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Treuer Begleiter der Erde Der Mond - Wie ist er entstanden?

Der Mond hat die Menschen schon immer fasziniert: Als treuer Begleiter der Erde zieht er über den nächtlichen Himmel und beeinflusst auch unser Leben auf der Erde. War der Mond eigentlich schon immer da? Wie ist er entstanden?

Von: Bernhard Schulz und Veronika Baum

Stand: 17.07.2019

Der rötliche Vollmond ist kurz nach Mondaufgang neben kahlen Ästen eines Baumes zu sehen. In der Nacht vom 16.07.2019 gab es in Deutschland eine partielle Mondfinsternis. | Bild: dpa-Bildfunk | Patrick Pleul

In einer Entfernung von 400.000 Kilometern umkreist der Mond als treuer Begleiter unsere Erde. Er braucht dafür ziemlich genau einen Monat und wendet der Erde immer dasselbe Gesicht, also dieselbe Seite, zu. Noch vor mehr als vier Milliarden Jahren zog die Erde ohne den Mond an der Seite ihre Bahn um die Sonne. Vier Milliarden Jahre, das ist eine vier mit neun Nullen dahinter: 4.000.000.000 Jahre! Zu dieser Zeit war die Erde noch sehr jung. Sie sah damals auch anders aus, als heute. Es gab noch keine Meere, keine Kontinente, keine Pflanzen und keine Tiere. Die Erde war ein runder Gesteinsbrocken, glühend heiß und nur von einer hauchdünnen Schicht erstarrten Gesteins eingehüllt. 

Gewaltiger Planetenunfall

Die Entstehunng des Mondes klingt so fantastisch, dass sie eigentlich kaum zu glauben ist: Wissenschaftler behaupten, dass der Mond aus der Erde heraus entstanden ist. Und zwar bei einem Planetenunfall. Die Forscher glauben, dass ein riesiger Gesteinsbrocken, etwa so groß wie der Planet Mars, die Erdbahn kreuzte. Niemand kann heute sagen, woher diese Steinkugel kam, aber sie streifte unsere Erde wie eine Billardkugel die andere. 

Dieser riesige Steinbrocken schlug ein gewaltiges Loch in die Erdoberfläche und schleuderte dabei massenhaft glühendes Gestein ins Weltall. Diese Menge an glühendem Staub und Gestein schwebte dann um die Erde herum und kühlte langsam ab: Eine Wolke, die von der Schwerkraft der Erde festgehalten wurde. Diese Wolke zog sich zusammen. Die Staubkörnchen und Steine rückten immer näher aneinander. Aus dieser sich immer fester zusammenziehenden Wolke entstand eine feste Kugel, auf der man mit einem Raumschiff landen kann: der Mond!

Von der Entstehung des Mondes gibt es noch viele verschiedene Vorstellungen. Die Idee vom Weltraumunfall ist nur eine davon und sie ist relativ neu, sie entstand Mitte der 1980er Jahre. Das Loch, das bei diesem Unfall auf der Erdoberfläche entstanden sein soll, gibt es heute noch. Allerdings ist es nicht zu sehen, denn heute wird es von einem Meer bedeckt. Dem größten Meer der Erde, dem pazifischen Ozean.


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