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Extremwetter durch Klimawandel Mehr Hitzewellen, Dürren, Starkregen und Orkane

Wissenschaftler taten sich lange schwer, extreme Wetterphänomene in einen direkten Zusammenhang mit dem Klimawandel zu bringen. Verfeinerte Klimamodelle und schnellere Computer machen das aber immer öfter möglich.

Stand: 30.07.2019

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet für die Zukunft mit mehr Stürmen, extremen Regenfällen und Hitzewellen aufgrund der Klimaerwärmung. Zwar sei es schwierig, eine Zunahme solcher Extremwetter-Ereignisse statistisch nachzuweisen, so der DWD-Experte Thomas Deutschländer. Es scheine aber dennoch "sinnvoll, sich schon heute auf eine Zukunft mit mehr Wetter- und Klimaextremen auch in Deutschland einzustellen".

Die beobachtete Häufung solcher Ereignisse sei "sicherlich ein Indiz" für die Annahme vieler Klimaforscher, dass Extremwetter mit steigenden Temperaturen zunehmen. Der statistische Nachweis sei allerdings schwierig, da die Beobachtungszeiträume zu kurz, die natürliche Klima-Variabilität hoch und die flächendeckende Erfassung kleinräumiger Ereignisse schwierig sei.

Starkregen und steigende Temperaturen

Was Extremwetter anrichten kann, zeigt sich in Teilen Deutschlands immer mal wieder: Ausnahmezustand wegen sintflutartiger Regenfälle. Aufgrund von extremem Dauerregen und daraus resultierendem Hochwasser müssen mitunter ganze Wohngebiete evakuiert werden. Angesichts dessen sieht der Kieler Klimaforscher und Meteorologe Mojib Latif den Klimawandel als eine Ursache für diese Wettextreme.

Latif betont, dass seit 1881 die durchschnittliche Temperatur in Deutschland um 1,4 Grad angestiegen sei. Bei einer Erwärmung von einem Grad könne die Luft sieben Prozent mehr Wasser aufnehmen. Speziell Osteuropa, der Osten Deutschlands und Teile Bayerns gerieten zudem immer stärker unter Mittelmeereinfluss. Dabei sauge sich ein Tief über dem Mittelmeer wie ein Schwamm voll Wasser, ziehe östlich an den Alpen vorbei und regne sich in Mittel- und Osteuropa ab.

Weltweite Wetterextreme

2020 zweitwärmstes Jahr der Welt

Das Jahr 2020 war laut der Weltorganisation für Meteorologie (World Meteorological Organization, WMO) das zweitwärmste Jahr überhaupt - ganz knapp nach 2016. Die globale Durchschnittstemperatur betrug mit 14,9 Grad Celsius 1,2 Grad Celsius mehr gegenüber dem vorindustriellen Niveau (1850 bis 1900). Damit setzt auch das Jahr 2020 einen Trend fort: Das Jahrzehnt von 2011 bis 2020 ist das heißeste überhaupt gewesen. Seit den 1980er-Jahren war jedes Jahrzehnt wärmer als das vorherige. Die sechs wärmsten Jahre fanden alle seit 2015 statt - 2016, 2019 und 2020 waren die wärmsten.

"Die Bestätigung der WMO, dass 2020 eines der wärmsten Jahre überhaupt war, ist eine weitere deutliche Erinnerung an das unerbittliche Tempo des Klimawandels, der Leben und Lebensgrundlagen auf unserem Planeten zerstört. Heute sind wir bei 1,2 Grad Celsius Erwärmung und erleben bereits beispiellose Wetterextreme in jeder Region und auf jedem Kontinent. Wir stehen vor einem katastrophalen Temperaturanstieg von 3 bis 5 Grad Celsius in diesem Jahrhundert. Frieden mit der Natur zu schließen, ist die bestimmende Aufgabe des 21. Jahrhunderts. Es muss für alle überall oberste Priorität haben." UN-Generalsekretär António Guterres

Außergewöhnliche Temperaturen - trotz La Niña

"Die außergewöhnliche Hitze des Jahres 2020 trat trotz La Niña auf, dabei wirkt das Phänomen vorübergehend kühlend", sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. "Es ist bemerkenswert, dass die Temperaturen im Jahr 2020 praktisch auf dem Niveau von 2016 lagen, als wir eines der stärksten Erwärmungsereignisse - El Niño - verzeichneten."

