Nachrichten

17:00 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion Stand: 19.05.2013

Bayerische Bischöfe rufen an Pfingsten zu Solidarität und Gemeinsinn auf

Rom: Papst Franziskus hat den geistlichen Gemeinschaften für ihr Wirken und ihren Einsatz für Kirche und Gesellschaft gedankt. Zum Abschluss einer ersten Pfingstmesse sagte Franziskus auf dem restlos gefüllten Petersplatz, das Treffen mit ihnen habe die Vielfalt und zugleich die "Schönheit der Einheit" in der Kirche gezeigt. - Die bayerischen Bischöfe haben in ihren Predigten die Verantwortung und Solidarität der Christen für Gesellschaft und Politik in den Mittelpunkt gestellt. Nach den Worten des evangelischen Landesbischofs Bedford-Strohm sind neben der Politik alle Bürgerinnen und Bürger gefragt, um die drängenden Zukunftsfragen anzugehen. Der Würzburger Bischof Hofmann ermunterte die Christen, die Botschaft Jesu und die Maßstäbe der biblischen Bergpredigt stärker in die Welt einzubringen.

Seehofer bekommt Karlspreis der Sudetendeutschen

Augsburg: Bayerns Ministerpräsident Seehofer bedauert, dass es weiterhin keinen bundesweiten Gedenktag für Heimatvertriebene gibt. Beim 64. Sudetendeutschen Tag in Augsburg sagte er, der Freistaat hätte gerne solch einen nationalen Gedenktag auf den Weg gebracht. Da sich das aber nicht durchsetzen ließ, wird Bayern ab September 2014 solch einen Erinnerungstag auf Landesebene einführen - jeweils am zweiten Sonntag im September. Die Landsmannschaft der Sudetendeutschen hatte den CSU-Chef zuvor mit ihrem Karlspreis ausgezeichnet und ihn als "Wegbereiter" der Verständigung mit Tschechien gewürdigt. In seiner Dankesrede für die Auszeichnung betonte Seehofer, die Sudetendeutschen hätten maßgeblich zu der bayerischen Erfolgsgeschichte beigetragen. Für ihn seien sie daher neben Altbayern, Franken und Schwaben der "vierte Bayerische Stamm".

Israel ist laut Netanjahu auf jedes Szenario in Syrien vorbereitet

Jerusalem: Die israelische Regierung beobachtet eigenen Worten zufolge die Situation im Nachbarland Syrien und ist auf alle Eventualitäten vorbereitet. Ministerpräsident Netanjahu sagte, sein Land gehe entschlossen vor, um die Sicherheit seiner Bürger zu gewährleisten. Die britische "Sunday Times" berichtet, dass die syrische Armee auf Befehl ihrers Präsidenten Assad ihre modernsten Raketen gegen Israel in Stellung gebracht hat. Das Militär habe die Anweisung, diese abzufeuern, sollte Israel erneut ein Ziel in Syrien angreifen.

Verteidigungsministerium schweigt zu neuen "Euro Hawk"-Berichten

Berlin: Das Verteidigungsministerium hält sich in der Diskussion über die Aufklärungdrohne "Euro Hawk" bedeckt. Eine Sprecherin wollte einen Bericht nicht kommentieren, wonach die Bundeswehr schon seit fast zehn Jahren von den Zulassungsproblemen weiß. Sie verwies darauf, dass Verteidigungsminister de Maiziere den Bundestag Anfang Juni informieren will. Eine Zeitung hatte berichtet, dass unter anderem die Flugsicherung und die Industrie schon im Jahr 2004 auf den fehlenden Kollisionsschutz hingewiesen hätten - ohne den die Drohne für den Flugverkehr in Europa keine Zulassung bekommt. Bisher hatte es geheißen, die Probleme seien dem Verteidigungsministerium erst seit Ende 2011 bekannt geworden. De Maiziere hatte das Milliarden-Projekt in dieser Woche gestoppt.

