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Drogenrazzia in Kempten Drogen und Bargeld in Asylbewerberheimen sichergestellt

Bei einer Drogenrazzia in zwei Kemptener Flüchtlingsunterkünften hat die Polizei gestern bis in den Abend hinein Räume durchsucht und mehrere Verdächtige überprüft. Das Ergebnis steht nun fest. Von Christoph Scheule

Stand: 01.12.2016

Symbolbild Polizei | Bild: BR - Studio Franken/Franz Engeser

Es gibt 14 Tatverdächtige bei denen 300 Gramm Marihuana und 20 Gramm einer "bisher noch unbekannten Substanz" und 7.000 Euro Bargeld sichergestellt wurden. Insgesamt sind 13 Wohnungen durchsucht worden.

Tatverdächtige bleiben auf freiem Fuß

Haftbefehle gibt es keine, da die gefundenen Rauschgiftmengen dafür nicht ausreichten, so die Polizei. Allerdings ging es bei der Aktion auch darum, "die Strukturen zu zerschlagen, ehe sie sich verfestigen".

Razzia lange vorbereitet

Der Durchsuchungsaktion gingen monatelange verdeckte Ermittlungen voraus. Dann erhärtete sich der Verdacht, dass in den Asylbewerberunterkünften Rauschgift gehandelt und auch an Minderjährige verkauft worden ist. Neben den Ermittlungsverfahren gegen die Verdächtigen werden auch sichergestellte Mobiltelefone ausgewertet, um dadurch eventuell an die Hintermänner heranzukommen.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war der Fall eines Senegalesen, der wegen Drogenhandels vom Landgericht Kempten zu drei Jahren Haft verurteilt worden war. Er hatte in einer Vielzahl von Fällen Drogen an Minderjährige verkauft.

  • BR-Korrespondent Christoph Scheule | Bild: BR Christoph Scheule

    Korrespondent des Bayerischen Rundfunks für den Raum Bodensee und das Allgäu.

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  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten aus Schwaben Montag bis Freitag von 6.00 bis 18.00 Uhr, alle 30 Minuten, Bayern 1

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