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22:49 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 22.01.2017 22:49 Uhr

Deutsche Polizei nimmt möglichen Komplizen des Wiener Terrorverdächtigen fest

Neuss: In der Stadt am Rhein ist ein Mann festgenommen worden, der nach Medieninformationen einen Sprengstoffanschlag auf Bundeswehrsoldaten oder Polizisten plante. Gegen ihn wurde am Abend Haftbefehl erlassen. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt ihn demnach, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben. Beteiligt an der Anschlagsplanung war angeblich auch der 17-Jährige, der vorgestern in Wien festgenommen wurde und dort den Ermittlern zufolge in den nächsten Tagen einen Anschlag auf die U-Bahn verüben wollte. Von ihm stammen angeblich die Hinweise auf den Mann in Neuss. Ersten Ermittlungen zufolge haben die beiden damit experimentiert, Sprengstoff herzustellen, und haben über ihre Anschlagspläne gesprochen.

Trump will bald Neuverhandlungen mit Mexiko und Kanada starten

Washington: US-Präsident Trump will schon bald die Neuverhandlungen über das Freihandelsabkommen mit den Nachbarstaaten Mexiko und Kanada beginnen. Trump lud den mexikanischen Präsidenten Nieto für den 31. Januar ins Weiße Haus ein. Mit dem kanadischen Premier Trudeau will er ebenfalls in naher Zukunft beraten. Bei den Verhandlungen soll es um bessere Bedingungen für die USA beim Freihandelsabkommen NAFTA geben. Trump macht die Vereinbarung dafür verantwortlich, dass tausende Arbeitsplätze, etwa in der Autoindustrie, von den Vereinigten Staaten nach Mexiko verlagert wurden. Sollte es zu keiner Einigung kommen, kann der Vertrag einseitig gekündigt werden. - Den israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu lud Trump für kommenden Monat nach Washington ein. Es dürfte dabei um die geplante Verlagerung der US-Botschaft nach Jerusalem gehen, was die Palästinenser als Affront empfinden würden.

Valls und Hamon setzen sich bei Sozialisten in Frankreich durch

Paris: Präsidentschaftskandidat der sozialistischen Partei Frankreichs wird der bisherige Premierminister Manuel Valls oder der Ex-Minister Benoit Hamon. In der Vorwahl setzten sich die beiden Politiker nach Auszählung eines Drittels der Stimmen gegen fünf weitere Kandidaten durch. Valls und Hamon treten kommenden Sonntag in einer Stichwahl gegeneinander an. Der zunächst als Außenseiter gehandelte Hamon erhielt -ersten Ergebnissen zufolge- rund 36 Prozent der Stimmen. Valls kam auf gut 31 Prozent. Der Sieger der Stichwahl tritt dann im Frühjahr bei der Präsidentenwahl gegen den Kandidaten der Konservativen Francois Fillon und die Chefin der Rechtspopulisten Marine le Pen an. Die größten Aussichten, französischer Präsident zu werden, hat laut Umfragen Fillon.

Sechstes Todesopfer in Italien gefunden

Rom: Vier Tage nach dem Lawinenunglück in Italien haben Rettungskräfte in dem verschütteten Berghotel ein sechstes Todesopfer gefunden. Das teilte die italienische Feuerwehr mit. 23 Menschen werden zur Stunde noch vermisst. Die Suche nach ihnen ist inzwischen besonders schwierig, weil Regenfälle die Schneemassen schwerer gemacht haben. Die Helfer gehen aber davon aus, dass es noch Überlebende geben könnte, weil sie am Morgen noch einige Lufträume entdeckt haben. Bisher konnten neun Menschen lebend gerettet werden.

