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Fachkraft für Lagerlogistik Zwischen Computer und Gabelstapler

Die Mischung macht es: am Computer arbeiten, dann wieder Pakete schlichten und den Gabelstapler bedienen. Viele Lageristen finden genau das reizvoll an ihrem Beruf. Waren annehmen, einlagern und bei Bedarf wieder kommissionieren und verschicken.

Stand: 15.01.2013

Pakete soweit das Auge reicht - Sascha Hofmann arbeitet im Wareneingang. Handytaschen, Fernseher, Digital-Kameras - jeden Tag werden neue teure Waren angeliefert. Sascha muss alles genau prüfen: stimmt die Anzahl der Artikel, Farbe, Menge? Während der Ausbildung durchläuft der 26-Jährige alle Abteilungen im Lager - im Wareneingang muss er alles sorgfältig in den Computer einscannen - über den Strichcode und über ein Computer-Programm können so seine Kollegen die Artikel in dem riesigen Hochregallager wieder finden.

"Wareneingang heißt, dass ich die Ware annehme und überprüfe, ob sie passt, so wie wir sie bestellt haben, nicht, dass wir sie in weiß bestellt haben und in schwarz kommen sie oder dass sie zu groß oder zu klein sind wie wir sie bestellt haben und dann buche ich sie ins Lagersystem ein, dass wir genau wissen, das steht auf diesem Platz."

Sascha Hofmann

Einzelteile für Handys und Laptops

In blauen und roten Kisten lagern Ersatzteile

Zum Beispiel Marc Seidenath, ebenfalls Azubi. Er arbeitet momentan in der Kommissionierung, das heißt, er kümmert sich um die Bestellungen der Kunden - allesamt Einzelteile für Handys und Laptops. In kleinen roten und blauen Kistchen lagern die zum Teil sehr kleinen Ersatzteile - ohne seinen Handterminal wäre Marc aufgeschmissen, denn der kleine Computer zeigt an, wo was steht. Konzentriert und sorgfältig arbeiten - oberstes Gebot beim Kommissionieren.

Stapler gegen Stuhl getauscht

Gabelstapler gegen Bürostuhl getauscht

Stefanie nimmt wieder an ihrem Schreibtisch Platz. Die 21-Jährige hat nach der Ausbildung bei Audi den Gabelstapler gegen den Bürostuhl getauscht. Telefonate mit Lieferanten und Besprechungen - so sehen ihre Arbeitstage jetzt aus. Stefanie macht eine Weiterbildung zur Betriebswirtin, arbeitet jetzt in der Vorserien-Logistik. Dass alle Einzelteile für ein Auto rechtzeitig am richtigen Ort sind, das ist jetzt ihre Aufgabe. Zwei- bis dreimal die Woche drückt sie wieder die Schulbank - am Abend neben ihrem Job. Als Frau den Beruf "Fachkraft für Lagerlogistik" zu erlernen ist keine Seltenheit mehr. Stefanie hat nur gute Erfahrungen damit gemacht.

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Fachkraft für Lagerlogistik
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Ausbildungsform: Duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule.
  • Zugang: Qualifizierter Hauptschulabschluss oder Mittlere Reife, teillweise auch mit gutem Hauptschulabschluss Ausbildung möglich.
  • Prüfung: Industrie- und Handelskammer. Die Abschlussprüfung besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil.
  • Ausbildungsorte: Im Betrieb (Industrie-, Handels- und Speditionsbetriebe) und in der Berufschule.
  • Eignung: Körperliche Fitness, technisches Verständnis, PC-Kenntnisse.
  • Perspektiven: Gute Aufstiegsmöglichkeiten im Unternehmen
  • Weiterbildung: Meister, technischer Fachwirt, Betriebswirt
  • Ausbildungsalternativen: Fachkraft für Hafenlogistik, Kaufmann für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen/Kauffrau für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen

Genaue Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Genauigkeit

Sorgfältig und genau arbeiten - oberstes Gebot bei der Lagerhaltung. Wer Fehler macht riskiert, dass man manche Artikel gar nicht mehr findet in den Regalen.

Kraft

Pakete schlichten und von A nach B tragen, das ist das tägliche Geschäft im Lager. Trotz Gabelstapler gehört Muskelkraft immer noch zum Job.


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