frauenkörper galten als schön. Heutzutage werden die großen Fresser wieder gestraft. Im Zeitalter von Diäten und Schlankheits-Wahn erleben die Dicken ihre Hölle gleich auf Erden, verstößt der übermäßige Genuss von Essen und Trinken doch gegen gesundheitspolitische Standards und Schönheits-Ideale. Auf der anderen Seite stehen die Magersüchtigen, die essgestörten Menschen. Einst sagte George Bernard Shaw: "Keine Liebe ist aufrichtiger als die Liebe zum Essen". Ob das heute noch zutrifft?

Moderation: Iska Schreglmann
Redaktion: Bernhard Kastner

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