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07:16 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 29.05.2016 07:16 Uhr

Champions League: Real gewinnt gegen Atlético

Mailand: Real Madrid hat das Finale der Champions League gegen den Stadtrivalen Atlético für sich entschieden. Nach einer intensiven Partie samt Verlängerung und Elfmeterschießen gewann Real mit 5:3 - das entscheidende Tor erzielte Cristiano Ronaldo. Nach der regulären Spielzeit hatte es 1:1 gestanden. Im Zentrum der spanischen Hauptstadt feierten noch in der Nacht Tausende Fans den elften Sieg ihres Vereins in der Königsklasse. Der deutsche Weltmeister Toni Kroos, der seit 2014 für Real spielt, sagte, dieser Titel sei etwas "extrem Besonderes". In der Nacht haben tausende Fußballfans im Zentrum der spanischen Hauptstadt den Sieg von Real Madrid gefeiert. Immer mehr Menschen strömten in Richtung Cibeles-Platz, wo traditionell die Titel der Königlichen bejubelt werden.

Flüchtlinge berichten über Hunderte Tote im Mittelmeer

Rom: Im Mittelmeer sind in der vergangenen Woche nach Berichten von Flüchtlingen möglicherweise deutlich mehr Menschen ertrunken als bislang bekannt. Nach Angaben der Hilfsorganisation "Save the Children" berichteten gerettete Flüchtlinge in Italien, dass neben den drei bislang bekanntgewordenen verunglückten Flüchtlingsbooten ein weiteres Boot mit rund 400 Menschen an Bord untergegangen sei. Das Boot habe am Mittwoch im Schlepptau eines größeren Schiffes den Hafen von Sabratha in Libyen verlassen, berichtete die Hilfsorganisation unter Berufung auf Interviews mit geretteten Flüchtlingen von anderen Schiffen. Das Boot sei aber gesunken, nachdem der Kapitän des größeren Schiffs die Schleppleine gekappt habe. Im Gegensatz zur Zahl der Ertrunkenen, die nur geschätzt werden kann, ist die Zahl der Geretteten bekannt. Allein in dieser Woche waren es rund 14.000 Migranten.

Linken-Parteitag endet in Magdeburg

Magdeburg: Der Parteitag der Linken geht heute in Sachsen-Anhalt zu Ende. Zum Abschluss wollen die Delegierten die Ausrichtung der Partei vor den nächsten Wahlkämpfen weiter bestimmen. Vor allem die Rede von Fraktionschefin Wagenknecht wird nach der Tortenattacke von gestern mit Spannung erwartet. Gestern hatten sich die Linken bereits auf einen Kurs gegen einen Rechtsruck in Deutschland festgelegt. Die AfD und Bewegungen wie Pegida sollen mit allen Mitteln bekämpft werden. Außerdem hatten die Delegierten das Spitzen-Duo Kipping und Riexinger im Amt bestätigt, den Vorsitzenden dabei aber zugleich einen Dämpfer erteilt. Die ostdeutsche Bundestagsabgeordnete und der westdeutsche Gewerkschafter erhielten weniger Stimmen als vor zwei Jahren. Kipping kam auf 74 Prozent, Riexinger auf 78,5 Prozent.

Umfrage: SPD fällt auf niedrigsten Stand seit sieben Jahren

Berlin: Die SPD schneidet derzeit bei den Wählern so schlecht ab wie seit sieben Jahren nicht mehr. In einer Umfrage des Emnid-Instituts für die "Bild am Sonntag" kommen die Sozialdemokraten auf nur noch 21 Prozent. Die Union legte dagegen einen Punkt zu und erreicht 33 Prozent. Ebenfalls einen Punkt mehr als in der Vorwoche hat die AfD mit 14 Prozent. Die Grünen bleiben unverändert bei zwölf Prozent, die Linke verharrt bei neun und die FDP bei sechs Prozent.

