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Als Arbeiterkind an die Uni Wie Lukas Weg weiter geht – ein Update!

Vom Gymnasium in München als Arbeiterkind unter Akademikerkindern, vom Stufensprecher mit deutsch-französischem Abi in der Tasche an die Uni Regensburg. Die Campus Magazin-Extra Reportage begleitet Lukas auf seinem Weg: Wie meistert er sein Studium und welche Erfahrungen macht er dabei?

Von: Martin Hardung

Stand: 23.05.2017

Lukas im Studium | Bild: Privat

Im Zuge seines ersten Semesters im Studiengang „Französische Studien“ an der Universität Regensburg ist Lukas mittlerweile voll angekommen: in der Uni, im Wohnheim und in der Stadt. Er hat inzwischen jede Menge neue Leute kennengelernt, einen Job in der Gastronomie gefunden und unternimmt viel mit anderen in seiner Freizeit. In seiner kleinen Erstsemestergruppe haben aber schon einige ihr Studium aufgegeben bzw. das Fach gewechselt.

Mit einigen Kommilitonen, denen er zum Beispiel bei Veranstaltungen der Gruppe Junges Europa oder beim Interkulturellen Netzwerk Regensburg begegnet ist, trifft er sich öfter. Dadurch haben sich für Lukas auch Kontakte zu Kommilitonen höherer Semester ergeben. Das Studium ist für ihn zeitaufwendiger als gedacht und im Winter, während einer Phase von Klausuren, wenig Freizeit und trübem Wetter, hatte ihn schon auch mal ein Stimmungstieftief erwischt. Doch das, findet er, gehört dazu und geht dann auch schnell wieder vorbei, wenn die Klausuren geschrieben sind.

Die „Heimfahrten“ nach München sind jetzt im zweiten Semester und mit Intensivierung des Studiums deutlich weniger geworden, seine Eltern haben sich damit arrangiert. Im Verhältnis zu Eltern und Schwester hat sich für ihn nichts geändert: „Man sieht sich halt weniger aber wenn, dann passt es wie zuvor“. Doch wenn Lukas zuhause ist, wird sonntags immer noch gemeinsam gefrühstückt wie früher.

"Jetzt kann ich sagen, in Regensburg passt einfach alles: die Leute, der Studiengang und der interkulturelle Austausch mit den Kommilitonen aus Frankreich, mit denen ich studieren werde. Jetzt wird alles konkret, was ich mir erhofft hatte. Ich hab schon die ersten Kontakte nach Frankreich, nach Nizza."

Lukas

Vor kurzem waren Studierende der Partneruniversität in Nizza zu Besuch an der Uni Regensburg. Einer von ihnen übernachtete bei Lukas im Wohnheim, eine ideale Gelegenheit für interkulturellen Austausch und aus Lukas´ Sicht ein Highlight des Semesters. So hat er jetzt auch erste Kontakte zu französischen Kommilitonen geknüpft, die er während seines Auslandsstudiums im Wintersemester 2017/18 dort intensivieren kann.

Für Lukas ist jetzt im zweiten Semester seines Studiums klar: Die Entscheidung für sein Studienfach „Französische Studien“ war richtig. Beruflich kann er sich inzwischen vorstellen, dass nicht nur größere Unternehmen für ihn interessant sein könnten, sondern zum Beispiel auch kleinere politische Institutionen, auf jeden Fall will er nach dem Studium einen Job „mit unmittelbarem Kontakt zu Menschen“.

Wir werden Lukas auf seinem Weg auch weiterhin begleiten und immer mal wieder ein Update an dieser Stelle bringen.

 


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