BR Fernsehen - Irgendwie und Sowieso


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Irgendwie und Sowieso Irgendwas: Freunde müsste man haben

Weil in den Achzigern nicht alles stromlinienförmig definiert wurde, war auch die Namensgebung der Protagonisten ziemlich unkonventionell. So schreibt man "Sowieso" groß, weil es nicht nur als bayerisches Synonym für "ohnehin" fungiert.

Stand: 12.05.2016 | Archiv

v.l.: Ottfried Fischer, Robert Giggenbach, Elmar Wepper | Bild: BR/Tellux-Film

"Sowieso" heißt bei Irgendwie und Sowieso auch der dicke Bauernsohn Alfons Kerschbaumer, genannt Sir Quickly. Der "Irgendwie" hingegen ist sein Freund, Gerhard Tauber, auch Effendi genannt.

Ottfried Fischer, wie er leibt und liebt

Ottfried Fischer

"Sowieso" Kerschbaumer verkörpert der heute 47 Jahre alte Ottfried Fischer in seiner ersten großen Fernsehrolle. Dass er als Jungbauer, der sich mitnichten um den elterlichen Hof kümmert, den Ehrentitel Sir Quickly tragen darf, ist der alten NSU-Quickly zu verdanken, auf der er durch die Gegend braust. Keine federleichte Angelegenheit bei Quicklys Zwei-Zentner-Last ...

Robert Giggenbach redet sich um Herz und Verstand

Robert Giggenbach

Sir Quicklys Spezi Irgendwie ist das blanke Gegenteil vom Sowieso: Robert Giggenbach spielt den schmalbrüstigen Gymnasiasten und Wortakrobaten Gerhard Tauber, der als selbst ernannter Systemveränderer Marx, Engels, Marcuse sowie Ho Chi Minh toll findet und Politiker wie den Bundespräsidenten Heinrich Lübke und US-Präsident Lyndon B. Johnson aus ganzer Seele hasst. Als Philosoph von eigenen Gnaden nennt Gerhard Tauber sich Effendi und redet seine Freunde sowie seine verführerische, aber Taranteln und Skorpione züchtende Geliebte, Marlene (Michaela May) in Grund und Boden - letztere allerdings mit wenig Erfolg. Zudem besprüht Effendi gerne Wände mit Revoluzzer-Parolen, bis er Ärger mit der Polizei bekommt.

Elmar Weppers Fingerspitzengefühl

Elmar Wepper

Der Dritte im Bunde ist der "local hero," Sepp Gruber (Elmar Wepper): Der eher verschlossene und pragmatisch veranlagte Automechaniker frisiert in aller Stille die schönsten Ami-Karossen auf und baut für sich und die heiße Barmieze Charly (Hannelore Elsner) einen Motorschlitten mit Propellerantrieb. In Sepp Grubers Werkstatt ist die Ruhe rasch dahin. Dort zieht der völlig durchgeknallte Sir Quickly ein, nachdem der alte Kerschbaumer (Karl Merkatz) - aus Wut über die Faxen seines nutzlosen Sohnes - Quicklys geliebten Ochsen Ringo hat schlachten lassen.


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