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Elektroniker/-in Gebäude- und Infrastruktursysteme Unter Spannung

Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme sorgen dafür, dass Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen reibungslos funktionieren. Sie warten, reparieren und optimieren Anlagen. Die Jalousie soll automatisch nach oben fahren? Das Licht soll auf Knopfdruck ausgehen? Bei solchen Fragen sind Elektroniker die richtigen Ansprechpartner.

Stand: 05.09.2013

Marcus Hollmann schließt den wuchtigen, grauen Schaltschrank auf. Von hier aus wird die gesamte Lüftungsanlage der Nürnberger Messehallen gesteuert. Sie sorgt für das passende Klima. Hunderte von bunten Leitungen kommen zum Vorschein - der ganze Schrank ist voll davon. Nur ein geübtes Auge behält hier den Überblick. Marcus lernt das in seiner Ausbildung zum Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme. Er ist im 3. Lehrjahr. Mit einem Kollegen wartet er die Anlagen der "Nürnberg Messe" und behebt Störungen.

"Es gibt manchmal schon so Kleinigkeiten, an denen man echt verzweifeln kann, dass da irgendwelche Werte nicht passen oder man sich fragt, woher kommt jetzt der Wert - der kann eigentlich nicht sein. Man muss dann echt suchen, woher das kommt."

Marcus Hollmann (23), 3. Lehrjahr

Hochspannung!

Sensoren und Filter checken - das gehört zu seinen Aufgaben. Jeder seiner Handgriffe muss sitzen und gut überlegt sein. Marcus könnte sonst einen Stromschlag bekommen, und das kann Lebensgefahr bedeuten. 

"Man sollte hier schon einen kühlen Kopf bewahren. Wir haben manchmal 230 Volt, manchmal noch mehr drauf. Man sollte schon wissen, was man macht und was man hier anfasst."

Marcus Hollmann (23), 3. Lehrjahr

Technisches Verständnis

Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Die Berufsschule besuchen alle bayerischen Azubis dieser Fachrichtung in Nürnberg - immer zwei Wochen im Blockunterricht. Wer sich für diesen Beruf entscheidet, sollte logisch denken können und ein gutes technisches Verständnis mitbringen.

"Die Elektronik ist natürlich schon umfangreich, da sollte man schon Grundkenntnisse mitbringen. Am besten wäre natürlich, das Hobby zum Beruf zu machen. Wer Interesse an Physik hat, ist im Vorteil."

Thomas Meixner, Ausbilder

Marcus hat seinen Traumjob gefunden. Lösungen für technische Probleme zu finden, macht ihm einfach Spaß.

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung:

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Elektroniker/-in Gebäude- und Infrastruktursysteme
  • Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
  • Ausbildungsform: duale Ausbildung im Betrieb und an der Berufsschule
  • Prüfung: Industrie- und Handelskammer
  • Ausbildungsorte: Betriebe der Immobilienwirtschaft, z.B. im Facility-Management; technische Gebäudeausrüster; Unternehmen, die Beleuchtungs- und Signalanlagen für Straßen und Eisenbahnen installieren
  • Zugang: Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben. Die meisten angehenden Elektroniker haben die mittlere Reife oder das Abitur.
  • Eignung: Elektroniker brauchen gute Physik- und Mathekenntnisse, sollten logisch denken können und technisches Verständnis mitbringen.
  • Perspektiven: Spezialisierung auf bestimmte Einsatzbereiche; Techniker/-in, Meister/-in, Studium
  • Alternativen: Elektroniker/-in Energie- und Gebäudetechnik, Elektroanlagenmonteur/-in, Mechatroniker/-in für Kältetechnik

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Gefahr

Elektroniker müssen vorsichtig und mit Bedacht arbeiten, um keinen Stromschlag zu bekommen.

Genauigkeit

Schon vermeintlich kleine Fehler - zum Beispiel beim Bau einer Steuerung - können große Probleme nach sich ziehen. Genaues Arbeiten ist angesagt.

Geschick

Elektroniker arbeiten viel am Computer, müssen aber auch mit Schraubenschlüssel und anderen Werkzeugen umgehen können.


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