Özoguz kritisiert geplante Armenien-Resolution

Berlin: Die Integrations-Staatsministerin Özoguz hat die geplante Armenien-Resolution, in der das Massaker vor hundert Jahren als Völkermord bezeichnet wird, kritisiert. Die Abstimmung über die Resolution, die in wenigen Tagen im Bundestag stattfindet, findet die SPD-Politikerin kontraproduktiv: Der ARD sagte sie, so könne eine geschichtliche Aufarbeitung zwischen der Türkei und Armenien sogar verhindert werden. Trotzdem will Özoguz den gemeinsamen Antrag von CDU/CSU, SPD und Grünen unterstützen. Bei der Vertreibung der Armenier aus Anatolien zwischen 1915 und 1917 waren bis zu 1,5 Millionen Menschen ums Leben gekommen. Armenien und viele internationale Historiker stufen die damaligen Ereignisse als Völkermord ein, was die Türkei strikt ablehnt.

Einzelhandel tritt Schuldzuweisungen wegen Milchpreis entgegen

Berlin: Der Einzelhandel in Deutschland wehrt sich gegen Schuldzuweisungen wegen der drastisch gesunkenen Milchpreise. Ein Sprecher vom Bundesverband des Lebensmittelhandels sagte, die Händler wüssten, dass die Bauern vor großen wirtschaftlichen Problemen stünden. Jedoch könne die Branche nicht allein für Preise sorgen, die für die Milcherzeuger auskömmlich seien. Laut Handelsverband ist eine wesentliche Ursache des Preissturzes das große Angebot, das die Nachfrage übersteige. Ferner sei die deutsche Milchwirtschaft sehr stark vom Weltmarkt abhängig. Morgen empfängt Bundesagrarminister Schmidt in Berlin Vertreter von Landwirten, Milchwirtschaft und Handel zum Milchgipfel.

Airbus-Chef räumt Fehler beim A400M ein

Berlin: Der Vorstandschef des Flugzeugherstellers Airbus, Enders, hat wegen der Pannen beim Militärtransporter A400M "Riesenfehler" eingeräumt. Der "Bild am Sonntag" sagte er, der Konzern habe die Triebwerksprobleme unterschätzt. Außerdem habe man sich von namhaften europäischen Regierungschefs überzeugen lassen, das Triebwerk einem unerfahrenen Konsortium zu übergeben und dann selbst die Verantwortung für die neuartigen Antriebe zu übernehmen. Airbus tue nun alles, um die Probleme rasch zu lösen, sagte Enders. Die neuen A400M sollen bei der Bundeswehr die alten Transall-Maschinen ersetzen. Bei dem milliardenschweren Projekt kommt es aber immer wieder zu Verzögerungen und Kostensteigerungen.

Kolumbianische Polizei befreit 200 Frauen und Mädchen aus Sex-Gefangenschaft

Bogota: In der kolumbianischen Hauptstadt sind 200 Mädchen und junge Frauen befreit worden. Sie waren als Sexsklavinnen festgehalten und missbraucht worden. Die Razzia fand in einem berüchtigten Viertel unweit des Regierungssitzes statt, die Polizei wurde dabei vom Militär unterstützt. Bogotas Bürgermeister Penalosa erklärte, die Ausbeutung von Kindern werde nicht toleriert, schon gar nicht sechs Häuserblocks vom Präsidentenpalast entfernt. Mehrere Verdächtige wurden festgenommen, es soll sich um Mitglieder krimineller Banden handeln.

Wohnmodul für Raumstation ISS erfolgreich aufgepumpt

Washington: Zwei Tage nach dem abgebrochenen Versuch, die Internationale Raumstation ISS durch ein aufblasbares Modul zu erweitern, ist der Nasa das Experiment doch noch gelungen. Sieben Stunden lang pumpte ein Astronaut das Modul in kleinen Schüben wie einen Ballon auf, bis es gestern Abend ganz entfaltet war. Die zylinderförmige Kammer hat ein Ausmaß von rund vier mal drei Metern. Nach weiteren Vorbereitungen sollen die Astronauten das Modul in etwa einer Woche erstmals betreten.

Das Wetter in Bayern: In der Nacht örtlich Schauer und Gewitter, 15 bis 10 Grad

Das Wetter in Bayern: In der Nacht teils bewölkt, teils klar, örtlich Schauer oder Gewitter. Tiefstwerte 15 bis 10 Grad. Am Sonntag im Südosten längere sonnige Abschnitte, sonst viele Wolken und wiederholt Schauer und Gewitter. Höchsttemperaturen 19 bis 26 Grad. Die Aussichten: Montag noch wechselhaft mit Schauern. Ab Dienstag teils sonnig, teils wolkig. Maximal 16 bis 21 Grad.


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