Nachrichten


23903

17:53 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 29.03.2015 17:53 Uhr

Tunesische Polizei erschießt Drahtzieher des Anschlags auf Nationalmuseum

Tunis: In Tunesien ist der mutmaßliche Drahtzieher des Angriffs auf das Nationalmuseum getötet worden. Wie Premierminister Essid bekannt gab, haben Sicherheitskräfte den Algerier erschossen. Insgesamt seien bei der Operation neun extremistische Kämpfer getötet worden. Bei dem Attentat vor fast zwei Wochen verloren mehr als 20 Menschen ihr Leben, die meisten Touristen. Zum Andenken an die Opfer versammelten sich am Mittag in Tunis zehntausende Menschen. Sie riefen: Freies Tunesien, Terrorismus raus. Ein Großaufgebot von Polizei und Soldaten sicherte den Trauermarsch, zu dem sich auch zahlreiche Staats- und Regierungschefs angesagt hatten.

Arabische Liga einigt sich auf gemeinsame Eingreiftruppe

Scharm el Scheich: Die Mitglieder der Arabischen Liga werden eine gemeinsame Eingreiftruppe aufstellen. Darauf haben sich laut dem ägyptischen Präsidenten Sisi die 22 Staaten im Prinzip geeinigt. Ägyptischen Beamten zufolge soll die gemeinsame Truppe etwa 40.000 Elitesoldaten umfassen und von Kampfflugzeugen und Kriegsschiffen unterstützt werden können. Die Details würden im April zusammen mit den Militärs ausgearbeitet. - Seit Donnerstag läuft eine Militäroffensive von 10 Mitgliedsländern unter der Führung von Saudi Arabien gegen die Huthi-Rebellen im Jemen. Dabei sollen mittlerweile zahlreiche Waffenlager und sämtliche Kampfflugzeuge des Landes zerstört worden sein.

EU-Kommission fordert Athen zur Eile auf

Brüssel: Im Schuldenstreit fordert die EU-Kommission Athen zur Eile auf. Vizepräsident Dombrovskis sagte der "Welt", wer Reformen einleiten und den Haushalt kürzen wolle, sollte Tempo vorlegen. Griechenland hat aber nach den Worten von Dombrovski Reformen über Jahre hinausgeschoben. Dadurch sei das Land immer mehr in die Rezession gerutscht. Den derzeitigen griechischen Unterhändlern bescheinigte Dombrovskis einen Bewusstseinswandel. Sie seien viel ernsthafter bei der Arbeit. Die von Athen geforderte Liste mit Reformvorschlägen wird nach Einschätzung des EU-Kommissars in einer endgültigen Fassung Anfang der neuen Woche vorliegen. Die bisherigen Vorschläge der griechischen Regierung reichen den Geldgebern offenbar nicht aus, um zurückgehaltene Kredite freizugeben.

Bisher DNA von 78 Opfern gesichert

Marseille: Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen haben die Ermittler Erbgut von 78 Menschen gesichert. Zur Identifizierung der Toten sollen diese jetzt mit DNA-Proben von Familienangehörigen abgeglichen werden. Nach den Worten von Staatsanwalt Robin soll bis morgen Abend zu dem nur schwer erreichbaren Gelände der Unglücksstelle ein Fahrweg für Geländefahrzeuge angelegt werden, um die Bergung größerer Trümmerteile zu erleichtern. Bisher ist die abgelegene Gegend nur per Hubschrauber zu erreichen. Für die Aufklärung der genauen Unglücksursache fehlt den Ermittlern noch der zweite Flugschreiber.

Bayern und Hamburg übernehmen den Tarifabschluss für Beamte

München: Bayern und Hamburg werden den Tarifabschluss für die Angestellten im Öffentlichen Dienst auch auf ihre Landesbeamten übertragen. Bayerns Finanzminister Söder sagte, die Vereinbarung werde eins zu eins übertragen. Man wolle keine Zwei-Klassen-Gesellschaft im Öffentlichen Dienst. In vielen anderen Bundesländern muss über die Angleichung noch beraten werden, etwa in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Schleswig-Holstein. Aus Kiel hieß es, der Abschluss sei für das Land generell schwer zu verdauen. Nun soll es Gespräche mit Beamten-Vertretern geben. Arbeitgeber und Gewerkschaften hatten sich gestern auf eine zwei-stufige Erhöhung der Tarifgehälter geeinigt. Sie steigen rückwirkend zum 1. März um 2,1 Prozent und werden im kommenden Jahr nochmal um 2,3 Prozent angehoben.

De Maizière lehnt mehr Bundesmittel für Flüchtlinge ab

Berlin: Die Länder können vorerst nicht mit weiterer Unterstützung für die Versorgung von Flüchtlingen rechnen. Bundesinnenminister de Maizière sagte dem "Tagesspiegel", vor nicht einmal vier Monaten habe der Bund für dieses und das kommende Jahr jeweils 500 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Er sehe keinen Grund, von dieser Regelung abzuweichen. Am Donnerstag hatten die Länder bei ihrer Konferenz mehr Geld für die Unterbringung und medizinische Versorgung von Flüchtlingen verlangt. Zur Begründung hieß es, dies sei eine gesamtstaatliche Aufgabe. Der Bund erwartet rund 300.000 neue Flüchtlinge in diesem Jahr - die Länder rechnen mit mindestens 500.000.

Edathy will nicht aus der SPD austreten

Berlin: Der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Edathy will die Partei nicht freiwillig verlassen. Das hat er auf seiner Facebook-Seite bekanntgegeben. Edathy reagierte damit auf die Parteispitze, die ihm einen Austritt nahe gelegt hatte. Andernfalls solle er wegen des Besitzes von kinderpornografischen Bildern aus der SPD ausgeschlossen werden. Als Grund nannte die Parteispitze einen Verstoß gegen die Grundwerte der Sozialdemokratie. Der Freispruch Edathys sei dabei unerheblich. Das Landgericht Verden hatte das Verfahren gegen Edathy Anfang März gegen die Zahlung einer Geldauflage von 5.000 Euro eingestellt. Edathy gilt damit als nicht vorbestraft.

Formel I: Vettel gewinnt Großen Preis von Malaysia

Sepang: In der Formel I feiert Ferrari den ersten Sieg seit rund zwei Jahren. Sebastian Vettel hat den Großen Preis von Malaysia gewonnen. Er verwies die beiden Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton und Nico Rosberg auf die Plätze zwei und drei. Es ist zugleich der erste Sieg für Vettel im zweiten Rennen für Ferrari. In der Fahrer-Gesamtwertung bleibt Weltmeister Hamilton aber vorn.

Fußball-Nationalelf tritt gegen Georgien an

Das Wetter: Regen und Wind, Temperaturen bis 8 Grad

Das Wetter in Bayern: Am Abend und in der Nacht weiter regnerisch und windig bei Werten zwischen 3 und 8 Grad. Für Lindau und das Oberallgäu warnt der Deutsche Wetterdienst vor ergiebigem Dauerregen. Die weiteren Aussichten: Auch in den nächsten Tagen oft bewölkt, windig und immer wieder Regen. Temperaturen am Tag 6 bis 14 Grad. Soweit die Nachrichten, Redaktion Jeanette Winter.


23903