Münchner Polizei zufrieden mit Start des Alkoholverbots rund um Hauptbahnhof

München: Das nächtliche Alkoholverbot am Hauptbahnhof der Landeshauptstadt ist ohne Beanstandungen in Kraft getreten. Am ersten Wochenende nach Inkrafttreten des Verbotes gab es nach Angaben eines Polizeisprechers keinerlei Verstöße. Dies sei jedoch vermutlich auf die frostigen Temperaturen zurückzuführen, sagte er weiter. Seit gestern darf im Bahnhofsbereich und den umliegenden Straßen zwischen 22 Uhr und 6 Uhr in der Öffentlichkeit kein Alkohol mitgeführt und getrunken werden. Zuvor hatten sich Geschäftsleute, Anwohner und Passanten vielfach über Belästigungen durch Betrunkene beschwert.

Gabriel sieht Fortschritte bei Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen

Berlin: Wirtschaftsminister Gabriel sieht erhebliche Fortschritte bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. In morgen erscheinenden Zeitungsinterviews sagt der SPD-Chef, die vielen Menschen, die nun in Ausbildung und Arbeit sind, zeigten, dass Deutschland trotz aller Schwierigkeiten Erfolgsgeschichten schreiben könne. Gabriel bezog sich auf ein Programm, das von seinem Ministerium gefördert wird. Demnach konnten innerhalb von zehn Monaten knapp 3.500 Flüchtlinge in Betriebe vermittelt werden. Die Hälfte von ihnen bekam ein Praktikum. Mehr als 800 begannen eine Ausbildung oder fanden direkt einen Arbeitsplatz.

G20-Länder wollen sparsamer mit Wasservorkommen umgehen

Berlin: Die weltweit wichtigsten Industrie- und Schwellenländer wollen sich verstärkt für die sparsamere Verwendung von Wasser einsetzen. Außerdem sollen Nutztiere künftig weniger Antibiotika erhalten. Das kündigte Bundesagrarminister Schmidt nach einem Treffen der sogenannten G20-Staaten an. Die Landwirtschaft müsse noch produktiver und verantwortungsvoller mit Ressourcen umgehen, so Schmidt. Helfen könne hier auch die Digitalisierung. Exakte Wetterdaten können laut Schmidt helfen, Wasser effektiver zu nutzen. An dem Treffen nahm auch der russische Landwirtschaftsminister teil, der wegen der Ukraine-Sanktionen derzeit eigentlich nicht in die EU einreisen darf. Hier konnte er aber von einer Ausnahmeregelung für internationale Treffen Gebrauch machen.

Deutsche Handballer scheitern im WM-Achtelfinale

Zum Handball: Die Deutsche Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft in Frankreich soeben im Achtelfinale ausgeschieden. Die Mannschaft von Trainer Sigurdsson scheiterte gegen Vize-Weltmeister Katar mit 20:21. Zunächst hatte das Ergebnis 20:22 gelautet. Der Handball-Weltverband hatte aber das letzte Tor Katars wieder aberkannt, weil es mit dem Schlusspfiff fiel.

Fußball-Bundesligisten Mainz und Köln trennen sich torlos

Zum Fußball: In der Bundesliga haben sich Mainz und Köln 0:0 getrennt. Beide Teams bleiben damit im Tabellenmittelfeld. Zuvor hatte Leverkusen mit 3:1 gegen Hertha BSC gewonnen. Mit dem Sieg klettert Leverkusen in der Tabelle auf Rang acht. Die Hertha rutscht auf Platz fünf ab.

Das Wetter in Bayern: In der Nacht teils klar, teils trüb, bis -15 Grad

Das Wetter in Bayern: Gebietsweise Nebel und Hochnebel. Die Temperaturen sinken auf bis zu -15 Grad. Am Tage meist sonnig, gebietsweise kann es aber auch länger trüb bleiben. Im nördlichen Franken ziehen am Nachmittag Wolkenfelder auf. Höchstwerte -8 bis +2 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag überwiegend bewölkt, nur an den Alpen viel Sonne. Am Mittwoch teils bewölkt oder trüb, teils sonnig. An den Temperaturen ändert sich wenig.


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