ARD-alpha - Ich mach's!


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Friseur/-in Schnittkunst mit Schere und Kamm

Als Friseur kannst Du beim Film oder beim Fernsehen als "Hairstylist" arbeiten. Du kannst reiner Damen- oder Herrenfriseur werden oder Dich als Visagist/in spezialisieren. Mit einer Friseurlehre stehen Dir viele Wege offen. Ein Beruf für kreative, handwerklich geschickte Mode-Fans.

Stand: 30.06.2014

Die erste Tätigkeit beim Friseur ist Haare waschen. Als Friseur suchst Du auch die passenden Pflegeprodukte und Shampoos für Deinen Kunden aus. Auch Haare färben gehört zu den wichtigsten Aufgaben. Immer mehr Kundinnen wünschen sich Strähnchen oder gleich eine ganz neue Haarfarbe. Als Friseur musst Du darauf achten, dass die Farbe nicht zu lang einwirkt, damit die Wunschfarbe später auch rauskommt. Schwierige Frisuren für besondere Anlässe wie eben für Partys und Hochzeiten auch das musst Du als Friseur können. Kenntnisse in MakeUp und Maniküre gehören ebenfalls zur Ausbildung. Zum Party-Style solltest Du als Friseur also auch das passende Make-Up zaubern können. Den letzten Schliff bekommt eine Trendfrisur dann nach dem Schneiden durchs Fönen.

Plaudern gehört zum Job

Friseur ist ein echter Dienstleistungsberuf. Du hast jeden Tag mit Menschen zu tun, musst Kunden beraten und dabei immer höflich und freundlich sein, auch wenn Du selber mal einen schlechten Tag hast. Du musst also aufgeschlossen und kommunikativ sein. Auch wichtig: Im Team arbeiten können. Friseure arbeiten mit Kollegen oft auf engem Raum zusammen. Außerdem solltest Du kreativ sein, Neues ausprobieren wollen. Friseur ist ein Modeberuf, da gibt es immer wieder neue Trends. Du musst Dir auch vorstellen können, welche Frisur Deinem Kunden steht und welche Farbe zu ihm passt.

"Freundlichkeit, immer lächeln, Kunden mit Namen begrüßen, wieder in den Mantel helfen, begrüßen. Die Kunden wollen sich wohlfühlen bei uns, die sollen ja auch wiederkommen!"

Auszubildende Theresa Lehmann

In welchem Salon Du Deine Lehre machen willst, solltest Du Dir gut überlegen: Die Auswahl ist riesig - ob beim flippigen Hairstylisten, beim Familienbetrieb oder bei der internationalen Salonkette mit Dutzenden Filialen. Jeder Salon hat ein anderes Konzept und Du solltest dazu passen.

"Wir gehen mit der Zeit, daher können wir auf unserem freien Tag, dem Montag, nicht mehr bestehen. Wir sind kundenbezogen, wir wollen kundenorientiert arbeiten, und daher haben wir montags bis samstags geöffnet."

Friseurmeisterin

Immer mehr Salons öffnen lange, bis in den Abend. Auch am Samstag wird gearbeitet. Das ist gut für die Kunden, aber viel Arbeit für die Friseure. Sogar der klassische freie Montag ist in immer mehr Salons passé, denn viele Kunden möchten auch montags die Haare geschnitten bekommen.

Aufstiegsmöglichkeiten und Spezialisierung

Nach der Lehre kannst Du weiterlernen und Deinen Meister machen. Kurse bieten die Handwerkskammern oder private Friseurschulen an. Als Meister kannst Du dann Deinen eigenen Betrieb aufmachen. Es gibt aber noch andere Aufstiegsmöglichkeiten, wie zum Beispiel "Betriebsassistent im Friseur-Handwerk", "Meisterassistent Kosmetik" im Friseurhandwerk oder Maskenbildner bei Film oder Fernsehen arbeiten.

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Friseur/in
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Ausbildungsform: Duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule
  • Prüfung: Handwerkskammer
  • Ausbildungsorte: Betriebe des Friseurhandwerks (Friseursalons). Wenn Betriebe nicht alle Ausbildungsinhalte vermitteln können, besuchen ihre Azubis private Friseurschulen oder andere überbetriebliche Ausbildungsstätten.
  • Zugang: Keine formale Zugangsvoraussetzung, aber oft wird ein Hauptschulabschluss verlangt. Mehr als die Hälfte der Azubis hat derzeit den Hauptschulabschluss; rund ein Drittel die mittlere Reife.
  • Eignung: Handwerkliches Geschick, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Freundlichkeit, Kreativität, gepflegtes Erscheinungsbild
  • Perspektiven: Friseure arbeiten meist in Salons, können aber auch in Hotels und Kurbetrieben tätig sein. Nach der Ausbildung kann man sich spezialisieren, zum Beispiel als Theaterfriseur, als Hairstylist bei Film und Fernsehen oder als reiner Damen- oder Herrenfriseur. Als Weiterbildung bietet sich die Meisterprüfung an. Du kannst Dich aber auch als "Betriebsassistent im Friseur-Handwerk" oder als "Meisterassistent Kosmetik" im Friseurhandwerk fortbilden.
  • Alternativen: Kosmetiker/in, Farb- und Stilberater/in, Drogist/in, Podologin/in

Genaue Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Verdienstmöglichkeiten

Friseure gehören zu den am schlechtesten bezahlten Azubis überhaupt. Wieviel man genau verdient, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. Das handeln die jeweiligen Innungen und Gewerkschaften aus. Details und genaue Zahlen findet Ihr auf den Seiten der Arbeitsagentur. Auch später verdienen angestellte Friseure nicht besonders üppig. Mit Meisterbrief und einem eigenen Salon steigen aber die Aussichten auf mehr Geld.

Kreativität

Friseur ist ein Beruf aus der Modebranche. Kreativität, die Bereitschaft, immer wieder Neues ausprobieren zu wollen, ist wichtig. Alle paar Monate gibt es neue Haar-Trends. Ein Friseur muss sich auch vorstellen können, welche Frisur seinem Kunden steht und welche Farbe zu ihm passt - ein Gefühl für Formen und  Farben sollte ein Azubi mitbringen.

Teamarbeit

Teamfähigkeit ist wichtig. Friseure arbeiten mit Kollegen oft auf engem Raum zusammen.

Geschicklichkeit

Handwerkliches Geschick ist wichtig als Friseur. Du musst exakt und sicher arbeiten können. Wer zwei linke Hände hat, der gibt sicher keinen guten Friseur ab.

Gefahrenpotenzial

Gefahr durch Allergien, weil Friseure tagtäglich mit chemischen Präparaten (Färbemitteln) zu tun haben. Als Friseur arbeitest Du meist im Stehen- das kann den Körper belasten.


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