Bayern 2 - Hörspiel


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Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945

Stand: 03.03.2016 | Archiv

Die Quellen Sprechen. Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945 | Bild: Keller Maurer Design, München

Im November 2017 sendet Bayern 2 in vier neuen Sendeterminen 15 Gespräche mit Zeitzeugen und Wissenschaftlern, die im Zeitraum von 2012 bis 2015 aufgenommen wurden.

Dokumentarische Höredition

Von den antisemitischen Aktionen in Deutschland nach der nationalsozialistischen Machtergreifung zum Holocaust, der sich über ganz Europa erstreckt: Schauspieler und Zeitzeugen lesen hunderte von ausgewählten Dokumenten – verfasst von Tätern, Opfern und Beobachtern. Zeitungsberichte, Hilferufe, Verordnungen, Befehle, Privatbriefe und Tagebuchaufzeichnungen. Historiker erläutern die politischen Hintergründe und diskutieren Forschungsfragen. Zeitzeugen erzählen, was ihnen widerfuhr und wie sie überleben konnten.

Die dokumentarische Höredition Die Quellen sprechen entsteht im Zeitraum von 2013 bis 2018. Sie folgt in ihrer Auswahl dem aktuellen, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Editionsprojekt zur Judenverfolgung 1933-1945, das viele Dokumente erstmals zugänglich macht.

Radio - Hörbuch - Webseite

Im Jahr 2013 wurden die ersten vier Teile der Höredition veröffentlicht und auf Bayern 2 gesendet. In Teil 1-4 stehen die Geschehnisse und Vorgänge im Deutschen Reich, im Protektorat Böhmen und Mähren sowie in Polen im Fokus. Diese ersten vier Teile sind auch als Hörbuch mit 14 CDs im Hörverlag erschienen.

Vom 8. bis zum 30. Mai 2015 wurde die Höredition mit vier weiteren Teilen auf Bayern 2 fortgesetzt. Alle Teile sind auf der Webseite die-quellen-sprechen.de dauerhaft öffentlich zugänglich.

Die Höredition Die Quellen sprechen bietet drei Reihen an:

Dokumente

Ausgangspunkt der Höredition sind ausgewählte, von Schauspieler-/innen und Zeitzeugen gelesene Dokumente der Publikation Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945. Diese Reihe mit Lesungen wird ein Volumen von dreißig Stunden umfassen.

Veröffentlicht:
Teil 01: Deutsches Reich 1933–1937
Teil 02: Deutsches Reich 1938 –Aug. 1939
Teil 03: Deutsches Reich und Protektorat Sept. 1939–Sept. 1941
Teil 04: Polen Sept. 1939–Juli 1941
Teil 05: West- und Nordeuropa 1940–Juni 1941
Teil 07: Sowjetunion mit annektierten Gebieten I
Teil 09: Polen: Generalgouvernement Aug. 1941–1945
Teil 12: West- und Nordeuropa Juni 1942–1945

In Planung:
Teil 06: Deutsches Reich und Protektorat Okt. 1941–März 1943
Teil 08: Sowjetunion mit annektierten Gebieten II
Teil 10: Polen: Eingegliederte Gebiete Aug. 1941–1945
Teil 11: Deutsches Reich und Protektorat April 1943–1945
Teil 13: Slowakei, Rumänien, Bulgarien 1938–1945
Teil 14: Südost- und Nordeuropa 1941–1945
Teil 15: Ungarn 1944–1945
Teil 16: Das KZ Auschwitz 1942–1945 und die Zeit der Todesmärsche 1944/45

Diskurs

Die Reihe Diskurs ermöglicht Historiker/-innen Forschungsfragen und Hintergründe zu erläutern und zu diskutieren. Weitere Gespräche setzen sich mit Entwicklung, Konzeption und Realisation der Höredition auseinander. In Vorbereitung sind Beiträge, die den Diskurs erweitern und generell den Kontext zur aktuellen, Holocaust-Forschung herstellen sollen.

Zeitzeugen

Persönliche, lebensgeschichtliche Einblicke vermittelt die Reihe Zeitzeugen: hier berichten an der Höredition mitwirkende jüdische Zeitzeugen, wie sie die Verfolgung erlebt und überlebt haben. Ein Ziel der Höredition ist es, die letzte Möglichkeit mündliche Überlieferungen von Holocaust-Überlebenden aufzuzeichnen, zu nutzen und überhaupt Zeitzeugen an dem Projekt stark zu beteiligen. Deshalb geben die Zeitzeugen nicht nur Opferdokumenten ihre Stimme, sie erzählen auch von ihren eigenen Erfahrungen.

Webseite der Höredition


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