Zusammenfassung der Wetter-Anomalien 2020

"2020 war leider ein weiteres außergewöhnliches Jahr für unser Klima. Wir haben neue extreme Temperaturen an Land, im Meer und besonders in der Arktis gesehen. Waldbrände vernichteten weite Gebiete in Australien, Sibirien, an der Westküste der USA und in Südamerika, die Rauchwolken umrundeten die ganze Erde. Wir haben eine Rekordzahl an Hurrikanen im Atlantik gesehen, einschließlich beispielloser Hurrikane der Kategorie 4 in Mittelamerika im November. Überschwemmungen in Teilen Afrikas und Südostasiens führten zu massiven Umsiedlungen der Bevölkerung und gefährdeten die Ernährungssicherheit von Millionen Menschen." So fasste WMO-Generalsekretär Petteri Taalas das Jahr 2020 zusammen.

Beispiele von weltweiten Extremereignissen 2020 - I

Die Zusammenfassung der WMO, die die Daten von Januar bis Oktober 2020 berücksichtigt, nennt viele Beispiele für Wetterextreme, darunter:

  • Die erstaunlichste Erwärmung wurde in Nordasien beobachtet, insbesondere in der sibirischen Arktis. Dort lagen die Temperaturen 2020 rund 5 Grad Celsius über dem Durchschnitt.
  • In einem Ort in Sibirien wurden am 20. Juni 2020 38 Grad Celsius erreicht, die bislang höchste bekannte Temperatur nördlich des Polarkreises.
  • Seit Mitte der 1980er-Jahre hat sich die Arktis mindestens doppelt so schnell erwärmt wie der weltweite Durchschnitt. Dies verstärkt den langen Abwärtstrend der Meereis-Ausdehnung in der Arktis.
  • Das arktische Meereis hatte im Juli und Oktober 2020 die geringste Ausdehnung seit Beginn der Messungen.
  • Grönland verlor 2020 rund 152 Gigatonnen Eis.
  • Seit Anfang 1993 steigt der Meeresspiegel weltweit um rund drei Millimeter pro Jahr.
  • Die Versauerung der Ozeane nimmt weiter zu, der durchschnittliche pH-Wert sinkt kontinuierlich.
  • Ein Großteil der Meere erlebte im Jahr 2020 mindestens eine starke Erwärmung.

Beispiele von weltweiten Extremereignissen 2020 - II

  • Millionen Menschen waren 2020 von Überschwemmungen betroffen, zum Beispiel in Ostafrika und in der Sahelzone, in Südasien, China und Vietnam. Allein in Afrika forderten die Überflutungen Hunderte von Todesopfern.
  • Indien erlebte eine der zwei feuchtesten Monsun-Zeiten seit 1994.
  • Der August 2020 war der feuchteste Monat überhaupt in Pakistan.
  • Schwere Dürren traten 2020 in Südamerika auf. Am stärksten betroffen waren Argentinien, Paraguay und Brasilien. Allein in Brasilien lagen die geschätzten Verluste in der Landwirtschaft bei drei Milliarden US-Dollar.
  • In den USA ereigneten sich im Spätsommer und Herbst die größten jemals verzeichneten Waldbrände.
  • Im kalifornischen Death Valley wurden am 16. August 2020 54,4 Grad Celsius erreicht. Die höchste bekannte Temperatur der letzten 80 Jahre.
  • Hitzewellen traten unter anderem auch in der Karibik, in Australien und in Europa auf. In Jerusalem wurde eine Rekordtemperatur von 42,7 Grad, in Kuwait von 52,1 Grad erreicht.

