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Gärtner/-in Garten- und Landschaftsbau Grüne Oasen zaubern

Landschaftsgärtner setzen oft Ideen von Landschaftsarchitekten um. Pläne zu lesen und Ideen im Sinne der Planer umzusetzen, gehört zum täglichen Geschäft. Frauen sieht man deshalb seltener auf den Baustellen.

Stand: 25.07.2013

Wer sich für den Beruf des Landschaftsgärtners entscheidet, wählt einen Job mit vielen Aufgabenbereichen. Und wie gesagt: nicht alles hat mit Pflanzen zu tun. Die wichtigsten Ausbildungsinhalte: Einsatz von Stein und Pflaster, Pflanzen und ihre Verwendung, umweltbewusste Baumaßnahmen und Organisation auf Baustellen. Landschaftsgärtner müssen präzise arbeiten. Räumliches Vorstellungsvermögen und ein Hang zu Mathematik erleichtern Landschaftsgärtnern ihre Arbeit erheblich.

Kreativität und Ästhetik

Einst hießen die Landschaftsgärtner landläufig auch Kunstgärtner. Kreativität und ein Gespür für Ästhetik brauchen Gärtner im Garten- und Landschaftsbau auch heute noch. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Arbeit stetig gewandelt. Früher war der Beruf noch kraftraubender. Doch trotz großem Maschinenpark, bei Umbaumaßnahmen in eingewachsene Anwesen müssen die Gärtner oft auf die wirklich großen Bagger und Radlader verzichten. Die schweren Maschinen hinterlassen zu starke Spuren. Minibagger gehören häufiger zum Fuhrpark der Landschaftsgärtner. Ölstand messen, mal eine Zündkerze austauschen - das alles müssen Landschaftsgärtner drauf haben. Neben dem Faible für Pflanzen brauchen die GaLaBauer auch Geschick beim Umgang mit Maschinen. Einen PKW-Führerschein erwarten ohnehin die meisten Unternehmen. Wer dann auch einen LKW fahren darf, der wird bei den Firmenchefs und Meistern noch lieber gesehen.

Arbeiten bei jedem Wetter

Wetterfest muss man als Gärtner sein. Sengende Sonne, kalter Regen, eisiger Wind - Gärtner können sich das Wetter nicht aussuchen. Dafür entschädigt ein abwechselungsreicher Beruf. Die grüne Branche boomt. Im GaLaBau sind die Auftragsbücher in der Regel gut gefüllt. Schwimmteiche zum Beispiel liegen seit Jahren im Trend. Und das obwohl die Bauherren rund 25.000 Euro und mehr dafür ausgeben müssen.

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Gärtner/-in Garten- und Landschaftsbau
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre (die Ausbildungsdauer kann ggf. verkürzt werden, wenn der Auszubildende bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung, Fachhochschulreife oder Abitur hat)
  • Ausbildungsform: Gärtner/-in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Diese 3-jährige duale Ausbildung ist bundesweit einheitlich geregelt. Während einer dualen Berufsausbildung werden Gärtner/-innen der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau im Betrieb bzw. im ausbildenden Unternehmen und in der Berufsschule ausgebildet. Der Berufsschulunterricht findet zum Teil in Blockform in Fachklassen statt.
  • Prüfung: Die Abschlussprüfungen werden - je nach Bundesland - von unterschiedlichen Institutionen abgenommen: von Landwirtschaftskammern oder von zuständigen Stellen, die von den Ländern bestimmt werden. Voraussetzungen für die Zulassung zur Abschlussprüfung bei einer Berufsausbildung in Betrieb und Berufsschule sind vorgeschriebene schriftliche Ausbildungsnachweise sowie die Teilnahme an vorgeschriebenen Zwischenprüfungen. Zuzulassen ist auch wer nachweist, dass er mindestens das Eineinhalbfache der Zeit, die als Ausbildungszeit vorgeschrieben ist, in dem Beruf tätig gewesen ist, in dem die Prüfung abgelegt werden soll.
  • Ausbildungsorte: Überwiegend erfolgt die betriebliche Ausbildung in anerkannten Ausbildungsbetrieben des Garten- und Landschaftsbaus, aber auch des öffentlichen Dienstes (Gartenbauämter, Institute und Versuchsanstalten). Während der betrieblichen Ausbildung arbeiten die angehenden Gärtner/innen der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau vorwiegend an wechselnden Arbeitsplätzen im Freien.
  • Zugang: Grundsätzlich wird keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben. Oft wird von den Ausbildungsbetrieben aber mindestens ein Hauptschulabschluss verlangt. Höhere schulische Qualifikationen verbessern die Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Außerdem erleichtern sie die berufliche Fortbildung bzw. sind Voraussetzungen für ein späteres Studium in Gartenbau oder Landespflege/Landschaftsarchitektur.
  • Eignung: Verständnis für Natur, Freude am Umgang mit Pflanzen, handwerkliches Geschick, technisches und kaufmännisches Verständnis sowie Sinn für Farben und Formen sind eine gute Ausgangsbasis für diesen Beruf.
  • Perspektiven: Qualifizierte Gärtner/-innen in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau sind in allen Bereichen gefragt. Für sie bestehen vielfältige Fortbildungsmöglichkeiten und Wege für den beruflichen Aufstieg.
  • Alternativen: Ausbildung zum Gärtner in anderen Fachbereichen: Baumschule, Friedhofsgärtnerei, Gemüsebau, Obstbau, Staudengärtnerei, Zierpflanzenbau

Genaue Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Kraft

Für den Job braucht man Kraft. Und die nötige Arbeitstechnik. Dennoch geht das tägliche Wuchten und Schleppen in die Knochen. Frauen sieht man deshalb seltener auf den Baustellen.

Gefahr

Ob Kettensäge, Winkelschleifer oder Steinsäge: Landschaftsgärtner arbeiten oft mit  schweren Maschinen. Alkohol ist während der Arbeitszeit tabu - Schutzkleidung je nach Maschineneinsatz Pflicht.

Info

Wetterfest muss man als Gärtner. Sengende Sonne, kalter Regen, eisiger Wind - Gärtner können sich das Wetter nicht aussuchen. Im Sommer gehören Überstunden für Landschaftsgärtner dazu. Während die Freunde im Freibad liegen, müssen die Gärtner meist noch arbeiten.


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