Nordkorea feuert wieder Kurzstreckenrakete ab

Seoul: Nordkorea hat wieder eine Kurzstreckenrakete abgefeuert. Nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums ging der Flugkörper vor der Ostküste des Landes im Meer nieder. Schon gestern hatte Nordkorea drei Raketen abgefeuert. Pjöngjang führt regelmäßig solche Tests durch. Experten glauben, das abgeschottete kommunistische Land wolle damit die Zielgenauigkeit und Reichweite seiner Waffen verbessern. Erst im April hatte Nordkorea den USA mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht, weil es sich durch ein gemeinsames Manöver von US-Streitkräften und südkoreanischem Militär provoziert fühlte. UN-Generalsekretär Ban forderte Nordkorea zum Verzicht auf Raketentests und zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf.

Mord an Oppositionspolitikerin überschattet Nachwahl in Pakistan

Islamabad: In Pakistan sind Nachwahlen von einem politischen Mord überschattet worden. Die populäre Vize-Chefin der Oppositionspartei PTI wurde vor ihrem Haus erschossen. Die Tat ereignete sich gestern Abend in der Provinz Sindh im Nordosten des Landes. Cricket-Legende Imran Khan, der die PTI anführt, machte eine rivalisierende Regionalpartei für den Mord verantwortlich - diese stritt das ab. Seit heute Früh läuft in Karachi die Nachwahl. In der größten Stadt Pakistans ist die erneute Abstimmung eine Woche nach den Parlamentswahlen wegen des Verdachts auf Manipulation und verspäteter Öffnung der Wahllokale nötig geworden.

Nach Schiffsunglück auf dem Main werden zwei Menschen vermisst

Aschaffenburg: Nach der Kollision zweier Schiffe auf dem Main werden seit heute morgen zwei Personen vermisst. Nach Polizeiangaben waren um 3:30 Uhr ein Gütermotorschiff und ein Sportboot unterhalb der Schleuse Obernau bei Aschaffenburg zusammengestoßen. Durch die Wucht des Aufpralls wurden die vier Personen an Bord des Sportboots in den Main geschleudert. Ein 26-Jähriger und eine 19-Jährige konnten sich ans Ufer retten - die Suche nach dem anderen Paar wurde kurzzeitig unterbrochen, geht aber mittlerweile weiter. Im Einsatz sind unter anderem mehr als 10 Boote und 15 Taucher der Feuerwehr und Wasserwacht. Nach einem Alkoholtest steht fest, dass der Sportbootfahrer einen Wert von knapp über ein Promille im Blut hatte - das Boot war offenbar mit hoher Geschwindigkeit unterwegs gewesen.

Zweite Fußball-Bundesliga: Löwen gewinnen, Regensburg und Ingolstadt verlieren

München: In der zweiten Fußball-Bundesliga hat 1860 München gegen Aalen gewonnen. Am letzten Spieltag dieser Saison setzten sich die Löwen zuhause gegen die Mannschaft aus Baden-Württemberg mit 3:0 durch. Die beiden anderen bayerischen Teams gehen dagegen mit Niederlagen aus dieser Spielzeit. Ingolstadt hat gegen Köln mit 0:3 verloren - und Regensburg in Dresden mit 1:3. Die weiteren Ergebnisse: Kaiserslautern - St. Pauli 1:2 Duisburg - Paderborn 3:2 Bochum - Union Berlin 1:2 Braunschweig - FSV Frankfurt 2:2 Hertha BSC - Cottbus 1:1 und Sandhausen - Aue 0:1 Sandhausen und Regensburg steigen ab, Hertha BSC und Braunschweig auf. Kaiserslautern als Tabellendritter geht in die Relegation gegen den Erstligisten Hoffenheim und Dresden gegen den Drittligisten Osnabrück.

Das Wetter in Bayern: vielerorts freundlich, später Regen bei 12 bis 23 Grad

Im Nordosten noch manchmal sonnig, von Südwesten her gebietsweise gewittriger Regen, nach Osten und Nordosten zu auch kräftige Gewitter möglich. Der Wetterdienst warnt vor heftigen Gewittern mit Platzregen und Sturmböen für Teile der Oberpfalz, Mittel-, und Oberfrankens sowie Niederbayerns. Höchstwerte 12 bis 24 Grad. Kommende Nacht im nördlichen Franken regnerisch, im übrigen Bayern lässt der Regen nach und es klart stellenweise auf. Tiefstwerte 9 bis 5 Grad. Morgen Sonne, stellenweise Regen und Gewitter. Höchstwerte 12 bis 18 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag wenig Änderung, ab Mittwoch bewölkt und gebietsweise Regen. Höchstwerte 12 bis 16 Grad.


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