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Fachkraft im Gastgewerbe Der Gast ist König

In der zweijährigen Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe sind nicht die besten Schulnoten entscheidend, sondern die praktischen Fähigkeiten: Ob sich jemand gerne und gut um Gäste kümmert ist das Wesentliche in diesem Beruf.

Stand: 24.10.2011

Zwei befreundete Paare gehen im Restaurant des Kurhotels Bad Staffelstein essen. Als sie ankommen, werden sie von Carolin Schmelzer freundlich begrüßt. Die Auszubildende im Beruf "Fachkraft im Gastgewerbe" hat bereits am Nachmittag den Tisch für die Gäste eingedeckt und dekoriert. Nun nimmt Carolin Bestellungen auf, bucht sie in den Kassencomputer, serviert Getränke und Speisen. Eine Dame hat Forelle bestellt, die muss Carolin am Tisch vor den Augen der Gäste zerlegen. Kein Tag ist in diesem Beruf wie der andere. Und wenn Carolin sich gut um die Gäste kümmert, bekommt sie auch ein Trinkgeld.

"Erst einmal muss man auf jeden Fall offen sein, nicht die schüchterne Maus sein. Man muss auf jeden Fall auf die Leute zugehen und einfach nur sein wie man ist, dann lieben die Gäste dich auch."

Carolin Schmelzer, 2. Ausbildungsjahr

Restaurant, Küche und Zimmerservice

Besprechung der Speisekarte

In der zweijährigen Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe sind nicht die besten Schulnoten entscheidend, sondern die praktischen Fähigkeiten: Ob sich jemand gerne und gut um Gäste kümmert - das ist das Wesentliche in diesem Beruf. Eine Fachkraft im Gastgewerbe bedient, betreut und berät Gäste. Während der Ausbildung arbeitet der Azubi in drei Gebieten: Restaurant, Küche und Zimmerservice. Im Restaurant geht es um das Bewirten der Gäste. In der Küche lernen die Azubis die Zubereitung einfacher Gerichte und machen Erfahrungen mit der Herstellung und Zusammensetzung der Speisen.

Im Zimmerservice - "auf Etage", wie die Profis das nennen - müssen die Auszubildenden Zimmer aufräumen, reinigen, Betten beziehen und die gesamte Einrichtung kontrollieren. Dabei muss man zwar nicht wie in der Küche oder im Restaurant bis in den Abend arbeiten, aber es ist anstrengend, wenn viele Gäste gleichzeitig an- und abreisen.

Weltweit gefragt

Alles sauber?

Für eine Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe wird ein Hauptschulabschluss vorausgesetzt. Kann ich freundlich andere Menschen bewirten? Akzeptiere ich Arbeitszeiten am Abend, an Wochenenden und Feiertagen? Kann ich im Team arbeiten und Stress aushalten, wenn etwa viele Leute gleichzeitig etwas von mir wollen? Wer diese Fragen mit "Ja" beantworten kann, ist in diesem Beruf richtig. Die Gastronomie sucht qualifizierten Nachwuchs und bietet gute Aufstiegschancen. Fachkräfte im Gastgewerbe sind weltweit gefragt. Das Spektrum der Arbeitsplätze reicht vom Landgasthof über das noble Stadthotel über den Ferienclub und die Jugendherberge bis hin zur Fastfood-Kette.

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Fachkraft im Gastgewerbe
  • Ausbildungsdauer: 2 Jahre
  • Ausbildungsform: Duale Ausbildung im Betrieb und an der Berufsschule (oft im Blockunterricht)
  • Zugang: Hauptschulabschluss
  • Eignung: Freude an praktischer Arbeit, Umgang und Kommunikation mit anderen Menschen, Belastbarkeit unter Zeitdruck und bei Anforderungen von vielen Gästen gleichzeitig. Wer die Arbeit an Wochenenden und Feiertagen ebenso wenig scheut wie die Arbeit im Team, findet in diesem Beruf viel Abwechslung und Anerkennung durch die Gäste.
  • Perspektiven: Nach ihrer Ausbildung können sich Fachkräfte im Gastgewerbe mit einem weiteren Ausbildungsjahr zur/zum "Restaurant- oder Hotelfachfrau/-mann" qualifizieren. Dann stehen einem über den/die Meister/-in bis hin zum Studium alle Aufstiegsmöglichkeiten weltweit in der Gastronomie


Genaue Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Arbeitszeit

Fachkräfte im Gastgewerbe müssen oft sehr früh, sehr spät und an Wochenenden und Feiertagen arbeiten.

Kleidung

Bei der Ausbildung kann man sich auf „Systemgastronomie“ spezialisieren, also meist Fastfood-Ketten mit standardisierten Speisen und Dienstleistungen. In der Systemgastronomie wird meist einheitliche Arbeitskleidung vom Arbeitgeber gestellt.


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