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11:25 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 03.05.2015 11:25 Uhr

Dachau erinnert an Befreiung des Konzentrationslagers vor 70 Jahren

Dachau: In der oberbayerischen Stadt wird heute an die Befreiung des Konzentrationslagers vor 70 Jahren erinnert. Bayerns Ministerpräsident Seehofer und Kanzlerin Merkel werden Reden halten. Vor Merkel hat noch nie ein Bundeskanzler auf einer Gedenkfeier der KZ-Gedenkstätte gesprochen. Erwartet werden etwa 130 Überlebende und Angehörige aus 20 Ländern, sowie US-Soldaten, die die nationalsozialistische Schreckensherrschaft in Dachau am 29. April 1945 beendeten. In dem KZ und seinen Außenlagern waren etwa 200.000 Menschen aus ganz Europa inhaftiert, mindestens 43.000 wurden ermordet. - Am Vormittag fanden in Dachau verschiedene Gottesdienste statt. Die staatliche Gedenkfeier beginnt um 11 Uhr 30, sie wird vom Bayerischen Fernsehen übertragen.

EKD-Synode fordert verstärkte Hilfe für Flüchtlinge von Bundesregierung

Würzburg: Mit einem Aufruf zur verstärkten Hilfe für Flüchtlinge ist die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland zu Ende gegangen. Der EKD-Ratsvorsitzende und bayerische Landesbischof Bedford-Strohm erinnerte in einem Gottesdienst an die Folgen von Krieg, Vertreibung und Verfolgung. Bedford-Strohm sagte, die Deutschen hätten mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren ihre Freiheit geschenkt bekommen. Frühere Feinde seien heute im gemeinsamen Europa Freunde. Zuvor hatte die EKD-Synode wirksame Maßnahmen gegen das Massensterben von Flüchtlingen im Mittelmeer von der Bundesregierung gefordert.

Politiker wollen Geheimdienste stärker kontrollieren

Berlin: Die jüngsten Enthüllungen über die Hilfsarbeiten des Bundesnachrichtendienstes für den US-Geheimdienst NSA haben Politiker aller Fraktionen im Bundestag empört. Die SPD fordert - ebenso wie CDU und Grüne - mehr Personal und neue Regeln zur Kontrolle der Geheimdienste. Die Linke nimmt die Kanzleramtsminister der vergangenen zehn Jahre in die Pflicht: Sie verlangt deren Aussagen unter Eid im Untersuchungs-Ausschuss des Bundestags. Und Juso-Chefin Uekermann verlangt den Rücktritt des jetzigen Bundesinnenministers de Maizière. Denn der, so Uekermann, habe als Chef des Kanzleramtes Spionage durch fremde Geheimdienste gedeckt oder gar gefördert.

Gabriel gegen private Schiedsgerichte bei TTIP

Berlin: Bundeswirtschaftsminister Gabriel will private Schiedsgerichte beim geplanten Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit den USA ausschließen. Der SPD-Vorsitzende sagte, an ihre Stelle solle im TTIP-Vertrag ein Handelsgerichtshof treten. Dort könnten unabhängige Richter sitzen, die faire und transparente Verfahren sicherstellen. Mitte Juni tagt ein SPD-Konvent zu dem geplanten Freihandelsabkommen. Große Teile der Partei fordern enge Leitplanken. Mit Gabriels Vorschlag könnte ein Haupthindernis aus dem Weg geräumt werden. TTIP-Gegner befürchten, dass Konzerne bei unliebsamen Entscheidungen vor Schiedsgerichte ziehen, Schadensersatz zu Lasten der Steuerzahler erstreiten oder eine Senkung von Verbraucher- und Umweltstandards durchsetzen könnten. Mit dem Abkommen zwischen der EU und den USA soll die größte Freihandelszone der Welt entstehen, mit 800 Millionen Bürgern.

Griechenland begrüßt Gauck-Vorstoß für Wiedergutmachung für Athen

Athen: In Griechenland wird der Vorstoß von Bundespräsident Gauck begrüßt, über eine Wiedergutmachung für deutsche Kriegsverbrechen in dem Land nachzudenken. Die griechische Parlamentspräsidentin Konstantopoulou sieht in Gaucks Äußerungen eine "Erklärung von historischer Bedeutung". Sie teilte mit, damit werde zugegeben, dass es notwendig sei, die Aussichten auf Wiedergutmachungszahlungen an Griechenland zu untersuchen. Gauck hatte kürzlich in einem Zeitungsinterview Unbehagen über den bisherigen Umgang mit deutschen Kriegsverbrechen in dem Land erkennen lassen.

