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01:00 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion Stand: 25.07.2014

Israel rechtfertigt Beschuss der UN-Schule

Gaza: Die israelische Armee hat den Beschuss einer UN-Schule im Gaza-Streifen gerechtfertigt. Ihren Angaben zufolge wurden die Betreiber gewarnt, bevor das Gebäude beschossen wurde. Aus der Umgebung der Schule habe die radikal-islamische Hamas zuvor Raketen abgefeuert, so das Militär. Ein UN-Sprecher sagte dagegen, man habe mehrmals vergeblich versucht, mit der Armee eine Räumung der Schule zu koordinieren. Rund 1.000 Palästinenser hatten dort Schutz gesucht; mindestens 15 kamen bei dem Beschuss ums Leben, viele wurden verletzt. UN-Generalsekretär Ban äußerte sich entsetzt. Der heutige Angriff unterstreiche die absolute Notwendigkeit, dass das Töten aufhöre - und zwar sofort, sagte Ban.

Iran bekennt sich zur militärischen Aufrüstung der Hamas

Teheran: Der Iran hat nach eigenen Angaben die radikalislamische Hamas im Gazastreifen militärisch aufgerüstet. Parlamentspräsident Laridschani sagte dem arabischen Sender Al-Alam, sein Land habe der Hamas die Technologie für die Waffenproduktion bereitgestellt. Inzwischen seien die Kämpfer in Gaza in der Lage, sich selbst mit Waffen zu versorgen. Schon während der Auseinandersetzungen zwischen der Hamas und Israel im Herbst 2012 hatte sich Laridschani stolz über die militärische und finanzielle Hilfe Teherans für die Hamas geäußert. Die israelische Regierung hatte dem Iran damals vorgeworfen, Raketen mit einer Reichweite von etwa 75 Kilometern an die Hamas geliefert zu haben.

EU erweitert Sanktionen gegen Russland

Brüssel: Im Ukraine-Konflikt erhöht die Europäische Union den Druck auf Russland. Die EU-Botschafter beschlossen eine Ausweitung der Sanktionen. Weitere 15 Russen und Ukrainer sowie 18 Unternehmen und Institutionen sollen auf die Sanktionsliste gesetzt werden. Bisher hatte die EU 72 Personen mit Einreiseverboten und Kontensperren belegt. Die Betroffenen werden für die Destabilisierung der Ukraine verantwortlich gemacht. Die EU-Botschafter diskutierten zudem ein Paket von Maßnahmen als Reaktion auf den mutmaßlichen Abschuss der malaysischen Passagiermaschine, bei dem 298 Menschen starben. Brüssel will unter anderem Geschäfte im Rüstungs- und im Energiebereich einschränken.

Die Ukraine steht vor vorgezogenen Neuwahlen

Kiew: Nach dem Bruch der Regierungs-Koalition in der Ukraine hat Ministerpräsident Jazenjuk seinen Rücktritt erklärt. Das Parlament könne unter diesen Bedingungen nicht mehr arbeiten und die nötigen Gesetze verabschieden, so Jazenjuk. Er ziehe deshalb die Konsequenzen. Staatspräsident Poroschenko begrüßte den Rücktritt. Damit könne ein kompletter politischer Machtwechsel im Land eingeleitet werden, betonte er. Mit ihrem Rückzug wollten die Parteien den Weg für vorgezogene Parlamentswahlen ebnen. Sie könnten Ende Oktober stattfinden. Allerdings ist wegen der seit Monaten andauernden Kämpfe gegen pro-russische Separatisten im Osten des Landes unsicher, ob die Wahl überall abgehalten werden kann.

Malis Präsident bestätigt Sichtung der abgestürzten Maschine

Bamako: Der malische Präsident Keita hat bestätigt, dass das Wrack der in Mali verschwunden algerischen Maschine entdeckt worden ist. In der Hauptstadt Bamako sagte er am Abend, die Absturzstelle sei weit im Norden des Landes. Das Flugzeug war unterwegs von Burkina Faso nach Algier. 50 Minuten nach dem Start brach der Funkkontakt ab. An Bord der Maschinen waren mindestens 116 Menschen - auch 51 Franzosen und vier Deutsche sollen unter den Passagieren gewesen sein. Offiziell bestätigt ist das noch nicht. Unklar ist auch noch die Unglücksursache - Möglicherweise wollte der Pilot einem Sandsturm ausweichen.

