BR Fernsehen - Unter unserem Himmel


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Unter unserem Himmel Klimawandel in den Alpen

Grün statt weiß, Fels statt Schnee - der Klimawandel verändert das gewohnte Landschaftsbild in den Bergen. Wie reagieren Pflanzen und Tiere in den Alpen? Gabriele Mooser zeigt, welche Auswirkungen die Erderwärmung auf die Natur hat - positive als auch negative.

Stand: 11.05.2015 | Archiv

Ein Film von Gabriele Mooser

Die Alpen sind besonders stark von der Erderwärmung betroffen. Gletscher schmelzen, Permafrostböden tauen auf, Schlammlawinen und Felsbrocken stürzen ins Tal.

Glaziologin Andrea Fischer

Und wie reagieren Pflanzen und Tiere darauf? Auf dem Schachen bei Garmisch-Partenkirchen liegt eine Außenstation des Botanischen Gartens München. Dort beobachtet die Reviergärtnerin Jenny Wainwright-Klein, wie sich Gebirgspflanzen auf die höheren Temperaturen einstellen. Im Nationalpark Hohe Tauern erforscht  die Glaziologin Andrea Fischer die schwindenden Gletscher, und wo das Schmelzwasser bleibt, erkundet Wolfgang Gattermayer vom Hydrologischen Messdienst in Innsbruck.

Gabriele Moosers Film zeigt, welche Auswirkungen auf Natur und Landschaft man jetzt schon beobachten kann, sie dürften noch gravierender werden. Wobei die Folgen nicht nur negativ sind: So hat der Almbauer Rupert Schnell im Großglocknergebiet dank des milderen Klimas mehr Futter für sein Vieh. In seinem Bergwald gibt es mehr Insekten als früher und auch die Zahl der Steinböcke ist deutlich gestiegen. In anderen Gegenden geht ihr Bestand jedoch zurück. 

Und der Wintersport? Es gibt noch fünf Gletschergebiete in Bayern, die allerdings niedriger liegen als andere Alpengletscher. Ob sie in 20 Jahren noch da sind, weiß man nicht, und so macht man sich viele Gedanken über die Zukunft, in die sich die einen mit Schneekanonen retten wollen, während man sich andernorts mit der Umstellung auf Sommerurlauber anfreundet.


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