Nepal bittet um kleinere Flugzeuge bei Hilfslieferungen

Kathmandu: Nach dem schweren Erdbeben in Nepal gibt es weiter Probleme bei den Hilfslieferungen. Der Flughafen von Kathmandu wurde wegen Schäden an der einzigen Start- und Landebahn für große Militär- und Frachtmaschinen geschlossen. Nach Aussage des Flughafenmanagers ist die Bahn nur für mittelgroße Jets gebaut und es gebe Informationen über Löcher durch die großen Flugzeuge mit Hilfslieferungen. Nepal bat die Spender, kleinere Maschinen zu nutzen. Der indische Staat Westbengalen kündigte an, 100.000 Zelte zu schicken. Nepal hatte dringend vor allem um Unterkünfte für all die Menschen gebeten, die nach dem schweren Beben vom 25. April obdachlos geworden sind. Für die nächsten Wochen wird der Beginn des Monsuns erwartet. Viele Erdbebenopfer kampieren derzeit unter freiem Himmel. Das Beben hat nach jüngsten Angaben mehr als 7.000 Menschen das Leben gekostet.

Italienische Küstenwache rettet 3.400 Flüchtlinge

Rom: Unter Leitung der italienischen Küstenwache sind mehr als 3400 Bootsflüchtlinge im Mittelmeer gerettet worden, die meisten vor der libyschen Küste. Dabei waren insgesamt 16 Schiffe im Einsatz, neben den Booten der Küstenwache auch Marineschiffe aus Frankreich und Italien. Die Flüchtlinge sollen nun zur italienischen Insel Lampedusa, nach Sizilien und Kalabrien gebracht werden. Unterdessen riefen Ärzte ohne Grenzen und die auf Malta registrierte gemeinnützige Stiftung "Migrant offshore aid station" einen eigenen Rettungseinsatz ins Leben. Ihr Schiff "MV Phoenix" brach von Malta aus zu einer sechsmonatigen Mission im Mittelmeer auf.

Demonstrationen in Baltimore bleiben friedlich

Baltimore: In der Stadt an der US-Ostküste sind erneut tausende Menschen auf die Straße gegangen. Auf einer Kundgebung feierten sie die Anklage gegen sechs Polizisten wegen Verletzung und Tötung eines Schwarzen. Zugleich prangerten zahlreiche Redner eine Diskriminierung der afro-amerikanischen Bevölkerung an. Die Demonstration vor dem Rathaus verlief ohne Zwischenfälle. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft mitgeteilt, sie lege den Beamten unter anderem Totschlag zur Last. Diese hatten Mitte April den 25-jährigen Mann in Gewahrsam genommen. Er erlitt dabei schwere Verletzungen und starb eine Woche später. Daraufhin hatte es in Baltimore und anderen US-Städten schwere Unruhen gegeben.

Großes BR-Kinderfest beginnt in Würzburg

Würzburg: Das 40. Internationale Kinderfest ist um 11 Uhr durch den Würzburger Oberbürgermeister Schuchardt eröffnet worden. Es gilt als das größte seiner Art in Bayern und wird von der Stadt Würzburg, der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe und dem Regionalstudio Mainfranken des Bayerischen Rundfunks veranstaltet. Über 80 Organisationen, Vereine und Verbände verwandeln die Würzburger Innenstadt von 11 bis 17 Uhr in eine riesige Spielfläche. Auf zwei Bühnen am Obelisken und am Falkenhaus präsentiert der Bayerische Rundfunk mit seinen Moderatoren Irina Hanft und Jürgen Gläser ein großes Unterhaltungsprogramm unter dem Motto „Kinder spielen für Kinder“. Der Erlös des Festes kommt einem Kindergartenprojekt in Tansania zu Gute.

Floyd Mayweather gewinnt Boxkampf in Las Vegas

Las Vegas: Den bisher höchst-dotierten Boxkampf der Welt hat der US-Amerikaner Floyd Mayweather gewonnen. Er besiegte im Kampf um den WM-Titel dreier Verbände im Weltergewicht den Filipino Manny Pacquiao nach Punkten. Die Einnahmen des Kampfes werden auf rund 350 Millionen Euro geschätzt.

Das Wetter: überwiegend bewölkt und regnerisch, Höchstwerte bis 18 Grad

Das Wetter in Bayern: Heute bewölkt und zeitweise teils länger anhaltender Regen. Höchstwerte 13 bis 18 Grad. Morgen wechselnd bewölkt, vereinzelt Schauer oder Gewitter bei 18 bis 21 Grad. Am Dienstag Sonne und Wolken, später Schauer- und Gewitterneigung bei Höchsttemperaturen zwischen 25 und 29 Grad. Am Mittwoch im nördlichen Franken freundlich, sonst bewölkt mit Regen und bei Werten bis 17 Grad wieder kühler.


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