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Zweiradmechatroniker Fahrradtechnik Zwischen Holland-Rad und Mountainbike

Zweiradmechatroniker reparieren Räder, bauen sie aus Einzelteilen zusammen und beraten Kunden, die sich ein neues Rad kaufen möchten. Inzwischen muss man in dem Beruf auch fit sein in Sachen Elektronik, denn immer mehr e-Bikes kommen auf den Markt.

Stand: 01.08.2014

Tim Ponath schleppt einen riesigen Karton quer durch den Fahrradladen. Der 23-Jährige macht bei der Firma "Downhill Nürnberg" seine Ausbildung und ist im 3. Lehrjahr. In der Werkstatt angekommen, packt er alles aus: einen schwarzen Mountainbike-Rahmen, diverse Einzelteile, Schrauben, Räder. Gesamtwert: fast 6.000 Euro. Tim soll das Rad für einen Kunden zusammenbauen. Er beginnt, das Hinterrad zu zentrieren. Das ist wichtig, damit es hinterher rund läuft.

Die Ausbildung zum Zweiradmechatroniker dauert dreieinhalb Jahre. Tim hat nach seinem Abitur ein Studium begonnen, aber schnell gemerkt, dass das nichts für ihn ist. Er hat sich dann für diese Ausbildung entschieden.

"Ich bin eher der Praxistyp und an meinem Fahrrad hab ich schon mit 14 angefangen zu schrauben, ich hab eigentlich schon immer geschraubt und von daher war das Fahrrad meine erste Wahl und mir macht's einfach total Spaß."

Tim Ponath, 3. Lehrjahr

In der Lehre kann er seine handwerklichen Fähigkeiten gut gebrauchen: Langsam nimmt das Mountainbike Gestalt an. Tim hat die Schaltung eingestellt, die Bremsen funktionieren, die Pedale sind montiert - Zeit für eine kurze Probefahrt. Jetzt sieht der 23-Jährige, ob er gründlich gearbeitet hat. Tim fährt auch in seiner Freizeit viel Rad. Er hat sein Hobby zum Beruf gemacht.

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung:

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Zweiradmechatroniker/-in Fachrichtung Fahrradtechnik
  • Ausbildungsdauer: dreieinhalb Jahre
  • Ausbildungsform: duale Ausbildung im Betrieb und an der Berufsschule
  • Prüfung: Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer
  • Ausbildungsorte: Fahrradläden, Prüfinstitute, Fahrradhersteller
  • Zugang: Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben. Die meisten Zweiradmechatroniker haben den Hauptschulabschluss bzw. einen mittleren Bildungsabschluss.
  • Eignung: Bewerber sollten gute Kenntnisse in Mathematik und Physik mitbringen. Handwerkliches Geschick und Genauigkeit gehören zu den Grundfähigkeiten von Zweiradmechatronikern.
  • Perspektiven: Tätigkeit in Betrieben des Fahrradhandels oder des Zweiradmechatronikerhandwerks, bei Fahrradherstellern, z.B. in der Entwicklung von Rädern
  • Alternativen: Zweiradmechatroniker Fachrichtung Motorradtechnik, Fahrradmonteur
  • Weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Handwerkliches Geschick

Räder montieren und reparieren - Zweiradmechaniker dürfen keine zwei linken Hände haben, sondern sollten gut mit Schraubenschlüssel und Co. umgehen können.

Kommunikation

Kunden zu beraten gehört zu dem Beruf dazu. Zweiradmechatroniker sollten auch gut mit Menschen umgehen können.

Info

Der Großteil der Azubis hat den qualifizierenden Hauptschulabschluss bzw. die Mittlere Reife.


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