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Mond Warum leuchtet der Mond?

"Der Mond ist aufgegangen ..." Besonders bei Vollmond bestaunen wir den leuchtenden Himmelskörper, den wir von der Erde aus gut sehen können. Warum leuchtet der Mond? Warum sehen wir ihn mal als Sichel, mal als Halbmond, manchmal sogar tagsüber und manchmal gar nicht?

Von: Bernhard Schulz und Veronika Baum

Stand: 25.06.2018

Bei Vollmond sitzen Saatkrähen in einem Baum. | Bild: picture-alliance/dpa

Der Mond leuchtet. Aber er leuchtet nicht selbst so wie die Sonne, sondern er wird von der Sonne angestrahlt wie die Erde auch. Was wir sehen, ist der Teil des Mondes, der von der Sonne angestrahlt wird. Die Sonne beleuchtet dabei immer die Hälfte der Mondkugel. Wir sehen jedoch immer einen anderen Ausschnitt: Der Mond steht nämlich nie an der gleichen Stelle, sondern dreht sich um die Erde. Und auch die Erde dreht sich - um sich selbst und um die Sonne. Je nachdem, wo sich der Mond, die Erde und die Sonne gerade befinden, sehen wir am Himmel etwas anderes.

"Der Mond ist aufgegangen ..."

Der Mond umkreist die Erde in rund 28 Tagen ein Mal. Für uns auf der Erde wirkt es aber, als würde der Mond - genauso wie die Sonne - schon innerhalb von einem Tag die Erde umwandern. Dieser Eindruck ist falsch. Er entsteht, weil sich die Erde um sich selbst dreht. Wie die Sonne geht auch der Mond für uns "auf" und "unter".

Die Mondphasen

Am besten sehen wir den Mond, wenn er sich an der Stelle befindet, wo er seine helle Seite der Erde voll zuwendet: Vollmond. Jetzt steht der Mond auf der Nachtseite der Erde. Der Mond wandert weiter, jede Nacht sehen wir jetzt ein Stückchen weniger von ihm. Die Mondsichel wird nun immer kleiner: Der Mond "nimmt ab". Zwei Wochen dauert es, dann ist er ganz verschwunden: Neumond nennt man das. Jetzt fällt gar kein Licht mehr auf die Seite des Mondes, die wir von der Erde aus sehen können. Der Nachthimmel ist stockfinster. Der Mond ist nun auf seiner Bahn gerade auf der Tagseite der Erde. Man kann ihn tagsüber sehen, aber nur schwach, und nur manchmal. Nun dauert es zwei Wochen, in denen der Mond wieder wächst: Die Sichel nimmt zu - bis wir einen Vollmond am Himmel stehen sehen.

Warum sieht man den Mond auch tagsüber?

Bei seiner Reise um die Erde kann man den Mond nicht nur in der Nacht sehen, sondern manchmal auch in den Abend- oder Morgenstunden. Ob wir den Mond sehen oder nicht, liegt also nicht daran, ob es Tag oder Nacht ist. Es ist abhängig von unserem Standort auf der Erde und von der Position des Mondes im Vergleich zur Erde und zur Sonne. Während seiner Bahn um die Erde verbringt der Mond die Hälfte der Zeit auf Seite der Erde, die von der Sonne weggedreht ist, also der "Nachtseite" der Erde. In dieser Zeit sieht man den Mond immer dann, wenn es auch bei uns Nacht ist. Die andere Hälfte der Mondbahn verläuft auf der "Tagseite". Dann sieht man den Mond teilweise auch tagsüber. Im Vergleich zur Sonne ist der Mond, den man tagsüber sieht, sehr blass. Das Licht der Sonne überdeckt ja am Tag auch alle anderen Sterne, die am Himmel sind. Am schönsten sehen wir den Mond, wenn er in der Nacht seine Bahn zieht, und das tut er in der Zeit um Vollmond. 


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