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Flugzeugabsturz in Kolumbien Fünf Überlebende und 76 Tote

Beim Absturz eines Flugzeugs mit der brasilianischen Fußballmannschaft Chapecoense an Bord sind in Kolumbien 76 Menschen getötet worden. Fünf Insassen haben laut Polizeiangaben überlebt.

Stand: 06.12.2016

Ein Charterflugzeug mit 81 Menschen an Bord ist in Kolumbien abgestürzt. Fünf Personen überlebten nach Polizeiangaben den Absturz nahe dem internationalen Flughafen von Medellín, die anderen Passagiere kamen ums Leben. An Bord der Maschine befanden sich auch Mitglieder des brasilianischen Erstliga-Fußballclubs Chapecoense.

Zunächst war von sechs Überlebenden die Rede gewesen. Einer der Verletzten sei jedoch beim Transport ins Krankenhaus gestorben, so der Polizeichef von Valle de Aburrá, José Gerardo Acevedo.

Notruf abgesetzt

Auf Fernsehbildern waren drei männliche Passagiere zu sehen, die offenbar lebend in ein Krankenhaus eingeliefert wurden. Bei einem von ihnen soll es sich um den Verteidiger des Fußballteams, Alan Ruschel, handeln. Das Flugzeug war am späten Montagabend (Ortszeit) auf dem Weg nach Medellín, der zweitgrößten Stadt Kolumbiens. Dort sollte das Team am Mittwoch im Finale der Copa Sudamericana gegen Atlético Nacional antreten.

Die Luftfahrtbehörden erklärten, die Maschine - ein Kurzstreckenflugzeug vom Typ British Aerospace 146 der bolivianischen Charterfluggesellschaft Lamia - habe gegen 22.00 Uhr wegen eines elektronischen Fehlers einen Notfall gemeldet. Der Bürgermeister von Medellín, Federico Gutiérrez, sprach in einem Radiointerview von einer Tragödie riesigen Ausmaßes. Rettungskräfte wurden an die schwer zugängliche Unglücksstelle entsandt. Ein Hubschrauber der Luftwaffe musste allerdings wegen schlechter Sicht kehrtmachen.

81 Menschen an Bord

Nach Behördenangaben stürzte die Maschine auf dem Weg zum Flughafen von Medellín ab. Zuvor hatte sie einen Zwischenstopp in Bolivien eingelegt. An Bord befanden sich den Angaben zufolge 72 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder. Die Gegend rund um die Stadt ist bergig, zudem hatte es dort in den vergangenen Tagen heftig geregnet. Der südamerikanische Fußballverband erklärte, sein Präsident Luis Dominguez sei auf dem Weg nach Medellín. Alle Fußballaktivitäten seien bis auf weiteres ausgesetzt.


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