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Metallbauer/-in Nutzfahrzeugbau Fräsen, Flexen, Flammrichten

Metallbauer und Metallbauerinnen der Fachrichtung Nutzfahrzeugbau stellen Fahrzeugbaukonstruktionen für Nutz- und Sonderfahrzeuge her, montieren diese und halten sie instand. Beschäftigung finden sie in Betrieben des Kraftfahrzeug- oder Maschinenbaus und in Reparaturwerkstätten. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre. Sie findet im jeweiligen Betrieb statt und an Berufsschulen. Für Bayern in den letzten anderthalb Jahren an der Berufsschule in Mindelheim. Metallbauer Nutzfahrzeugbau bringen ein Produkt auf die Straße, den Acker oder aufs Wasser, das jahrelang Nutzen bringt.

Stand: 12.01.2017

Jeder kann sich bewerben. Auch wenn kein Schulabschluss vorgeschrieben ist, wird mindestens ein Hauptschulabschluss empfohlen. Technisches Verständnis und handwerkliches Geschick sind Grundvoraussetzungen für den Job. Auch sollte man harte Arbeit, Lärm und Schmutz nicht scheuen.

"Es ist auf alle Fälle kein Bürojob. Man braucht handwerkliches Geschick. Man braucht wirklich Kraft. Und man darf sich nicht ärgern, dass man dreckig wird. Es ist in der Halle oft laut. Es gibt aber auch ruhigere Hallen, z.B. jetzt, wo wir stehen - in der Montagelinie. Alles in allem ist das ein bunter Schnitt, wo eigentlich alles dabei ist."

Dominik Hahn, Ausbilder

Breit angelegte Ausbildung

Neben den Grundlagen der Metallbearbeitung werden Kenntnisse vermittelt in Elektrik und Elektronik, Hydraulik und Pneumatik. Metallbauer Nutzfahrzeugbau lernen, wie man Karosserien, Fahrzeugrahmen und Aufbauten herstellt und umbaut. Darüber hinaus können sie am Ende der Ausbildung mechanische, hydraulische und elektropneumatische Systeme einbauen und bedienen.

Gute Berufsaussichten

Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind gut. Metallbauer Nutzfahrzeugbau sind Allrounder und können in vielen Betrieben an vielen Stellen eingesetzt werden. Der Metallbauer mit der Spezialisierung auf den Nutzfahrzeugbau hat einen durchaus anstrengenden Beruf. Für den, der harte Arbeit und Schmutz nicht scheut, bieten sich dafür allerdings gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

"Es gibt nicht nur hier in der Gegend jede Menge Fahrzeugbauer, die solche Fachkräfte suchen, sondern es gibt generell in ganz Bayern und in Deutschland jede Menge Bedarf an solchen Spezialisten. Also da sind wir der vollsten Überzeugung, dass das ein hochinteressanter und auch zukunftsorientierter Beruf ist."

Peter Schöttl, Geschäftsführer

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Metallbauer/-in Nutzfahrzeugbau
  • Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
  • Ausbildungsform: Dual in Betrieb und an der örtlichen Berufsschule. Die bayerischen Azubis lernen dann in den letzten anderthalb Jahren in Mindelheim im Allgäu für ihren Schwerpunkt.
  • Prüfung: Abschluss-Prüfung an den Handwerkskammern
  • Einsatzorte: Betriebe des Kraftfahrzeug- oder Maschinenbaus und in Reparaturwerkstätten
  • Zugang: Empfohlen wird der Hauptschulabschluss. Wie bei allen Lehrberufen im dualen System ist allerdings kein Schulabschluss vorgeschrieben.
  • Eignung: handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen und eine kräftige Konstitution
  • Perspektiven: Die Berufsaussichten sind gut, wie in allen Metallberufen. Es gibt zahlreiche Einsatzmöglichkeiten bei vielen Unternehmen und in Werkstätten.

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Genauigkeit

Metallbauer Nutzfahrzeugbau müssen beim Zusammenbau genau arbeiten. Wenn eine Schweißnaht beispielsweise nicht richtig sitzt, könnte das Fahrzeug nicht sicher sein.

Geschick

Handwerkliches Geschick ist das A & O in diesem Beruf. Schweißen, schrauben, flexen - ohne eine gewisse Begabung für handwerkliche Arbeiten geht es nicht.


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