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11:06 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 24.02.2017 11:06 Uhr

SPD liegt im Deutschlandtrend vor Union

Berlin: Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würde die SPD den Kanzler stellen. Laut aktuellem ARD-Deutschlandtrend kommen die Sozialdemokraten auf 32 Prozent, die Union nur auf 31 Prozent. Damit liegt die SPD erstmals seit mehr als zehn Jahren wieder vor der Union. Ein Kanzler Schulz könnte allerdings nicht mit einer rot-rot-grünen Koalition regieren. Die Grünen kommen auf acht, die Linke auf sieben Prozent. Auch die FDP würde mit sechs Prozent in den Bundestag einziehen. Die AfD liegt bei elf Prozent. Auch zwei Umfragen anderer Meinungsforschungsinstitute hatten der SPD in dieser Woche Werte über 30 Prozent bescheinigt.

China ist zum wichtigsten Handelspartner Deutschlands geworden

Berlin: China ist im vergangenen Jahr erstmals zum wichtigsten Handelspartner Deutschlands aufgestiegen. Laut Statistischem Bundesamt wurden zwischen beiden Ländern Waren im Wert von 170 Milliarden Euro ausgetauscht. Die USA, die im Vorjahr noch wichtigster Handelspartner gewesen waren, rutschten auf Rang drei ab. Zweitwichtigster Handelspartner ist Frankreich. Der Außenhandelsverband BGA erklärte zu den Zahlen, die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und China würden in Zukunft noch intensiver werden. Zur Begründung nannte der Verband die protektionistischen Pläne des neuen US-Präsidenten Trump. Weil das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP derzeit keine Aussicht auf Erfolg habe, müsse sich Europa nun aktiv Asien zuwenden.

Trump will Atomwaffenarsenal ausbauen

Washington: US-Präsident Trump will das Atomwaffenarsenal der USA ausbauen. In einem Interview sagte Trump, Amerika müsse immer die führende Atommacht sein, selbst vor befreundeten Nationen. Wörtlich sagte Trump: "Es wäre wunderbar, wenn kein Staat Atomwaffen hätte. Aber solange Staaten Atomwaffen haben, werden wir im Rudel ganz oben sein." Trumps Chefberater Bannon zeigte sich überzeugt, dass der US-Präsident sämtliche Versprechen umsetzen werde, die er im Wahlkampf gemacht hatte. Es sei alles in seinen Reden gewesen, das müssten alle irgendwann mal mitkriegen, so Bannon. Er wiederholte seine Kritik an Medien und nannte sie erneut "die Opposition".

Spuren von Nervengas an Kims Leiche entdeckt

Kuala Lumpur: Malaysische Ermittler haben Spuren des Nervengases VX an der Leiche des ermordeten Halbbruders des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un gefunden. Die Polizei teilte mit, auf dem Gesicht Kim Jong Nams seien Rückstände der Chemikalie entdeckt worden. Die malaysische Polizei vermutet, dass er im Auftrag Nordkoreas ermordet wurde. Mehrere Verdächtige wurden bereits festgenommen, nach möglichen weiteren wird gefahndet. VX wird auch als Chemiewaffe eingesetzt, es ist farb- sowie geruchlos. Die Substanz gilt als stärkstes Nervengas und wird über Haut, Augen, Nahrung sowie Atemwege in den Körper aufgenommen. Es führt zunächst zur Lähmung der Atemmuskulatur und schließlich binnen weniger Minuten zum Tod.

Sturm verursacht Schäden in Bayern

München: Heftige Sturmböen haben in der Nacht in Bayern massive Schäden angerichtet. Vor allem in Franken und in der Oberpfalz mussten Polizei und Feuerwehr immer wieder ausrücken. Dort waren es insgesamt knapp 300 Einsätze. Bäume wurden entwurzelt und blockierten Straßen, Dächer wurden abgedeckt und Lastwagen kippten um. Bei einem Autounfall im Landkreis Amberg-Sulzbach wurde eine 31-jährige Beifahrerin schwer verletzt. Der Fahrer hatte einen umgestürzten Baum zu spät gesehen, der auf die Straße gefallen war.

Macron will Sparprogramm durchsetzen

Paris: Der französische Präsidentschaftskandidat Macron will im Fall eines Wahlsiegs 60 Milliarden Euro einsparen. In einem Interview kündigte er zudem an, 120.000 Stellen im öffentlichen Dienst zu streichen. Zugleich plant der parteilose frühere Wirtschaftsminister über die kommenden fünf Jahre öffentliche Investitionen in Höhe von 50 Milliarden Euro. Nicht kürzen will Macron bei Familienleistungen und Renten. Zugleich strebt er Milliarden-Investitionen in die Berufsausbildung und die Energiewende an. Der frühere Wirtschaftsminister gilt als ernsthafter Anwärter auf den Elysée-Palast. Aktuelle Umfragen sehen Macron für die erste Wahlrunde zwar nur auf dem zweiten Platz. In der Stichwahl würde er Front-National-Chefin Le Pen demnach aber klar besiegen.

Zahl der Verkehrstoten auf niedrigstem Stand seit Beginn der Zählung

Wiesbaden: Die Zahl der Verkehrstoten ist so niedrig wie seit 60 Jahren nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, kamen im vergangenen Jahr insgesamt 3.214 Menschen ums Leben. Das sind gut 7 Prozent weniger als noch 2015. Als möglicher Grund gilt das schlechte Wetter zu Jahresbeginn: Deshalb waren weniger Motorradfahrer unterwegs - eine Gruppe, die besonders häufig in tödliche Unfälle verwickelt ist. Insgesamt war 2016 allerdings das unfallreichste Jahr seit der Wiedervereinigung.

Studie registriert auffällige Wetteinsätze in der Fußball-Bundesliga

Bielefeld: Eine Studie der Universität Bielefeld hat Anhaltspunkte für Wett-Manipulationen in der Fußballbundesliga gefunden. Die Untersuchung, die im ARD-Morgenmagazin veröffentlicht wurde, hat über 1.200 Bundesligaspiele bei einem britischen Online-Wettanbieter überprüft. Dabei fiel den Forschern auf, dass bei drei Schiedsrichtern deutlich mehr Geld gesetzt wurde. Dies sei zwar kein Beweis für Betrug, aber ein deutliches Indiz. Die Namen der betroffenen Schiedsrichter nennt die Studie nicht. Der Deutsche Fußballbund erklärt, er habe keine Anhaltspunkte für verdächtige Spiele. Die Wissenschaftler konzentrierten sich bei ihrer Studie auf Torwetten. Dabei kann man darauf setzen, dass in einem Spiel beispielsweise weniger als drei oder mindestens drei Tore fallen - egal, wer gewinnt.

Das Wetter in Bayern: bewölkt mit Regen und Graupelschauern

Das Wetter in Bayern: Wechselnd bewölkt mit einzelnen Regen- und Graupelschauern, an den Alpen auch Regen oder Schnee bei Höchstwerten zwischen 3 und 9 Grad. Morgen wird es wieder freundlicher und milder. Und die weiteren Aussichten: Am Sonntag und Montag wieder mehr Sonne und wärmer. Die Höchstwerte am Sonntag liegen um 15 Grad.


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