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01:48 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 01.10.2016 01:48 Uhr

Merkel verteidigt Flüchtlingspolitik als stringent

Im Studio: Matthias Golkowsky Dresden: Bundeskanzlerin Merkel verteidigt ihre Flüchtlingspolitik seit Sommer vergangenen Jahres als in sich schlüssig. Merkel hat der "Sächsischen Zeitung" gesagt, es sei ihr immer darum gegangen, den EU-Außengrenzschutz zu verbessern, die Fluchtursachen zu bekämpfen und so zu erreichen, dass sich die Zahl der Flüchtlinge verringert. Es sei ihr Ziel, so Merkel, dass sich eine Situation wie im vorigen Jahr nicht wiederhole. Aus Sicht der Kanzlerin geht es jetzt auch darum, die Rückführung von Ausländern voranzubringen, die kein Aufenthaltsrecht in Deutschland haben.

Bund plant strengere Regeln für Drohnen

Berlin: Für den Einsatz von Drohnen sollen künftig deutlich strengere Regeln gelten. Das sieht ein überarbeiteter Entwurf des Bundesverkehrsministeriums vor. Demnach soll für Drohnen, die schwerer als fünf Kilo sind, ein spezieller Führerschein Pflicht werden. Außerdem ist geplant, dass Drohnen mit einem Gewicht von mehr als 250 Gramm eine Plakette mit Name und Adresse des Eigentümers bekommen. Private Drohnenflüge sollen nur noch bis 100 Meter Höhe erlaubt sein, an vielen Orten sollen sie gar nicht mehr genutzt werden dürfen.

BKA will Bundestrojaner für Smartphones und Tablets entwickeln

Berlin: Das Bundeskriminalamt will künftig Smartphones und Tablets von Verdächtigen überwachen können. Das berichten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Haushaltsunterlagen des Bundestags. Den Plänen nach soll die neue Überwachungssoftware unbemerkt auf Handys von Verdächtigen installiert werden können. Die Ermittler könnten dann alle Eingaben auf den Geräten verfolgen. Außerdem können mit der Software Verschlüsselungen umgangen werden, die die Behörde bislang nicht knacken kann. Bislang gibt es einen Staatstrojaner für normale Computer. Dessen Verwendung ist umstritten. Das Bundesverfassungsgericht entschied erstmals 2008, dass es dafür keine Rechtsgrundlage gibt.

UN dringen auf Feuerpausen für humanitäre Hilfe in Aleppo

Beirut: Die Vereinten Nationen fordern erneut eine Feuerpause für die umkämpfte syrische Stadt Aleppo. Ein UN-Sprecher hat erklärt, pro Woche sollten die Waffen für mindestens 48 Stunden schweigen. In dieser Zeit könnten humanitäre Hilfe in die Rebellenviertel im Osten der Stadt gebracht und Schwerverletzte evakuiert werden. Bisher konnten sich die USA und Russland nicht auf eine erneute Waffenruhe einigen. Auch ein Telefonat zwischen US-Außenminister Kerry und seinem russischen Kollegen Lawrow am Abend brachte nach Angaben aus Washington kaum Fortschritte.

VW legt Streit mit US-Händlern für 1,2 Mrd Dollar bei

San Francisco: Der Autohersteller VW kann seinen Streit mit geschädigten US-Händlern beilegen. Der Konzern hat einen Vergleich bei einem Gericht in San Francisco eingereicht. Die Einigung war im Grundsatz schon im August ausgehandelt worden. Demnach zahlt VW seinen rund 650 US-Händlern insgesamt 1,2 Milliarden Dollar. Die Händler waren nach Bekanntwerden des Abgasskandals vor fast einem Jahr auf Dieselautos sitzengeblieben.

Aktienkurs der Deutschen Bank wird durchgerüttelt

Frankfurt am Main: Der Aktienkurs der Deutschen Bank hat sich nach einem Rekordtief wieder erholt. Nachdem der Wert erstmals unter zehn Euro gerutscht war, kletterte die Aktie zum Handelsschluss auf deutlich über 11 Euro. Vorausgegangen waren unbestätigte Berichte wonach die Deutsche Bank in den USA deutlich weniger Strafe zahlen muss als erwartet. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP schrumpfte die Forderung des US-Justizministeriums von 14 Milliarden Dollar auf 5,4 Milliarden. Weder die Bank noch das Ministerium wollten das bislang bestätigen. Bei dem Streit ging es um frühere Geschäfte mit faulen Hypotheken, die die USA für den Einbruch des US-Immobilienmarkts und die anschließende Finanzkrise verantwortlich machen.

Anwalt stellt Anzeige gegen Facebook-Manager wegen Hassbotschaften

Hamburg: Ein Würzburger Rechtsanwalt hat mehrere Facebook-Manager angezeigt. Dabei geht es nach einem Bericht des Magazins "Der Spiegel" um Beihilfe zu Volksverhetzung und anderen Delikten. Aus Sicht des Anwalts kommt Facebook seiner Pflicht nicht nach, rechtswidrige Inhalte wie Hassbotschaften zu löschen. Die Anzeige richtet sich demnach auch gegen Facebook-Gründer Zuckerberg.

Wütender Kunde randaliert in Apple-Store in Dijon

Dijon: In der ostfranzösischen Stadt hat ein Mann in einem Apple-Store randaliert. Auf einem im Internet veröffentlichten Video ist zu sehen, wie er mit einer faustgroßen Metallkugel reihenweise Tablets und Smartphones zerstört. Das Motiv des Mannes war offenbar Wut über den Kundendienst. Die Staatsanwaltschaft beziffert den Schaden auf rund 55.000 Euro und strebt ein Schnellverfahren gegen den Täter an.

FC Augsburg verliert in Leipzig 1:2 - Zweitligist Nürnberg gewinnt

Leipzig: In der Fußball-Bundesliga hat der FC Augsburg bei Aufsteiger RB Leipzig verloren. Das ungeschlagenene Überraschungsteam setzte sich mit 2:1 durch und stellte einen neuen Rekord auf: Zum ersten Mal seit 1963 blieb ein Bundesliga-Neuling in seiner Premierensaison in den ersten sechs Saisonspielen ungeschlagen. In der zweiten Liga machte der 1. FC Nürnberg einen weiteren Schritt aus der Krise. Der Club gewann gegen Union Berlin mit 2:0 und kletterten auf den 13. Tabellenplatz. Ebenfalls mit 2:0 setzte sich Sandhausen gegen Dresden durch und Erzgebirge Aue unterlag Bochum mit 2:4.

Das Wetter in Bayern: Wechselhaft bei 13 bis 8 Grad

Das Wetter in Bayern: In der Nacht teils klar, teils bewölkt; vor allem in Franken Schauer. Tiefstwerte 13 bis 8 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Tag im nördlichen Franken teils gewittrige Regenfälle. Sonst teils sonnig, teils bewölkt, später örtlich Schauer möglich. Höchstwerte 17 bis 24 Grad. Am Sonntag im Norden freundlich, im Süden Regen. Am Montag Sonne und Wolken, im Osten kann es Schauer geben. Tiefstwerte 13 bis 6, Höchstwerte 11 bis 18 Grad.


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