Bayern 2 - Musik für Bayern


56

17. Juli 2016 Privatunterricht … ein Qualitätsrisiko?

Das neue „Qualitätszertifikat“ für freiberufliche Musiklehrer, kritisch hinterfragt von Franziskus Büscher

Stand: 29.06.2016

Musikschule Oberhaching | Bild: Franziskus Büscher

Der Etat der öffentlichen Sing- und Musikschulen wird in Bayern von staatlicher und kommunaler Seite mit derzeit knapp 53% unterstützt. Für freiberufliche Musikpädagogen und private Musikinstitute besteht dagegen erst seit 2013 die Möglichkeit, ebenfalls staatliche Zuschüsse zu beantragen.
Diese sind an ein „Qualitätszertifikat“ gebunden, das der bayerische Tonkünstlerverband im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst vergibt.
Dabei müssen Privatmusiklehrer alle 3 bis 5 Jahre „Erfolgsnachweise“ erbringen:
gezielte Schulungen, erfolgreich ausgebildete Musikabiturienten oder Jugend-musiziert-Teilnehmer.

Doch wie sinnvoll und praktikabel sind solche „Erfolgsnachweise“?
Warum müssen studierte Musikpädagogen wiederholt nachweisen, dass sie in der Lage sind, pädagogisch wertvollen Musikunterricht zu gestalten?
Woran erkennt man überhaupt qualitativ hochwertigen Privatunterricht?
Und was weisen kommunale Sing- und Musikschulen nach, um ihre Fördergelder zu rechtfertigen?

Franziskus Büscher berichtet über Chancen, Herausforderungen und Probleme der privaten Instrumental- und Musiklehrer in Zeiten des neuen „Qualitätszertifikats“.


56