Bayern 2 - Musik für Bayern


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09. April 2017 Nach grüner Farb‘ mein Herz verlangt

Gedankenspiele zu einer „Sinneswahrnehmung“ von Stephan Ametsbichler

Stand: 23.03.2017

Blätter der Linde | Bild: colourbox.com

Grün ist die Farbe der Hoffnung; der Hoffnung auf ein neues Leben, auf ein Wiedererwachen der Natur nach der dunklen Kälte des Winters, auf einen Neubeginn nach einem schweren Schicksalsschlag und schließlich auch auf ein neues Leben nach dem Tod.

Grün ist aber auch, was noch unfertig und unreif ist, ob als Frucht  oder auch als „Grünschnabel, der noch grün ist hinter den Ohren“.

Der grüne Farbstoff Chlorophyll ist es, der mithilfe von Licht die lebensnotwenige Produktion von Biomasse und die Freisetzung von Sauerstoff ermöglicht und als Blattgrün auch politisch zum Symbol für Naturverträglichkeit Nachhaltigkeit geworden ist.
Nicht zuletzt ist Grün auch die Farbe für alles Unkomplizierte und Positive. Es signalisiert freie Fahrt und stimmt uns zuversichtlich, dass sich alles „im grünen Bereich“ befindet.

Somit ist „Grün“ also nicht einfach nur ein Farbreiz. Es ist auch Sinnbild und Projektionsfläche, Gefühlszustand und Stimmungsbarometer: Eigenschaften, die auch in der Musik ihren Niederschlag gefunden haben.

Stephan Ametsbichler hat all diese Schattierungen zu einem „grünen“ Mosaik zusammengefügt.


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