Beispiele von weltweiten Extremereignissen 2020 - III

  • Die Anzahl der Wirbelstürme war 2020 weltweit hoch. Besonders in der Nordatlantikregion traten mit 30 Wirbelstürmen mehr als doppelt so viele wie im langjährigen Durchschnitt (1981-2010) auf.
  • Im November, wenn die Hurrikan-Saison normalerweise schon nachlässt, trafen noch einmal zwei Stürme der Kategorie 4 Zentralamerika, was zu verheerenden Überschwemmungen führte.
  • Der Zyklon Amphan, der im Mai 2020 im Nordindischen Ozean auftrat und die Küstengebiete in Indien und Bangladesch traf, war der teuerste je gemeldete tropische Wirbelsturm: Die wirtschaftlichen Verluste beliefen sich auf rund 14 Milliarden US-Dollar.
  • In Europa war 2020 das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Durchschnittlich war es 1,6 Grad Celsius wärmer als im Referenzzeitraum 1981 bis 2010 und 0,4 Grad Celsius wärmer als im bisherigen Rekordjahr 2019.
  • In Deutschland war das Jahr 2020 das zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen.

2016 wärmstes Jahr der Welt

Das Jahr 2016 hält laut WMO bislang den globalen Temperaturrekord. In diesem Jahr lag die weltweite Durchschnittstemperatur wie im Jahr 2020 um 1,2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau. Der Unterschied zwischen 2020 und 2016 sei "marginal" und unter Berücksichtigung der Fehlermarge seien die Jahre 2016, 2019 und 2020 praktisch nicht zu unterscheiden, teilte die WMO mit.

Sturzregen und Schlammlawinen

Vorsorge

Wie Experten des Deutschen Klima-Konsortiums erklärten, sind die Überschwemmungen des Frühsommers 2016 in Deutschland Vorboten für ähnliche Wetterkapriolen in den kommenden Jahren. Projektionen von Klimamodellen ließen "eine Zunahme solcher Starkregen auslösenden Wetterlagen für die Zukunft vermuten", so Paul Becker, ehemaliger Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Die Anpassung an den Klimawandel werde immer wichtiger. Dazu gehörten:
- noch bessere Wettervorhersagen
- mehr Eigenvorsorge der Bürger
- eine neue Kultur im Umgang mit Naturgefahren
- eine bessere Warnung der Bevölkerung
- hochaufgelöste Risikokarten für extreme Niederschläge
- staatliche Investitionen in die Vorsorge

Schon bei der Stadtplanung müssten die Folgen des Klimawandels berücksichtigt werden. Etwa durch Abflussmöglichkeiten von Hochwassern, begrünte Dächer oder öffentliche Plätze, die kurzfristig geflutet werden könnten.

Unwetter

Hochwasser in Niederbayern, außergewöhnlich heftige Unwetter in Mittelfranken. In der Unwetterregion sind nach DWD-Angaben im Mai/Juni 2016 innerhalb von weniger als sechs Stunden örtlich mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Das ist überdurchschnittlich viel, aber kein Spitzenwert. Der stammt vom 13. August 2002 beim Elbehochwasser. Damals fielen in Zinnwald im Erzgebirge innerhalb von 24 Stunden 312 Liter Regen pro Quadratmeter.

Sturzregen

Solchen Starkregen werde es in Zukunft häufiger geben, und die Heftigkeit werde noch zunehmen, so Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst (DWD). "Die Tendenz zu noch stärkeren Unwettern ist in den Klimamodellen erkennbar", erklärt der Meteorologe. Mengen von mehr als 150 Litern pro Quadratmeter innerhalb von sechs Stunden werden nach Überzeugung von Friedrich künftig alle zehn bis zwanzig Jahre vorkommen.

Risikomonat

Gerade der Mai bietet nach Angaben der Meteorologen hohes Unwetterpotenzial. Wegen der starken Sonneneinstrahlung habe sich der Kontinent bereits erwärmt, die feuchte Luft über dem Meer sei aber noch recht kalt. Die Temperaturgegensätze und die Luftfeuchtigkeit lassen Tiefdruckgebiete über Mitteleuropa entstehen.

Regionen

Im Prinzip kann es laut Friedrich überall in Deutschland zu extremen Unwettern, Sturzregen und Überschwemmungen kommen. Allerdings könne der Starkregen in bergigen Gegenden besonders heftig ausfallen. Deshalb sind das Erzgebirge, der Alpenrand oder der Schwarzwald besonders betroffen. Das liegt daran, dass sich dort Regen- und Gewitterwolken besonders stauen, der Niederschlag fällt dann, so der Meteorologe, noch intensiver aus als anderswo.

