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14:54 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 28.02.2015 14:54 Uhr

Moskau erlaubt Trauermarsch für Nemzow im Zentrum der Stadt

Moskau: Nach dem Attentat auf den Kremlgegner Nemzow hat die Stadtverwaltung für morgen eine Trauerkundgebung für 50.000 Menschen im Zentrum von Moskau genehmigt. Beantragt wurde die Veranstaltung von dem Oppositionsführer und früheren Regierungsmitglied Kassjanow. Eigentlich sollte morgen ein Protestmarsch gegen die aktuelle Politik Putins unter Führung von Nemzow stattfinden. Unterdessen gehen die Ermittler nach der Bluttat verschiedenen Spuren nach. Wie es hieß, wurde der Anschlag sorgfältig geplant. Der Täter habe aus einem Fahrzeug mit einer Pistole vom Typ Makarow geschossen und dabei Patronen unterschiedlicher Hersteller verwendet. In erster Linie geht die Polizei von einem politischen Auftragsmord aus.

Schwerbewaffnete Polizisten patrouillieren in Bremer Innenstadt

Bremen: Die Polizei der Stadt hat Hinweise erhalten, dass möglicherweise ein Anschlag mit islamistischem Hintergrund droht. Gewarnt wurde sie von einer nicht näher genannten Bundesbehörde. Aus diesem Grund sind jetzt in der Innenstadt schwerbewaffnete Polizisten zu sehen. Besonders bewacht werden vor allem wichtige Gebäude und Plätze. Nach Informationen von Radio Bremen stehen Polizisten vor dem Rathaus, dem Dom und dem Haus der Bürgerschaft. Auch am Bahnhof und vor einer zentralen Synagoge sind demnach verstärkt Polizisten postiert. Über das weitere Vorgehen werde derzeit beraten, so Innensenator Mäurer. Gestern Abend waren, so die Polizei, die Hinweise auf Aktivitäten potentieller islamistischer Gefährder eingegangen.

Schwesig will Gehälter auch in Kleinbetrieben offenlegen

Berlin: Bundesfamilienministerin Schwesig will mehr gegen die oft noch ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen tun. Nach Informationen von "Spiegel Online" plant die Ministerin ein Gesetz, mit dessen Hilfe sich alle Angestellten über das Gehalt von Kollegen mit gleicher Tätigkeit informieren können. Entsprechende Pläne, die auch für kleine und kleinste Unternehmen gelten würden, habe die SPD-Politikerin bereits bei einem Treffen mit Gewerkschaftsvertretern und Spitzenverbänden der Wirtschaft vorgelegt. Nach der bisherigen Absicht der Koalition sollte eine entsprechende Regelung künftig nur für Firmen mit mehr als 500 Mitarbeitern eingeführt werden. Kritik kam bereits von der Arbeitgeberseite. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks erklärte, ein solches Gesetz würde zu einem Klima des Misstrauens und der Ausforschung führen.

Varoufakis erwägt Sondersteuer für Reiche

Athen: Griechenlands Finanzminister Varoufakis hat Steuerflüchtlingen und reichen Bürgern seines Landes den Kampf angesagt. Seine Regierung interessiere sich für diejenigen Griechen, die Geld hätten, aber nie gezahlt haben, so Varoufakis. Die Regierung habe einen ausgeglichenen Haushalt zugesagt. Wenn man deshalb gezwungen sei, eine Sondersteuer zu erheben, werde er das tun. Aber nur für diejenigen, die zahlen könnten, erklärte Varoufakis. Athen werde kein Geld von denjenigen fordern, die leiden. Regierungschef Tsipras hatte gestern bereits erste Maßnahmen im Kampf gegen die Steuerflucht angekündigt. Aktuell belaufen sich die Steuerrückstände der Griechen auf insgesamt 76 Milliarden Euro.

