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Mondlandung Ein großer Schritt für die Menschheit

Vor 50 Jahren, am 21. Juli 1969, betraten die Menschen zum ersten Mal den Mond. Die Geschichte der Apollo-11-Mission liest sich wie ein spannender Krimi, denn die Reise ins All war nicht nur ein wichtiger Schritt für die Menschheit, sondern sie hatte zu dieser Zeit auch eine große politische Bedeutung.

Von: Olga-Louise Dommel, Nicole König und Veronika Baum

Stand: 17.07.2019

Archiv: Apollo 11-Astronaut Edwin «Buzz» Aldrin steht neben der US-Flagge auf dem Mond. | Bild: dpa-Bildfunk/Nasa

Der Wettlauf zum Mond

Die Saturn V-Mondrakete mit der Apollo 11-Kapsel hebt in Cape Canaveral ab.

Als im Jahr 1969 die ersten drei Menschen zum Mond aufbrachen, lautete die drängendste Frage nicht, wer von ihnen zuerst den Mond betreten würde. Die wichtigste Frage war, ob es ein Amerikaner oder ein Russe sein würde. Die Reise zum Mond war in dieser Zeit zu einem großen Wettlauf zwischen "Ost" und "West" geworden, zwischen den Sowjets - so nannten sich die Russen damals - und den Amerikanern. 1957 hatten die Russen den ersten Satelliten der Welt gestartet: Sputnik 1. Vier Jahre später, 1961, schickten sie den ersten Menschen ins Weltall: Juri Gagarin kreiste in einer Raumkapsel einmal um die Erde. Er war der erste Mensch, der die Erde vom Weltall aus sah.

Über 400.000 Menschen arbeiteten bei der NASA – der amerikanischen Raumfahrtbehörde – daran, dass ein bemanntes Raumschiff zum Mond fliegen konnte. Am 16. Juli 1969 war es dann soweit: Saturn V, die größte Rakete, die jemals gebaut wurde, wurde gezündet. An ihrer Spitze: die Raumkapsel Apollo 11. An Bord von Apollo 11 waren die Astronauten Neil Armstrong, Edwin Aldrin und Michael Collins. Ihr Ziel: Der Mond – in über 380.000 Kilometer Entfernung. Die Triebwerke der Rakete schienen in einer Feuerwolke zu explodieren, als sie im Kennedy Space Center abhob. Der Lärm war gigantisch. Strahlend weiß schoss die Saturn V in den blauen Himmel über Florida.

Die Astronauten Neil Armstrong, Michael Collins und Edwin"Buzz" Aldrin (von links) vor ihrer Reise zum Mond.

Vier Tage dauerte die Reise zum Mond und ungeheure Mengen an Treibstoff wurden dabei verschlungen. Allein beim Start hatte die Rakete über 700.000 Liter Treibstoff pro Sekunde verbrannt. Die Saturn V flog zum Schwung holen einmal um die Erde, dann feuerte sie das Raumschiff Apollo 11 Richtung Mond. 

Ein kleiner Schritt, aber ...

Der Fußabdruck des US-amerikanischen Astronauten Edwin E. Aldrin auf dem Mond.

Als sich die Apollo 11 der Mondoberfläche auf 112 Kilometer genähert hatte, stiegen Neil Armstrong und Edwin Aldrin in die Mondfähre "Eagle" um. Auf Deutsch bedeutet das "Adler". Ihr Kollege Michael Collins blieb in der Raumkapsel zurück und kreiste um den Mond. Die "Eagle" wurde abgekoppelt und setzte zum Landeanflug an. Dabei verfehlte sie ihr Ziel. Die Eagle flog direkt auf einen steinigen Krater zu. Der hätte die Mondfähre beschädigen und so den Rückflug gefährden können. In der Kommandozentrale auf der Erde herrschte höchste Konzentration. Dann stieg Neil Armstrong auf Handsteuerung um – und kurz darauf meldete er über Funk: "Der Adler ist gelandet." Sanft hatte sie auf dem Mond aufgesetzt. Sechs Stunden später stiegen Armstrong und Aldrin die Leiter der Mondfähre hinab. Kurz vor dem Ausstieg sagte Armstrong den berühmten Satz:

"Es ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein Riesensprung für die Menschheit."

Neil Armstrong am 21. Juli 1969.

Um die Mondlandung am Bildschirm zu verfolgen, blieben viele Menschen in Deutschland die ganze Nacht wach.

Damit hatte am 21. Juli 1969 zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit ein Mensch einen fremden Planeten betreten. Auf der ganzen Welt verfolgten Hunderte Millionen Menschen die Mondlandung im Fernsehen und im Radio. Der Eroberung des Weltalls schien nun nichts mehr im Weg zu stehen.

Auf dem Mond sammelten Armstrong und Aldrin Mondgestein. Sie stellten Messgeräte auf und hissten die amerikanische Flagge. Dann, nach zwei Stunden und 31 Minuten, stiegen die Astronauten wieder in die Mondfähre und der Rückflug zur Erde begann. Und weil auf dem Mond kein Wind weht, sind ihre Fußabdrücke dort bis heute unverändert zu sehen.

Nach ihrer erfolgreichen Mondmission landeten die Astronauten im Pazifik.

Insgesamt haben seitdem zwölf Menschen den Mond betreten - zum letzten Mal am 11. Dezember 1972. Sechs Mal waren die Amerikaner innerhalb von nur drei Jahren mit ihren Apollo-Raumschiffen zum Mond geflogen, doch dann war plötzlich Schluss.


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