Folgen

In hügeligem Gelände drohten Schlammlawinen und Erdrutsche, im Flachland Überschwemmungen, wenn Hunderte Liter Wasser in wenigen Stunden herunterprasseln, so Friedrich. Hagel könne in Städten und Dörfern die Kanalisation verstopfen und so die Überschwemmungsgefahr steigern.

Vorhersage

"Das Unwetterpotenzial ist Tage vorher zu erkennen", erklärt Friedrich. Aber: Wo genau mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, könne oft nur Minuten vorher gesagt werden. Feuerwehr und Katastrophenschutz seien direkt mit dem DWD vernetzt und erhielten über eigene, ausfallsichere Systeme ständig Informationen und könnten Warn-Meteorologen auf Hotlines erreichen. Wenn eine extreme Unwetterlage erkennbar sei, richte der DWD Extraschichten ein.

Klimawandel?

Solch eine mehrtägige Gewitterlage mit Dauerregen in einer bestimmten Gegend ist ein Einzelereignis. Um Aussagen über den Klimawandel zu treffen, müssen Studien über wesentlich längere Zeiträume wie zehn oder dreißig Jahre laufen. Doch es gibt laut DWD Studien, die besagen, dass die Großwetterlage "Tief Mitteleuropa", mit der wir es derzeit (Ende Mai/Anfang Juni 2016) zu tun haben, als Folge des Klimawandels 15 bis 20 Prozent häufiger als bisher auftreten soll – damit könnte auch Starkregen häufiger werden. Der DWD sieht in der derzeitigen Großwetterlage ein Indiz für einen Klimawandel. Sie ist aber noch kein Beweis dafür.

Was ist Extremwetter?

Extremwetter ist kein meteorologischer Begriff. Das Phänomen beschreibt vielmehr ein außerordentliches Wetterereignis – sintflutartiger Regenfall, ein schweres Gewitter, Dürre, Sturm, ein Tornado, extremer Schneefall, Glätte, eine orkanartige Windböe – das statistisch selten in seiner Wiederkehr, Größe und/oder Dauer ist. Um solch ein Extremereignis zu erkennen, benötigt man valide Vergleichs- und Beobachtungsdaten und muss einen Vergleichszeitraum angeben. Diese klimatologische Normalperiode muss immer auf einen klar definierten geografischen Raum bezogen sein.

Extremwetter – natürlich oder menschengemacht?

Extremwetter: Sintflutartige Regenfälle gingen 2014 in Teilen Frankreichs nieder.

33 Forscherteams aus der ganzen Welt haben fast dreißig verschiedene extreme Wetterphänomene im Jahr 2014 untersucht: unter anderem die verheerende Waldbrandsaison in Kalifornien, einen tropischen Zyklon auf Hawaii, die Hitzerekorde in Europa, die Hitzewelle in Argentinien, die Dürre in Ostafrika, sintflutartiger Starkregen in Frankreich, Großbritannien sowie Asien und extreme Schneestürme in den USA und im Himalaya. Ihre Frage: Waren die extremen Wetterereignisse 2014 tatsächlich auf den Klimawandel und die menschengemachte Erderwärmung zurückzuführen oder waren sie die Folge natürlicher Schwankungen im Klimasystem? Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im "Bulletin of the American Meteorological Society".

"Wir können demonstrieren, dass einzelne Ereignisse, wie Temperaturextreme, oft mit den von uns zusätzlich in die Atmosphäre gepumpten Treibhausgasen verknüpft sind. Andere Extreme, darunter Regenfälle, sind weniger eindeutig auf den Klimawandel und menschliche Einflüsse zurückzuführen."

Thomas Karl von der US National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA)   

Konkret zeigten die Analysen, dass die Hitzerekorde in Europa, Argentinien, China und Korea sowie die Dürre in Ostafrika 2014 mit hoher Wahrscheinlichkeit durch den Klimawandel bedingt waren. Weniger eindeutig sei die Lage bei den Winterstürmen und starken Regenfällen im Winter 2013/14 in Großbritannien. Hier ließe sich der Klimawandel als entscheidender Faktor nicht belegen. Auch die kalten Winterstürme an der Ostküste der USA wurden natürlicher Variabilität zugeschrieben. Nach Ansicht der Autoren lieferten die Daten aber insgesamt einen Beweis dafür, dass der Klimawandel durchaus Einfluss auf die Häufigkeit und Spannbreite von Wetterextremen nimmt.

