Nachrichten


15951

23:00 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 17.09.2014

Landtagspräsidentin fordert Entschuldigung von Opposition

München: Die kontroverse Landtagsdebatte über die Modellauto-Affäre um Ex-Staatskanzleichefin Haderthauer könnte ein Nachspiel haben. Landtagspräsidentin Stamm warf der Opposition vor, sich im Ton vergriffen zu haben. Der morgigen Ausgabe des "Münchner Merkur" sagte sie, es wäre die eine oder andere Entschuldigung angebracht oder sogar fällig. Sie befürworte eine harte Auseinandersetzung in der Sache, verlange aber einen anständigen persönlichen Umgang miteinander, so Stamm. Für Verärgerung hatte unter anderem die Äußerung von Grünen-Fraktionschefin Bause gesorgt. Sie hatte mit Blick auf die Affäre Haderthauer und Ministerpräsident Seehofer gesagt: "Der Fisch stinkt vom Kopf her." Auch CSU-Fraktionschef Kreuzer bescheinigt der Opposition im "Münchner Merkur" einen, so wörtlich: "Ganz miserablen Stil". Es sei zu überlegen, ob die Redezeit der Opposition entsprechend ihrer Fraktionsstärke begrenzt werden sollte, so Kreuzer.

Bundesregierung will Kinder besser vor sexueller Gewalt schützen

Berlin: Die Bundesregierung will künftig härter gegen sexuellen Missbrauch von Kindern sowie Kinderpornografie vorgehen. Der vom Bundeskabinett verabschiedete Gesetzentwurf sieht unter anderem vor, dass Aufnahmen von Kindern in unnatürlicher, geschlechtsbetonter Körperhaltung als Kinderpornographie gelten. Wer solche Bilder macht oder mit ihnen handelt, dem drohen bis zu zwei Jahre Haft. Der Besitz von kinderpornographischen Schriften wird sogar mit maximal drei Jahren bestraft. Aus Sicht der Grünen geht das Vorhaben zu weit. Denn damit würden auch Aktbilder strafbar, die ein 19-Jähriger von seiner 17-jährigen Freundin mit deren Einverständnis mache, ohne dass diese verbreitet würden. Der Deutsche Anwaltsverein bezeichnete die Strafbarkeit von Aufnahmen im privaten Raum als unverhältnismäßig.

Merkel sieht Katar als Verbündeten im Kampf gegen IS-Dschihadisten

Berlin: Kanzlerin Merkel sieht in dem Golfemirat Katar einen Verbündeten im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat". Der Emir von Katar habe ihr glaubwürdig versichert, dass der Kampf gegen die Extremisten auch im Interesse Katars sei, sagte Merkel nach einem Treffen mit dem Scheich in Berlin. Es gebe eine breite Gemeinsamkeit, dass man diese Art von Intoleranz, Brutalität und Kampf gegen alle Andersdenkenden nicht akzeptieren könne. Dem Golfstaat war wiederholt auch von anderen arabischen Staaten vorgeworfen worden, unter anderem die im Irak und Syrien kämpfende IS-Miliz zu unterstützen.

Bundesregierung sagt Liberia Hilfe bei Ebola-Epidemie zu

Berlin: Deutschland will Liberia bei der Bekämpfung von Ebola unterstützen. Aus dem Kanzleramt hieß es, Kanzlerin Merkel habe der Präsidentin Liberias, Johnson-Sirleaf, Hilfe auf verschiedenen Ebenen angeboten. Dazu könnten Flugtransporte und Hilfe beim Aufbau von Krankenstationen gehören. Die Staatschefin des westafrikanischen Landes hatte einen persönlichen Hilfsappell an mehrere Regierungen gerichtet. Vor kurzem hatte auch US-Präsident Obama Liberia und dem Senegal Hilfe angeboten. Nach seinem Aktionsplan sollen 3.000 US-Soldaten nach Westafrika geschickt werden, unter ihnen auch Ingenieure und Mediziner. Die USA wollen zudem in der Region mehrere Behandlungszentren aufbauen.

Fürstenfeldbruck soll Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge bekommen

Fürstenfeldbruck: Die Regierung von Oberbayern plant auch für den Fliegerhorst Fürstenfeldbruck eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. Sie soll die Bayernkaserne im Münchner Norden entlasten. Nach offiziellen Angaben hat die Bundeswehr Ende August Liegenschaften auf dem Gelände des Fliegerhorsts zur Asylbewerberunterbringung angeboten. Nach Einschätzung der Regierung von Oberbayern könnten die Gebäude stufenweise schon im Laufe des Oktobers genutzt werden. Im Erstaufnahmelager im mittelfränkischen Zirndorf bleibt die Lage indes angespannt. Seit vorgestern wird auch ein leer stehendes Möbelhaus in Fürth zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt.

