Eine Lungenerkrankung im Dialog
"Ich habe eine COPD? Das kann doch nicht sein - das hätte ich gemerkt!" antworten viele Patienten, wenn der Arzt bei ihnen eine Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung - eine COPD - diagnostiziert. Husten, Auswurf und Atemnot - für viele Raucher sind dies bloß Begleiterscheinungen ihrer Sucht, aber keine Vorboten einer langsam fortschreitenden und gefährlichen Krankheit. Doch wenn sich die Atemwege immer weiter verengen, muss im schlimmsten Fall dauerhaft künstlich beatmet werden.
Experte:
Prof. Dr. Heinrich Worth, Vorsitzender der Deutschen Atemwegsliga und Chefarzt an der Medizinischen Klinik I im Klinikum Fürth
Die COPD ist eine Volkskrankheit - etwa sechs Millionen Deutsche sind betroffen. Sie ist zwar nicht heilbar, aber gut behandelbar: Dem Patienten kann durch eine medikamentöse und nichtmedikamentöse Therapie geholfen werden. Weltweit ist COPD die vierthäufigste Todesursache, schätzt die Weltgesundheitsorganisation WHO, und in zehn Jahren wird sie vermutlich an die dritte Stelle vorgerückt sein. Der Grund für diese Steigerung: Immer mehr Menschen rauchen, und Zigarettenkonsum ist der Hauptverursacher von COPD.
Der Text beruht auf Interviews mit Artur Wölfel, leitender Oberarzt am Krankenhaus für Naturheilweisen in München Harlaching, und mit Prof. Dr. Heinrich Worth, Vorsitzender der Deutschen Atemwegsliga und Chefarzt an der Medizinischen Klinik I im Klinikum Fürth, die Prisca Straub und Christina Teuthorn geführt haben.

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