"Wenn Sie in der bodennahen Atmosphäre mehr Energie haben, weil die Treibhausgas-Konzentrationen gestiegen sind und einen höheren Wärmegehalt in den unteren Atmosphärenschichten bedingen, dann sollten Sie alleine vom Standpunkt der physikalischen Plausibilität davon ausgehen, dass es in Zukunft mehr extreme Ereignisse gibt."

Prof. Heiko Paeth, Institut für Geographie und Geologie, Lehrstuhl für Physische Geographie, Julius-Maximilian-Universität Würzburg

Die Wettermaschine: Sonne, Wolken, Hochs, Tiefs, Jetstreams ...

Wetter ist ein chaotisches und sehr komplexes System. Verändert sich ein Parameter, wie die durchschnittliche Temperatur, so hat das gravierende Folgen.

Ein Beispiel ist der Zusammenhang zwischen schmelzendem arktischen Eis und Hitzewellen in Europa, wie eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung 2015 ergab. Besonders betroffen von der Klimaerwärmung ist die Arktis. Dort schrumpft wegen der weltweiten Erwärmung derzeit das arktische Meereis wesentlich schneller als durchschnittlich.  Die eisfreie dunkle Meeresoberfläche strahlt aber weniger Sonnenlicht ins All zurück als es das weiße Eis tun würde. Die Folge: Wasser und Luft erwärmen sich. Dadurch verringert sich der Temperatur-Unterschied zwischen der kalten Polarregion und dem wärmeren Rest der Nordhalbkugel. Der Temperatur-Unterschied treibt wiederum Luftströme in mehreren Kilometern Höhe an, die Jetstreams.

"Die Hitze-Extreme nehmen nicht einfach nur deshalb zu, weil wir den Planeten erwärmen, sondern weil der Klimawandel zusätzlich Luftströme stört, die wichtig sind für die Entstehung unseres Wetters. Die verringerten täglichen Schwankungen, die wir beobachten, führen zu länger anhaltenden Wetterlagen. Und diese lassen Extreme entstehen, die sich über Wochen erstrecken."

Dim Coumou, Potsdam Institut für Klimafolgenforschung

Extremwetter und Temperaturrekorde in Bayern

  • Wetter extrem - Der polare Jetstream im Klimawandel. nano, 10.12.2019 um 10:45 Uhr, ARD-alpha
  • Hitze und Dürre – So wird sich Deutschland verändern: Planet Wissen, 28.11.2019, 13:30 und 22:15 Uhr, ARD-alpha
  • Öfter und häufigeres Extremwetter durch den Klimawandel. IQ - Wissenschaft und Forschung, 26.07. um 18:05 Uhr, Bayern 2
  • Extremwetter in Europa - Wie gut sind wir vorbereitet? 02.07.2019, 21:00 Uhr, ARD-alpha
  • Unwetter – spielt das Wetter immer öfter verrückt? 02.07.2019, 21:45 Uhr, ARD-alpha
  • 2017 als drittwärmstes Jahr: IQ - Wissenschaft und Forschung, Bayern 2, 15.12.2017, 18.05 Uhr
  • Mitten im Klimawandel: Extremwetter in den USA und Asien, IQ – Wissenschaft und Forschung, Bayern 2, 08.09.2017, 18.05 Uhr
  • Blitz, Sturm und Donner – wenn das Wetter verrücktspielt. W wie Wissen, ARD-alpha, 16.08.2017, 19.30 Uhr.
  • Unwetter - Spielt das Wetter immer öfter verrückt? Faszination Wissen, BR Fernsehen, 25.04.2017. 22.00 Uhr.
  • Unwetterwarnungen - Bringen genaue Vorhersagen mehr Sicherheit? IQ – Wissenschaft und Forschung, Bayern 2, 15.07.2016, 18.05 Uhr
  • Hitze, Hagel, Hochwasser – Städte rüsten sich für Extremwetter, radioWissen, Bayern 2, 24.06.2016, um 9.05 Uhr und am 14.07.2016, um 15.05 Uhr.
  • Extremwetter: Hochwasser und Hitzewellen – Warum extreme Wetterereignisse zunehmen, IQ-Wissenschaft und Forschung, 25.09.2013, 18.05 Uhr.

