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Alles aus Beton Betonfertigteilbauer/-in

Der Betonfertigteilbauer stellt aus Stahlbeton oder Spannbeton Betonfertigteile her und montieren diese.

Stand: 27.12.2013

2,5 Tonnen hängen am Haken. Montagmorgen kurz nach acht - aus großen Einzelteilen wird an diesem Tag ein Haus gebaut. Marco hat die Kellertreppe zuvor in der Fabrikhalle hergestellt. Er lernt Betonfertigteilbauer.

Beim ersten Besuch in der Werkshalle faszinierten Marco die gewaltigen Maschinen und Formen. Er macht die dreijährige Ausbildung in der Firma Dennert in Schlüsselfeld, einem der größten Treppenwerke Europas.

"Es ist kein einseitiger Beruf. Man macht nicht den ganzen Tag dasselbe. Es ist keine Fließbandarbeit. man hat immer verschiedene Teile, die unterschiedliche Maße haben und verschiedene Sonderanfertigungen. Das macht Spaß und wird nicht langweilig."

Marco Kern (19), 3. Lehrjahr

Marco steht gern früh auf, gut so, denn seine Schicht beginnt morgens um sechs Uhr. Mit einem Kran hebt er  Eisenteile in Formen. Stahl und Eisengeflecht stabilisieren und verstärken die Werkstücke. Marco fertigt eine Treppe für ein Frankfurter Parkhaus. Mehrere Tausend Menschen werden sie später täglich nutzen. Entsprechend den Belastungen wird eigens eine Betonmischung zusammen gestellt. Dabei müssen Betonfertigteilbauer rechnen. Überhaupt sind gute Noten in Mathematik von Vorteil - insbesondere für den Besuch der Berufsschule.

Der LKW mit Beton kommt meist um 9.00 Uhr in die Werkhalle. Dann muss Marcos Form fertig sein. Nun wird sie mit flüssigem Beton gefüllt und bereits am gleichen Tag ausgeliefert. Marco ist stolz auf seine Werke. Viele Häuser und Hallen werden aus Betonfertigteilen  gebaut, das spart Zeit und Geld.

Wichtig ist auf alle Fälle ein Praktikum, rät Marco. Da kann jeder sehen, ob einem die schwere, aber sehr schöne Arbeit in der Werkshalle Spaß macht.

"Wir haben Förderschüler, Hauptschüler, Mittelschüler - aber auch Gymnasiasten hier in der Klasse. Es gibt für jeden die Chance dieses Ausbildungsziel zu erreichen. Es kommt hauptsächlich auf's Rechnen an, dass ich rechnerische Fähigkeiten umsetzen kann. Dreidimensionales Vorstellungsvermögen ist eine ganz wichtige Sache. Und das wichtigste ist, dass man die Arbeit gern macht. Dass man gern handwerklich arbeitet. Und so hat jeder die Chance tatsächlich auch erfolgreich zu sein."

Christian Weiß, Berufsschullehrer

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Betonfertigteilbauer/-in
  • Ausbildungsdauer: Die Ausbildung dauert drei Jahre
  • Ausbildungsform: Berufsschule und Betrieb
  • Ausbildungsorte: Bundesweit gibt es rund 1.500 Betonfertigteilwerke oder Betonsteinwerke - überall dort wo Beton verarbeitet wird, lohnt es sich nachzufragen.
  • Zugang: Die meisten Auszubildenden haben den Hauptschulabschluss
  • Eignung: Ausdauer und handwerkliches Geschick, Mathematische Grundkenntnisse
  • Perspektiven: Betonfertigteilbauer werden gesucht. Nach der Ausbildung gibt es viele Möglichkeiten aufzusteigen, z.B. als Techniker oder Meister.
  • Alternativen: Maurer, Betonstein- und Terrazzohersteller/in

Weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Ausdauer

Betonfertigteile wiegen oft mehrere Tonnen. Kräne und Gabelstapler erleichtern die Arbeit. Trotzdem müssen die Facharbeiter kräftig zupacken. In den ersten Wochen haben die Auszubildenden meist Muskelkater, doch das legt sich. Doch nur wer gerne zupackt eignet sich für diesen Beruf.

Genauigkeit

Der Beton wird meist in Formen gegossen. Diese werden zuvor von Betonfertigteilbauern gebaut. Dabei müssen die Maßangaben exakt eingehalten werden. Sonst kann das betonfertigteil auf der Baustelle nicht passgenau eingebaut werden. Zudem muss die Betonmischung exakt stimmen, im Extremfall  könnten sonst Gebäude einstürzten.

Gefahr

Fabrikhalle und Baustelle - überall lauern Gefahren. Betonfertigteilbauer müssen sehr umsichtig arbeiten. Sie Tragen Schutzkleidung und Sicherheitsschuhe. Je nach Einsatz auch Helm und Schutzbrille. Doch keine Angst, alle Arbeitsschritte werden in der Ausbildung erklärt.


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