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Vertiefende Informationen Wichtige Fakten zu "Die ganze Welt direkt erleben"

Was macht ein Korrespondent? Und wie wird man einer? Die wichtigsten Fakten in einem kompakten Überblick.

Stand: 22.03.2017

Ausschnitt aus der Korrikarte | Bild: BR

Was macht ein Korrespondent?

ARD, ZDF und Deutschlandradio haben Korrespondenten rund um den Globus – für Fernsehen und Radio. In Europa sind sie meistens für ein oder zwei Länder zuständig, in Afrika oder Südamerika betreuen wenige Studios den ganzen Kontinent. Korrespondenten liefern Informationen aus erster Hand an ihre Sender und machen Beiträge. Dabei werden sie von einheimischen Mitarbeitern unterstützt, die über gute Kontakte verfügen und ihnen Informationen aus dem oft riesigen Berichtsgebiet zukommen lassen. Korrespondenten produzieren vor allem bei aktuellen Ereignissen Beiträge für die Redaktionen zuhause, sie liefern aber auch Hintergrundberichte, die oft überraschende Einblicke in das Leben in "ihrem" Land gewähren.

Wie wird man Korrespondent?

Viele Korrespondenten haben ein Volontariat bei einem Sender absolviert. Das ist eine mehrjährige Ausbildung, in der sie das journalistische Handwerkszeug erlernen. Danach haben die meisten Korrespondenten Erfahrungen als Beitragsmacher und Redakteure gesammelt. Sie wissen, wie die Redaktionen von aktuellen Sendungen arbeiten und was sie von den Korrespondenten erwarten: Sie müssen das journalistische Knowhow perfekt beherrschen und sich schnell in unterschiedlichste Themen einarbeiten können. Eine Redaktion will vielleicht einen Film über einen neuen Musiktrend aus Buenos Aires, während die andere Redaktion einen Radiobeitrag über die Armutsviertel in Rio de Janeiro braucht. Auch in stressigen Situationen müssen die Journalisten also kühlen Kopf bewahren!

Doch um Korrespondent zu werden, braucht es auch eine gehörige Portion Glück: Viele Journalisten würden gerne im Ausland arbeiten, die Korrespondentenstellen von ARD, ZDF und Deutschlandradio sind begehrt – aber begrenzt.

Wie werden die Korrespondentenbüros besetzt?

Bei den Korrespondentenbüros der ARD gibt es eine Besonderheit: Jede Landesrundfunkanstalt ist für bestimmte Büros zuständig. So schickt der BR den Hörfunk-Korrespondenten nach Buenos Aires, während der Fernsehkorrespondent in London vom NDR kommt.

Wenn ein Journalist als Korrespondent von ARD, ZDF oder Deutschlandradio in ein Land geschickt wird, bleibt er dort in der Regel für mehrere Jahre. So hat er genügend Zeit, Land und Leute kennenzulernen, das Vertrauen von Institutionen, Vereinen und Behörden vor Ort zu gewinnen und Kontakte zu knüpfen.

Nach ein paar Jahren endet die Zeit für die Korrespondenten im jeweiligen Land. Oft ziehen sie weiter in ein neues Land. Andere gehen zurück in ihre Rundfunkanstalten – etwa als Redaktionsleiter oder Moderator: Claus Kleber, der Anchorman des "heute-journal" im ZDF, war Korrespondent in den USA und London, Ingo Zamperoni von den "Tagesthemen" hat zweieinhalb Jahre aus Washington berichtet.

Wie unabhängig können Korrespondenten arbeiten?

Korrespondenten brauchen Kontakte in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft des Landes, um die Situation vor Ort zu verstehen und in ihrer Berichterstattung richtig einschätzen zu können. Gleichzeitig müssen sie aber die nötige Distanz und Objektivität wahren, um nicht zum Sprachrohr bestimmter Interessen zu werden.

Aus den meisten Ländern können Korrespondenten frei berichten. Manchmal kann es aber vorkommen, dass versucht wird, ihre Arbeit zu behindern – etwa, wenn sie nicht im Sinne der Regierung berichten oder allzu kritische Fragen stellen. Dann kann auch schon mal die Beschränkung der Pressefreiheit in dem jeweiligen Land Thema ihres nächsten Beitrags werden …

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