Bayern 2 - Zeit für Bayern


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Aus Feuer und Erde Kröninger Keramik im Keramikland Niederbayern

Bayerns beste Keramik kam jahrhundertelang aus dem Kröning, einem bewaldeten Höhenzug zwischen Landshut, Vilsbiburg und Dingolfing. Exzellente Tonvorkommen lieferten den Kröninger Hafnern das Material für besonders feine Produkte.

Von: Roland Biswurm

Stand: 07.11.2014 | Archiv

Keramik-, Töpfer, Haferlmärkte boomen: Zwischen Schüsseln und Tellern und Vasen und Gartenkugeln und vielem mehr tummelt sich die Kundschaft als ob es für die Irdenware nie Konkurrenz gegeben hätte durch Industrieporzellan, Blech-, Email und Plastikgeschirr.

Töpfern

Was heute fast nur noch "Kunsthandwerk" ist, zählt zu den ältesten Gewerben der Menschheit. Die Kunst aus Lehm dauerhafte Geschirre für den täglichen Gebrauch zu erschaffen kennen die Menschen hierzulande seit mindestens 8.000 Jahren.

Literaturtipp:

Das Standardwerk zur Kröninger Keramik ist das Buch von Lambert Grasmann: "Die Hafner auf dem Kröning und an der Bina." Es kostet 29,80 Euro. Der Autor "fasst er im Bild die überaus zahlreichen Keramikbestände des Heimatmuseums Vilsbiburg - Kröninger Hafnermuseum zusammen."

Tongeschirr aus Niederbayern wurde auf Märkten im gesamten süddeutschen Raum zwischen Würzburg und Bozen gehandelt. Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts brach allerdings der Markt für handwerklich gemachtes Gebrauchsgeschirr zusammen - die industrielle Konkurrenz war zu groß geworden. Trotzdem ist Niederbayern ein Keramikland geblieben. Nicht nur durch die deutschlandweit einmalige Keramikfachschule Landshut, sondern auch durch zahlreiche Industriebetriebe, teilweise Weltmarktführer für Spezialkeramiken. Roland Biswurm erzählt in "Zeit für Bayern" von der Faszination mithilfe von Erde und Feuer schöpferisch tätig zu sein.

Keramische Fachschule Landshut

Der absehbare Niedergang des Kröninger Hafnerreservats führte 1873 in Landshut zur Gründung einer Königlichen Töpferschule, aus der zu Anfang des 20. Jahrhunderts die Staatliche Fachschule für Keramik hervorging. Heute ist die "KFL" die einzige Vollzeitschule ihrer Art im deutschsprachigen Raum. Die Ausstellung zeichnet ihre Geschichte zwischen Traditionsverhaftung und Zeitgenossenschaft nach und nimmt speziell die Ära des Schulleiters Wilhelm Rudolph (1879 - 1939) in Blick, der mit Bravour die Umwandlung der "Königlichen Töpferschule" zur keramischen Fachschule bewältigte.
(Quelle: http://www.landshut.de/portal/kultur/museen-und-ausstellungen/museen-der-stadt-landshut/stadtresidenz/keramikregion-landshut.html)


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