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Süßwarenindustrie im Weihnachtsfieber Süßer die Kassen nie klingeln

Schokoladen, Pralinen, Chips - auch für die deutsche Süßwarenindustrie gehören die Adventszeit und Weihnachten zu den umsatzstärksten Monaten. Trotzdem macht sich die Branche Sorgen um ihr Image.

Von: Gabriel Wirth

Stand: 02.12.2016

Belgische Pralinen | Bild: picture-alliance/dpa

Ihrem Süßwarenhandelsverband SG nach wird in den zwei Monaten November und Dezember doppelt soviel Umsatz erzielt wie im Durchschnitt in anderen Monaten des Jahres. Bis jetzt lief das Geschäft der Branche ganz ordentlich.

Imageschaden durch Mineralöl-Rückstände

Die Schokoladenhersteller schauen allerdings mit Sorge auf die nächsten Wochen, aufgrund der neuen Meldungen über Mineralölrückstände in Schokoladen-Adventskalendern. Man halte sich an die gesetzlichen Vorgaben, heißt es beim Süßwarenhandelsverband SG. Die Hersteller fürchten um ihr Image, das sowieso nicht allzu gut ist. Süßwaren gelten als gefährliche Dickmacher und negative Meldungen können die Nachfrage nach Schokolade weiter drücken. In den ersten acht Monaten des Jahres ist der Absatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum bereits gesunken.

Preise für Schokolade gestiegen

Ein Grund dafür dürfte sein, dass Schokolade teurer geworden ist. Man habe die Preise wegen höherer Rohstoffkosten erhöhen müssen, verteidigt sich die Industrie. Während eine Tonne Kakao vor zehn Jahren rund 1.300 Euro kostete, sind es aktuell um die 3.000 Euro. Die Schokoladenhersteller steuern rund die Hälfte zum Branchenumsatz der Süßwarenindustrie bei.

Starke Nachfrage nach salzigen Snacks

Immerhin bei den salzigen Snacks läuft das Geschäft derzeit sehr gut. Hier gab es in den ersten acht Monaten des Jahres deutliche Steigerungen. Möglicherweise liegt es an neuen Geschmacksrichtungen oder auch daran, dass die Nachfrage nach Chips, Flips und Salzletten in Deutschland noch geringer ist als im Ausland und hier ein gewisser Nachholbedarf besteht.


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