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Kaiser's Tengelmann-Filialen in Schwaben Tengelmann-Chef setzt letzte Zwei-Wochen-Frist

Tengelmann-Chef hat der Supermarktkette Kaiser´s Tengelmann noch einmal 14 Tage Frist für eine Lösung eingeräumt. Es geht um die drohende Zerschlagung der Firma und den Erhalt von Tausenden Arbeitsplätzen - auch in Schwaben.

Stand: 23.09.2016

Tengelmann Augsburg | Bild: BR/Barbara Leinfelder

Der Eigentümer Erivan Haub will seit langem verkaufen. Der Deal mit EDEKA zur Übernahme schien perfekt, da schlug die Rewe-Gruppe mit juristischen Mitteln dazwischen, seither ist wieder alles offen. Falls die letzte Zwei-Wochenfrist auch keine Lösung bringt, wird die Kette laut Erivan Haub zerschlagen.

Gute Geschäfte in Schwaben

Auch in Schwaben zerrt das Hin-und Her an den Nerven der Tengelmann-Mitarbeiter. Denn vor allem in der Region rund um Augsburg gibt es viele Tengelmann-Filialen. Die laufen bisher gut, so die Gewerkschaft Ver.di, im Gegensatz zu vielen Tengelmann-Niederlassungen in Nordrhein-Westfalen oder dem Raum Berlin, den beiden anderen Filial-Schwerpunkten des Konzerns.  In der Region Augsburg etwa liegen die meisten Tengelmann-Märkte dazu meist nicht auf der grünen Wiese, sondern in der Innenstadt oder in Wohngebieten, spielen also eine wichtige Rolle für Nahversorgung - besonders für ältere Bürger.

Und etliche der  Kunden im Augsburger Bismarckviertel würden am liebsten mit Transparenten auf die Straße gehen, um für den Erhalt ihres Tengelmann im Wohngebiet zu kämpfen.

"Für mich wäre es schlimm, wenn der zumachen würde. - Das wäre eine Katastrophe! - Mit 90 Jahren komme ich noch da her und kann hier einkaufen, und sehr viele junge Leute auch. Also, der Laden darf nicht eingehen, das wäre ganz schlimm!"

Augsburger Tengelmann-Kunden

200 Beschäftigte in Augsburg

In Augsburg sind rund 200 Mitarbeiter bei Kaisers-Tengelmann beschäftigt, bayernweit sind es rund 4.500 Beschäftigte. Viele von ihnen arbeiten seit Jahren für das Unternehmen. Bei einem Verkauf an Edeka wären ihre Arbeitsplätze für die nächsten fünf Jahre gesichert; geht Tengelmann nicht an Edeka, ist ihre Zukunft ungewiss.

Ungewissheit auch in Donauwörth

Auch die rund 100 Mitarbeiter des Fleischwerks Birkenhof in Donauwörth, das als Tochterunternehmen für die Tengelmann-Filialen Fleisch und Wurst liefert, bangen erneut um ihre Jobs. Außerdem liefern etliche Molkereien, Brauereien und Verarbeitungsbetriebe aus Schwaben bisher ihre Ware auch an die Tengelmann-Märkte in der Region.


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Kommentare

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Bürger, Samstag, 24.September, 14:39 Uhr

3.

Da Kartellamt hat die Fusion von Tengelmann und Edeka untersagt wegen 60% Marktanteil.
Aber ein BundesMinster für Wirtschaft hat sich darüber hinweggestzt und trotzdem genemigt. Angeblich sind die Arbeitsplätze so wichtig und sicher wers glaubt ist selber schuld!

jimmy, Freitag, 23.September, 19:56 Uhr

2. tengelmann

Glauben sie ja nicht, dass dieses Problem erst seit 3 Jahren besteht, mitgeholfen an der ganzen Geschichte haben auch die Distriktmanager, Bezirksleiter,
die nur auf ihre Prämie schauten und ständig Personal abbauten.
Das heisst , schlecht besetzte Frischeabteilung, lange Wartenzeiten an der Kasse,überfordertes Personal.
Hier wurde sogar vor ca. 5 Jahren mit Lohnkürzung gedroht, dh. Verzicht auf Weihnachtsgeld bzw. weniger Std. Dh, ca 1500 € Netto weniger im Jahr.
Sie selber haben auf nicht verzichtet.
diese sollten die Ersten sein, die maschieren.

  • Antwort von Sonntagsfrüh, Sonntag, 25.September, 08:48 Uhr

    Sehe ich genau so.

Anna, Freitag, 23.September, 09:50 Uhr

1. Mitarbeiter

Ich wünsche allen Mitarbeitern, dass es für sie gut ausgeht. Der Verlust der Arbeitsplätze ist essenziell. Großkopferte haben ausgesorgt und wollen nur noch mehr. Der kleine leidet darunter.