Waffenruhe in der Ostukraine wird weitgehen eingehalten

Kiew: Die Zahl der Angriffe prorussischer Separatisten in der Ostukraine ist offenbar deutlich gesunken. Wie das Militär des Landes via Facebook mitteilte hat die Intensität der Übergriffe in der Nacht zum Samstag deutlich nachgelassen, nachdem gestern wieder heftige Kämpfe ausgebrochen waren. Lediglich eine Stadt nördlich von Donezk sei heute mit Raketenwerfern beschossen worden. Die Armee versicherte, dass der Abzug von schweren Waffen trotzdem weitergehe. Seit knapp zwei Wochen gilt eigentlich eine Waffenruhe, die allerdings immer wieder gebrochen wird.

USA wollen noch im Frühjahr Botschaft in Havanna eröffnen

Washington: Die Annäherung zwischen den USA und Kuba macht weitere Fortschritte. Wie es aus dem amerikanischen Außenministerium hieß, soll noch vor Beginn des für Mitte April geplanten Amerika-Gipfels eine US-Botschaft in Havanna eröffnet werden. Zuvor war bekannt geworden, dass die Beziehungen zwischen beiden Staaten bis zu diesem Treffen in Panama offiziell wieder aufgenommen werden sollen. Zu der Konferenz wird auch Kubas Staatschef Raúl Castro erwartet. Es wäre die erste Teilnahme eines kubanischen Präsidenten an einem Amerika-Gipfel. Weil auch US-Präsident Obama nach Panama reist, könnte es dort zu einem historischen Treffen zwischen den beiden Staatschefs kommen.

Bayern erlebt stärkste Grippewelle seit fünf Jahren

Erlangen: Bayern erlebt im Moment die stärkste Grippewelle seit fünf Jahren. Wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte, wurden im Freistaat seit Anfang Januar mehr als 7.560 Influenza-Erkrankungen nachgewiesen - etwa achtmal so viele wie im Vorjahr. Allein in der vergangenen Woche kamen knapp 2.290 Grippeerkrankungen hinzu. Die Grippewelle hat bereits zu Engpässen in den Krankenhäusern geführt. Auch andere Bereiche leiden - so fahren in Augsburg die Straßenbahnen auch in der kommenden Woche im Ferientakt, weil derzeit 76 Fahrer und Fahrerinnen krank gemeldet sind.

1. FC Nürnberg gegen Karlsruher SC endet unetschieden

Zum Fußball: In der zweiten Bundesliga hat der 1. FC Nürnberg zu Hause gegen den Karlsruher SC 1:1 gespielt. Den Treffer für die Franken erzielte Brugstaller in der vierten Minute, der Ausgleich fiel unmittelbar vor der Halbzeitpause. In der anderen Zweitligapartie des Tages gewann der SV Sandhausen mit 2:0 gegen den VfR Aalen.

Rennrodlerin Eitberger holt EM-Gold vor Geisenberger

Sotschi: Rennrodlerin Dajana Eitberger aus Ilmenau hat völlig überraschend die Europameisterschaft gewonnen. Die 24-Jährige siegte in Sotschi vor Olympiasiegerin und Weltmeisterin Natalie Geisenberger aus Miesbach. Vizeweltmeisterin Tatjana Iwanowa aus Russland holte Bronze. Die Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt sind erstmals Rodel-Europameister. Die Olympiasieger und Weltmeister aus Berchtesgaden gewannen am Mittag die Titelkämpfe in Sotschi, die gleichzeitig das Weltcup-Finale bildeten. Toni Eggert und Sascha Benecken verpassten ihren zweiten EM-Titel als Siebte deutlich, die Platzierung reichte den Thüringern trotzdem zum Triumph im Gesamtweltcup.

Das Wetter in Bayern: teils bewölkt, teils freundlich, im Südosten noch Schneeregen, 3 bis 7 Grad.

Das Wetter in Bayern: Im Westen Frankens noch längere sonnige Abschnitte. Sonst überwiegend bewölkt und anfangs noch etwas Schnee und Regen. Höchstwerte 3 bis 7 Grad. In der Nacht aufklarend, später zunehmend bewölkt; Tiefstwerte um minus 2 Grad. Die weiteren Aussichten: zunächst überwiegend bewölkt und zeitweise Schneeregen oder Regen. Am Dienstag Wetterbesserung. Höchstwerte 4 bis 9 Grad.


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