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13:00 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 30.09.2014

de Maizière nennt Übergriffe in Asylbewerberunterkünften "bestürzend"

München: Bundesinnenminister de Maizière hat die Misshandlung von Flüchtlingen durch private Wachleute in Nordrhein- Westfalen als bestürzend bezeichnet. Der CDU-Politiker sagte bei einem Besuch in Bayern, er sei zuversichtlich, dass die Vorfälle restlos aufgeklärt werden. De Maizière will sich in München einen Überblick über die Flüchtlingssituation in Bayern zu verschaffen: Er besichtigt die Münchner Erstaufnahmeeinrichtung sowie die Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. - Der nordrhein-westfälische Innenminister Jäger sprach heute Mittag von beschämenden und menschen-verachtenden Vorfällen im Flüchtlingsheim Burbach. Weiter sagte der SPD-Politiker, man müsse alles tun, damit so etwas nicht wieder passieren könne. Der Vertrag mit dem privaten Sicherheitsdienst sei sofort gekündigt worden.

Zahl der Arbeitslosen sinkt weniger stark als erwartet

Nürnberg: Die Zahl der Arbeitslosen ist im September weniger stark gesunken als von Experten erwartet. Auch im Vergleich zu den Vorjahren war der Rückgang geringer. Im September waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit deutschlandweit rund 2,8 Millionen arbeitslos gemeldet, 94.000 weniger als im August. Der Chef der Agentur, Weise, führt den Rückgang ausschließlich auf die Jahreszeit zurück. Wenn man diesen typischen Herbst-Aufschwung außer acht lasse, so Weise, sei die Lage sogar schlechter als im August. In Bayern waren 259.000 Menschen arbeitslos gemeldet - ein Rückgang von knapp 4.000.

Afghanistan unterzeichnet Sicherheitsabkommen mit NATO und USA

Kabul: Nur einen Tag nach dem Amts-Antritt des neuen Präsidenten Ghani sind in Afghanistan die lang-umstrittenen Sicherheits-Abkommen mit der NATO und den USA unterzeichnet worden. Die Verträge regeln unter anderem, dass ausländische Soldaten während ihres Einsatzes nicht der afghanischen Rechtsprechung unterliegen. Vor allem wegen dieser Passage hatte der frühere Präsident Karsai die Unterzeichnung lange verzögert. Ende des Jahres endet der bisherige NATO-Kampfeinsatz in Afghanistan. Künftig sollen nur noch rund 12.000 ausländische Soldaten im Land bleiben, um die einheimischen Kräfte auszubilden und zu unterstützen. Aus Deutschand werden etwa 800 Soldaten in Afghanistan bleiben, knapp halb soviel wie derzeit.

Kurden starten Offensive gegen IS-Miliz

Mossul: Kurdische Truppen haben eigenen Angaben zufolge im Nordirak eine Offensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat begonnen. Seit dem Morgen seien Kämpfer an drei Fronten vorgerückt, berichteten Vertreter der kurdischen Peschmerga-Miliz. Demnach wurden IS-Stellungen nördlich der Islamistenhochburg Mossul, eine Stadt an der Grenze zu Syrien und die Gegend südlich der strategisch wichtigen Stadt Kirkuk ins Visier genommen. Die Kurdenkämpfer werden von mehreren westlichen Staaten mit Militärgerät und Waffen unterstützt, so auch von Deutschland. Die USA und ihre arabischen Verbündeten bombardierten erneut Stellungen des IS.

Genscher erinnert an die Ausreise tausender DDR-Bürger aus Prag

Prag: In der tschechischen Hauptstadt wird heute an die Ausreise-Genehmigung für tausende DDR-Bürger vor genau 25 Jahren erinnert. Der damalige Bundes-Außenminister Genscher reiste aus diesem Anlass nach Prag, wo er einige der Flüchtlinge traf. Sie hätten damals ihr Schicksal selbst in die Hand genommen, so Genscher, aber auch Geschichte geschrieben. Vom Balkon der Prager Botschaft aus hatte der FDP-Politiker 4.500 DDR-Bürgern verkündet, dass ihre Ausreise in die Bundesrepublik nun möglich sei.

Hongkongs Regierungschef fordert Ende der Proteste

Hongkong: In der chinesischen Sonderverwaltungsregion droht sich die Konfrontation zwischen den pro-demokratischen Demonstranten und der Staatsmacht zu verschärfen. Regierungschef Leung forderte ein sofortiges Ende der Proteste und deutete einen harten Kurs an. Wie die Zentralregierung in Peking bezeichnete Leung die Blockaden als illegal. Zuvor hatten Studentenführer damit gedroht, die Demonstrationen noch ausweiten. Seit Tagen blockieren Tausende wichtige Verkehrsadern in Hongkong. Der Protest richtet sich vor allem gegen den Beschluss der kommunistischen Führung in Peking, bei der Wahl des Hongkonger Verwaltungschefs in drei Jahren nur handverlesene Kandidaten zuzulassen.

Lufthansa-Piloten bestreiken Frankfurter Flughafen

Frankfurt: Seit dem Morgen läuft am Rhein-Main-Flughafen der Streik der Lufthansa-Piloten. Mehr als 30 Langstreckenflüge, die heute von Frankfurt aus starten sollten, bleiben am Boden. Rund 20.000 Passagiere sind betroffen. Es fallen aber nicht alle Langstreckenflüge aus. Die Lufthansa kann in einigen Fällen auf Piloten zurückgreifen, die normalerweise im Management des Konzerns arbeiten. Bei dem Streik geht es um die Vorruhestands-Regelung für die Lufthansa-Piloten.

Inflation in der Eurozone sinkt auf Fünfjahres-Tief

Brüssel: Die Inflation in der Eurozone ist auf den niedrigsten Stand seit fast fünf Jahren gesunken. Wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte, betrug der Preisauftrieb im September nur noch 0,3 Prozent. Den Grund sehen die Statistiker vor allem in den sinkenden Energiepreisen. Die Europäische Zentralbank hat unter anderem die Aufgabe, für stabile Preise zu sorgen - dieses Ziel sieht sie bei Inflationsraten von knapp zwei Prozent erreicht. Um eine Deflation, also eine Spirale aus sinkenden Preisen und zurückgehenden Investitionen zu verhindern, hat die EZB den Leitzins auf das Rekord-Tief von 0,05 Prozent gesenkt.

Fernsehpreis für Scholl, Bartels Welke für WM-Berichterstattung

Berlin: Die Sportreporter Tom Bartels und Oliver Welke sowie Ex-Fußballstar Mehmet Scholl werden heuer mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Gewürdigt werden ihre Auftritte während der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien. Bartels erhält den Preis als bester Kommentator, Scholl als bester Experte und Welke als bester Moderator. Verliehen wird die Auszeichnung übermorgen in Köln.

Das Wetter in Bayern: Wechselnd bewölkt vereinzelt Regen bei 19 bis 23 Grad

Am Nachmittag überwiegend bewölkt und vereinzelt etwas Regen, in den oberbayerischen Alpen mitunter längere sonnige Abschnitte. Höchsttemperaturen zwischen 18 und 22 Grad. Nachts bewölkt und besonders in Südbayern regnerisch, Tiefstwerte um 12 Grad. Die Aussichten bis Freitag: Morgen in Nordbayern Sonne und Wolken, im Süden teils gewittrige Regenfälle; Höchstwerte 16 bis 21 Grad. Von Donnerstag an zunehmend freundlich, Tiefstwerte 6 bis 11 und Höchstwerte 18 bis 21 Grad.


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