Bayern 2

radioWissen Was Selbstwert ausmacht und zu Schüchternheit führt

Schüchternes Mädchen | Bild: colourbox.com

Mittwoch, 30.08.2017
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

Bayern 2

Selbstwert
Mut zur Schwäche

Schüchternheit
Mit gesenktem Blick durchs Leben

Das Kalenderblatt
30.8.1965
Bob Dylan bringt "Highway 61 Revisited" heraus
Von Markus Mähner

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Selbstwert - Mut zur Schwäche
Autorin und Regie: Sabine Kienhöfer
Die Weichen für das Selbstwertgefühl werden früh gestellt, denn bereits in den ersten sechs Lebensjahren finden die entscheidenden Prägungen statt. Fühlt man sich von den Eltern und der Umwelt angenommen und geliebt oder abgelehnt und missachtet? Ungefähr 50% der Menschen haben eine sichere Elternbindung, können einen stabilen Selbstwert entwickeln und relativ gut ihr Leben bewältigen. Der anderen Hälfte aber fehlt das Urvertrauen. Diese Menschen sind sehr viel unsicherer und verwundbarer und werden besonders in Krisenzeiten mit großen Selbstwertzweifeln zu kämpfen haben. Doch nicht nur die eigene Biografie beeinflusst den Selbstwert. Auch gesellschaftliche Werte wie Reichtum oder Schönheit spielen hier eine Rolle. Was kann jemand tun, der unter seiner mangelnden Selbstwertschätzung leidet? Gerade die Psychotherapie versucht, Menschen mit einem labilen Selbstwertgefühl zu unterstützen. Das Zauberwort dabei lautet: Selbstannahme. Nur wer seine eigenen Stärken und Schwächen kennt und akzeptiert, kann sich selbst und andere wertschätzen und so ein freieres Leben führen.

Schüchternheit - Mit gesenktem Blick durchs Leben
Autorin: Tanja Zieger / Regie: Susi Weichselbaumer
"Schüchternheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr" - weiß der Volksmund. In der Tat tun sich schüchterne Menschen oft schwer im Alltag, weil sie sich vor neuen, ungewohnten Situationen fürchten und vor negativer Aufmerksamkeit. Also sind sie zurückhaltend im Umgang mit anderen, gehemmt oder voller Scham. Manche werden auch laut und draufgängerisch, um ihre Angst zu verbergen. Die Tiefenpsychologie von Freud und Adler verknüpft Schüchternheit mit Selbstbezogenheit und der Unfähigkeit, sich für die Bedürfnisse anderer zu öffnen. In der modernen Psychiatrie ist die Diagnose "Sozialphobie" eine der häufigsten in der westlichen Welt. Woher kommt dieser Wesenszug, den bereits kleine Kinder haben? Können scheue Menschen sich ändern und offen bzw. selbstbewusster werden? Lässt sich Schüchternheit auch überwinden und gar positiv nützen?

Moderation: Florian Kummert
Redaktion: Susanne Poelchau

Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen:
http://br.de/s/5AgZ83

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