Russland begrüßt Autonomiegesetz für Ostukraine

Moskau: Einen Tag, nachdem das Parlament in der Ukraine ein Gesetz über Sondervollmachten für den Osten des Landes verabschiedet hat, kommen aus Moskau positive Signale. Das Außenministerium erklärte, man betrachte das Dokument als Schritt in die richtige Richtung. Das Parlament in Kiew hatte gestern einen Sonderstatus für die abtrünnigen Regionen Donezk und Luhansk beschlossen. Es erlaubt ihnen unter anderem, dass in allen staatlichen Einrichtungen auch russisch gesprochen wird. - Derweil wird sich Deutschland mit bis zu 20 Polizisten an einer EU-Mission zur Reform der ukrainischen Polizei- und Justizbehörden beteiligen. Das beschloss das Bundeskabinett. Die Berater sollen noch vor Ende des Jahres entsandt werden.

US-Notenbanker streichen Konjunkturhilfen zusammen

Washington: Die US-Notenbank streicht ihre Konjunkturhilfen weiter zusammen, hält an ihrer lockeren Geldpolitik aber fest. Die Währungshüter entschieden am Abend, angesichts der Erholung der amerikanischen Wirtschaft den Aufkauf von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren deutlich zurückzufahren. Sollte sich der Arbeitsmarkt weiter erholen, will die Federal Reserve die Kaufprogramme in anderthalb Monaten ganz einstellen. Unverändert bleibt der Leitzins, nämlich zwischen null und 0,25 Prozent. Die Fed hat seit 2008 im Kampf gegen die Finanzkrise mehr als drei Billionen Dollar in den Wirtschaftskreislauf gepumpt. Damit bekamen Unternehmen und Privatleute billige Kredite. Seit vergangenem Dezember fährt die Notenbank dieses Programm jedoch zurück.

Vor der Abstimmung in Schottland ist keine Prognose möglich

Edinburgh: Einen Tag vor der Abstimmung über die Unabhängigkeit Schottlands ist die Bevölkerung gespalten. In den jüngsten Umfragen liegen die Befürworter um vier Prozentpunkte hinter denen, die alles beim alten belassen wollen. Doch der Rückstand ist zu knapp für eine zuverlässige Prognose. Rund ein Siebtel der Wähler ist noch unentschlossen. Befürworter und Kritiker haben deshalb den ganzen Tag über noch für ihre Positionen geworben. In den großen Städten versammelten sich beide Seiten zu Demonstrationen. Sollte morgen über die Hälfte der Schotten für die Abspaltung stimmen, würde sich das Land anderthalb Jahre später für unabhängig erklären. Die Folgen für Großbritannien und die Schotten, aber auch die EU und die Nato sind schwer abzuschätzen.

FC Bayern siegt zum Champions League-Auftakt

München: Der FC Bayern München und der FC Schalke sind mit einem Sieg und einem Unentschieden in die neue Champions League-Saison gestartet. Jerome Boateng schoss den deutschen Meister im Heimspiel gegen Manchester City in der 90. Minute zum 1:0-Sieg. Schalke trennte sich vom FC Chelsea in London eins zu eins. Nach dem Führungstreffer von Fábregas in der elften Minute gelang Huntelaar in der zweiten Halbzeit der Ausgleichstreffer. Die Rückspiele finden am 25. November statt.

Wetter: Meist klar bei Tiefstwerten von 14 bis 9 Grad

Das Wetter in Bayern: Am Rande eines Hochdruckgebiets über dem Baltikum lässt der Hochdruckeinfluss etwas nach, weiterhin strömt recht warme Luft heran. In der Nacht ist es klar oder nur leicht bewölkt, örtlich bildet sich Nebel. Die Tiefsttemperaturen liegen bei 14 Grad am Bodensee und zwischen 9 Grad örtlich in Oberfranken . Die Aussichten: Morgen ist es nach Nebelauflösung wechselnd bewölkt mit teils längeren sonnigen Abschnitten, in der zweiten Tageshälfte sind in der Untermain-Region ganz vereinzelte Schauer und Gewitter nicht auszuschließen; die Temperaturen erreichen 20 bis 23, am Untermain sowie am Alpenrand auch 24 Grad. Ab Freitag wird es unbeständiger mit Sonne, Wolken und teils gewittrigen Schauern. Die nächtlichen Tiefstwerte liegen zwischen 14 und 10 Grad, die Höchstwerte zwischen 21 und 25 Grad.


15951