BR Fernsehen - Polizeiruf 110


1

Polizeiruf 110 Der scharlachrote Engel

Die Kommissare Jo Obermaier und Jügen Tauber werden von einer Jurastudentin gerufen, die nachts ihre erotischen Abenteuer als Striptease-Tänzerin in Webcam-Auftritten auslebt. Sie hat sich selbst angezeigt, nachdem sie auf einen jungen Mann geschossen hatte.

Stand: 01.02.2010 | Archiv

Der scharlachrote Engel ist eine junge Frau, die vor einer Webcam ihre erotischen Bedürfnisse auslebt. Die Anonymität entspricht ihrem äußerst komplizierten und introvertierten Charakter.

Info:

Originaltitel: Polizeiruf 110 - Der scharlachrote Engel (D, 2004)
Regie: Dominik Graf
Darsteller: Michaela May, Edgar Selge, Nina Kunzendorf, Martin Feifel
Buch: Günter Schütter
Drehorte: München und Umgebung
Länge: 89 Minuten
16:9, Dolby Surround, Videotext

Doch ihre Umwelt hat sie dadurch weit weniger unter Kontrolle als vermutet, wie die beiden Münchner Kommissare bald feststellen. Einer der Männer, für die Flo auf Anweisung strippt, durchbricht die Anonymitätsgrenze und bedrängt sie mit seinem erotischen Begehren. Massiv von ihm bedroht schießt sie auf ihn. Danach ruft sie die Polizei und bezichtigt sich selbst, einen gewissen Will Gérard tödlich verletzt zu haben. Als Jürgen Tauber und seine Kollegin Jo Obermaier die Wohnung der Anruferin durchsuchen, gibt es zwar eine Blutspur, aber diese verliert sich im Nichts. Eine Leiche können sie dagegen nicht finden.

Marie Böhm (U. Gottwald) und der Vater ihres Kindes, Will Gérard (M. Feifel).

Während Tauber sein wachsames Auge auch auf die Schönheit von Flo richtet, entgeht dem kriminalistischen Blick von Jo Obermaier die Webcam über Flos PC nicht. Hat die Blutspur etwas mit der geheimnisvollen Filmkamera zu tun?

Als der für tot gehaltene Gérard plötzlich wieder auftaucht, sorgt er in einer Gerichtsverhandlung für eine unerwartete Wende des Falles. Staatsanwältin und Richterin sind ratlos. Und das Urteil zieht für Jürgen Tauber und Jo Obermaier eklatante Folgen nach sich.

Klicken Sie sich durch

Nina Kunzendorf

Nina Kunzendorf spielt Floriane Engelhard

Nina Kunzendorf gehört seit 2001 zum Ensemble der Münchner Kammerspiele. In "Verlorenes Land" gab ihr Regisseur Jo Baier die erste große Fernsehrolle. Im Historien-Film "Stauffenberg" spielte sie Stauffenbergs Ehefrau. Ebenfalls 2004 umgarnte Nina Kunzendorf "Schimanski" in der Folge "Das Geheimnis des Golem" und spielte in Dominik Grafs BR-POLIZEIRUF 110: "Der scharlachrote Engel" die Titelrolle. 2006 erhielt sie dafür den Adolf Grimme Preis mit Gold. Weitere Filme waren u.a. "Marias letzte Reise" (2004), "Guten Morgen Herr Grothe" (2006), "Angsthasen" (2006), "Entführt" (2008) und "In aller Stille" (2009). Seit 2010 ermittelt Nina Kunzendorf im ARD-"Tatort" zusammen mit Joachim Król in Frankfurt.

Martin Feifel

Martin Feifel ist Will Gérard

Sein Kinodebüt hatte Martin Feifel 1994 in dem Historiendrama "Maries Lied: Ich war, ich weiß nicht wo". Dominik Graf besetzte ihn 1996 in "Doktor Knock". Nach der Rolle als sympathisch-chaotischer Gitarrist in "Liebe und Verhängnis" (1997) folgte 1998 die Rolle des Dichters Hölderlin in dem Kinofilm "Feuerreiter". 1998 entstand auch Margarethe von Trottas Komödie "Mit fünfzig küssen Männer anders". Danach sah man Feifel u.a. in "Sass - Die Meisterdiebe" (2000), "Was tun, wenn's brennt?" (2001) und "Rosenstraße" (2003). 2004 spielte er in "München 7" den dubiosen Lutz Bärwald. Vor der Kamera stand Feifel u.a. auch für "Schiller" (2004), "Die Frau des Heimkehrers" (2005), "Kommissar Süden und der Luftgitarrist" (2007) und "Genug ist nicht genug" (2009).

Claudia Messner

Claudia Messner spielt Rechtsanwältin von Martens

Mitte der 80er Jahre startete Claudia Messners Fernsehkarriere. So sah man sie u.a. in Axel Cortis Drama "Welcome in Vienna" (1985). 1990 gehörte Claudia Messner zum Cast von Yves Boissets Kriminalfilm "Dark Line". Ihr Spiel scheint wie geschaffen fürs Intrigenspiel. Krimis und psychologisch untermauerte TV-Spiele dominieren Messners Filmografie: So der Kino-TATORT "Zabou" (1987) mit Götz George als Schimanski, "Das andere Leben" (1987), der BR-TATORT "Kainsmale" (1992), "Tödliches Schweigen" (1996), "Blind Date - Flirt mit Folgen" (1997), "Ein Dorf sucht seinen Mörder" (2001), "Angsthasen" (2007) und "Lautlose Schreie" (2009). Claudia Messner erhielt u.a. 1989 den Bayerischen Filmpreis und 1992 den Adolf Grimme Preis.

Auszeichnungen

"Der scharlachrote Engel" wurde mit dem Deutschen Fernsehpreis 2005 in der Kategorie "Beste Krimi-Reihe" ausgezeichnet. Der Grimme-Preis mit Gold ging 2006 an Günter Schütter für das Drehbuch, an Dominik Graf für die Regie sowie an die Schauspieler Michaela May, Edgar Selge und Nina Kunzendorf.


1