Viele junge Erwachsene brechen laut "SZ" Lehre wieder ab

München: Viele junge Erwachsene, die erstmals eine Berufsausbildung absolvieren, brechen die Lehre wieder ab. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" und beruft sich dabei auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Danach schaffen es mehr als ein Drittel der sogenannten Spätstarter zwischen 25 und 35 Jahren nicht bis zum Abschluss. Die Abbrecherquoten haben sich nach Angaben der Nürnberger Behörde zuletzt deutlich erhöht.

BayernLB verkauft defizitäre Tochter MKB an ungarischen Staat

München: Die BayernLB verkauft ihre angeschlagene ungarische Tochter MKB. Sie geht nach Angaben von Deutschlands zweitgrößter Landesbank für 55 Millionen Euro an den ungarischen Staat. Im Gegenzug verzichtet die BayernLB aber gleichzeitig noch auf Forderungen von 270 Millionen Euro gegenüber der MKB. Landesbankchef Riegler sprach trotz der hohen Belastungen von einem Befreiungsschlag. Es werde ein für die BayernLB schwieriges Kapitel endgültig abgeschlossen. Finanzminister Söder sagte, Bayern komme mit einem blauen Auge davon. Die MKB hatte allein im vergangenen Jahr Verluste von mehr als 400 Millionen Euro verbucht.

Arbeitgeber mahnen für 2015 Senkung des Rentenbeitrags an

Berlin: Angesichts der aktuellen Rekordrücklage von 34 Milliarden Euro in der Rentenkasse pocht die Wirtschaft auf eine Senkung des Rentenbeitragssatzes im nächsten Jahr. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände erklärte, der Gesetzgeber dürfe nicht schon wieder eine gesetzlich zustehende Entlastung verweigern. Regulär hätte der Rentenbeitrag zu Jahresbeginn von 18,9 auf 18,3 Prozent gesenkt werden müssen. Die Bundesregierung verhinderte dies aber mit einem Sondergesetz, um mit den Mehreinnahmen die verbesserte Mütterrente und die abschlagsfreie Rente ab 63 zu finanzieren.

Münchner Hebamme steht unter Mordverdacht

München: Im Universitäts-Klinikum Großhadern soll eine Hebamme viermal versucht haben, werdende Mütter umzubringen. Die Frau wurde noch im Kreißsaal festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Laut Polizei und Klinikum gab die 33-Jährige den vier Frauen bei Kaiserschnitt-Geburten blutverdünnende Mittel. Die Mütter verloren daraufhin lebensgefährliche Mengen Blut und konnten nur mit notfallmedizinischen Maßnahmen gerettet werden. Das Motiv der Hebamme ist noch völlig unklar. Erst hat sie die Vorwürfe bestritten, jetzt schweigt sie.

Wetter: Am Freitag anfangs sonnig, später Schauer möglich bis 27 Grad

Das Wetter in Bayern: Von einem umfangreichen Hochdruckgebiet über dem Norden Europas strömt von Nordosten relativ warme Luft heran.
In der Nacht ist es klar, in den östlichen Mittelgebirgen mitunter auch wolkig. Die Tiefstwerte liegen zwischen 10 Grad in einigen Alpentälern und 16 Grad am Untermain. Die Aussichten: Am Freitag scheint verbreitet die Sonne, nachmittags und abends kommt leichte Schauer- und Gewitterneigung auf; die Temperaturen steigen auf 23 bis 27 Grad. Am Wochenende ist es teils sonnig, teils bewölkt mit jeweils im Tagesverlauf einzelnen Schauern und Gewittern. Die nächtlichen Tiefstwerte liegen zwischen 11 und 16, die Höchstwerte zwischen 21 und 28 Grad.


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