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Karl - Heinz Thurow, Donnerstag, 12.Dezember 2019, 00:11 Uhr

20. Klimakrise

Es ist bereits fünf nach zwölf. Wir brauchen dringend den Ausbau erneuerbaren Energien. Der Abstand der Windkarftwerke von Wohngebäuden muss verringert werden.
10 x die Höhe eines Windkraftwerkwes wie in Bayern ist nicht akzeptabel. Aber man muss auch die Bürger in den betreffenden Gegenden finanziell beteiligen!

Lütt Mattn, Samstag, 03.August 2019, 00:19 Uhr

19. Panikmache

Leute, regt euch ein bisschen ab. Ja es ist wärmer geworden und ja den anthropogenen Einfluss kann man nicht leugnen. Aber aus jedem Gewitter ein Extremereignis zu machen ist dumm. Als ich Kind war, hat es ebenso geregnet. Als meine Mutter Kind war hat eine Windhose schon die Veranda Ihres Elternhauses abgedeckt. Heute erhebt man Windhosen zu Tornados. Macht mal nen Punkt. Berlin, Flensburg und andere Städte saufen nicht anbweil es stärker, länger oder intensiver regnet, sondern weil wir jede noch so kleine Fläche versiegeln. Das Wasser kann nicht weg, da liegt das Problem.

Siegfried Marquardt, Mittwoch, 08.August 2018, 14:01 Uhr

18. Orkan von 350 km/h werden dann nicht selten sein!

Hier gilt
?v=?2*??*R= ?2*5*300 m/s?55 m/s ? 200 km/s (2)
(150 km/h + 200 km/h = 350 km/h).
Sturzfluten werden die biblische Sintflut in den Schatten stellen! Und der Meeresspiegel wird aufgrund der Eisschmelze um insgesamt 105 m (Grönland 15 m, Arktis 0,12 m und Antarktis 90 m) ansteigen (und nicht um 10 bis 60 m) und aufgrund der thermischen Ausdehnung der Weltmeere sich um weitere Meter anheben. Bisher hat sich der Meeresspiegel aufgrund der thermischen Ausdehnung seit 1960 um 1,5 m angehoben, denn
H = Vo ?*?t: O =2* 1,33*109*0,21*10-³ km³: 362*108 km² ? 0,28*106 km³: 0,362*109 km²
= 0,0015 km = 1,54 m (3)
(und nicht um 7,5 cm wie kürzlich in der MAZ zu lesen war). Wenn die Eisdecke der Arktis von 3 m Mächtigkeit im Durchschnitt komplett das gesamte Jahr über abgeschmolzen ist, und dies wird nicht allzu lange auf sich warten, dann wird die Hölle auf Erden losgehen, weil die gesamte Strahlungsenergie vom Nordpolarmeer absorbiert wird! (erste Sprungfunktion).

Robert Filler, Donnerstag, 31.Mai 2018, 12:45 Uhr

17. @ Wilhelm Ploeger, #16

Hören Sie doch auf, so einen Stuss zu verbreiten. Der Klimawandel und die Erderwärmung ist ein weltweit gültiger Konsens. Von wem sollte Ihrer Meinung nach denn der Beweis erbracht werden, dass sich das Klima verändert, damit Sie daran glauben? Von PI-News, RT oder Reichsbürgern?

Wilhelm Ploeger, Dienstag, 29.Mai 2018, 16:38 Uhr

16.

Es wär alles so viel glaubwürdiger, wenn hinter der Analyse nicht auch grüne Politik stände, die für ihre teilweise abenteuerlichen Thesen noch den Beweis brauchen. In der Analyse des Wetters der letzten tausend Jahre hat es immer extreme Verhältnisse gegeben. Z.Zt. mögen zusätzliche Komponenten hinzukommen.
Das Wetter in der Vergangenheit und heutehat mehr Gründe als von den Grünen und ihren Claqueeuren behauptet wird.
Aber eines fällt auf: NGO`s sind von den Grünen reichlich gegründet worden, um ihren Thesen Nachdruck zu verleihen. Ausgestattet mit Klagebefugnis und Gemeinnützigkeit wird so die Demokratie unterwandert!!