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Lehrstuhl für Experimentalphysik Universität Erlangen-Nürnberg Anton, Gisela

Prof. Dr. Gisela Anton wurde 1975 Bundessiegerin des Wettbewerbes "Jugend Forscht". Heute ist sie Professorin für Experimentalphysik an der Universität Erlangen-Nürnberg. Sie ist Trägerin zahlreicher weiterer Preise, u. a. des Leibniz-Preises, des wichtigsten Forschungsförderpreises in Deutschland.

Stand: 08.01.2016 | Archiv

"Während des Studiums habe ich meine Leidenschaft für die Teilchenphysik entdeckt. In Bonn gab es eine Anlage mit Beschleunigern, mit denen man Teilchen auf entsprechend hohe Energien bringen kann, damit man diese Teilchen wiederum auf andere Teilchen schießen kann. Aus der Energie, die dabei frei wird, können dann neue Teilchen produziert werden. In meinem Fall waren das Mesonen, Eta-Mesonen, die wir untersuchen wollten: Wir wollten den Mechanismus untersuchen, mit dem diese Teilchen produziert werden. Damit man das aber untersuchen kann, genügt es nicht, sich Gedanken zu machen, sondern da muss man als Physiker eben seine Experimente machen, um die eigenen Hypothesen auch überprüfen zu können. Damals ging es insbesondere darum, einen Detektor zu bauen, mit dem man diese Teilchen nachweisen kann, die bei der Reaktion, also bei der Erzeugung von Eta-Mesonen als Rückstoßteilchen vorhanden sind. Damit kann man dann nämlich indirekt Schlussfolgerungen auf diese Eta-Mesonen ziehen. Dafür brauchten wir einen Detektor, der gute Energie- und Ortsauflösung und noch andere gewisse Eigenschaften gleichzeitig hat. Meine Aufgabe war dann, diesen Detektor zu entwickeln."

Gisela Anton

Zur Person

  • Geboren
  • 1955
  • Ausbildung
  • 1973 Physikstudium an der Universität Bonn
  • 1983 Promotion
  • Beruf
  • Physikerin

Funktionen und Ämter

  • Aktuelle Funktion
  • Professorin für Experimentalphysik an der Universität Erlangen-Nürnberg
  • Ämter/berufliche Stationen
  • 1975 Bundessiegerin des Wettbewerbes "Jugend Forscht"
  • 1984–1995 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Physikalischen Institut der Uni Bonn
  • Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der DFG, 1994
  • 1990–1991 Forschungsaufenthalt in Saclay, Frankreich
  • 1991–1992 Forschungsaufenthalt in Mainz
  • 1993 Habilitation in Bonn
  • 1994 Leibniz-Preis
  • 1995 Professorin für Experimentalphsyik an der Universität Nürnberg-Erlangen und Bundesverdienstkreuz am Bande
  • 2000 Preis für gute Lehre des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst
  • 2009 Bayerischer Verdienstorden
  • 2010 Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst

Erstsendung: 20.1.2016


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