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Regenbogen Ohne Anfang und Ende

Wie und warum ein Regenbogen entsteht, konnten sich die Menschen lange Zeit überhaupt nicht erklären. So sind in allen Kulturen wunderschöne Geschichten darüber erfunden worden. Hier erklären wir, wie und wann ein Regenbogen am Himmel zu sehen ist.

Von: Simone Wichert

Stand: 26.03.2018

Ein Regenbogen spannt sich über grünen Feldern und Windkraftanlagen vor grauen Regenwolken | Bild: picture-alliance/dpa/Christian Charisius

Einer chinesischen Sage nach ist der Regenbogen ein Riss im Himmel, der von einer Göttin mit farbigen Steinen versiegelt wurde. Einer irischen Sage nach kann man am Ende eines Regenbogens einen Topf mit Gold finden. Wenn man danach suchen will, muss man aber zunächst wissen, wie man zum Ende des Regenbogens kommt. Und dafür muss man wissen, wie so ein Regenbogen überhaupt entsteht.

Woher kommt der Regenbogen?

Die Sonne muss scheinen – das sehen wir als weißes Licht. Dieses weiße Licht erscheint uns aber nur weiß. In Wirklichkeit sind darin alle Farben enthalten – rot, orange, gelb, grün, blau, violett – und die breiten sich gleichmäßig zusammen in alle Richtungen aus.

Rosa Regenbogen?

Manche Farben könnt ihr nicht in einem Regenbogen sehen, zum Beispiel rosa. Das liegt daran, dass es keine Grundfarben sind, sondern Farbmischungen (rosa = rot+weiß). Das weiße Licht der Sonne enthält nur die Grundfarben.

Wenn das weiße Sonnenlicht auf Regentropfen trifft, können sich die Sonnenlichtfarben nicht mehr zusammen ausbreiten. Jede ändert dann mitten im Tropfen ein wenig ihre Richtung und dadurch sieht man auf einmal alle Farben einzeln – in dieser Reihenfolge: rot, orange, gelb, grün, blau, violett. Wissenschaftler sagen dazu: "Das Licht wird gebrochen."

Das passiert übrigens nicht nur bei Regentropfen, sondern auch bei Wasserfällen, Springbrunnen und es geht sogar mit dem Gartenschlauch.

Mit der Sonne im Rücken auf die Regenfront schauen - dann sieht mn dort oftmals auch einen Regenbogen.

Wie ihr einen Regenbogen seht, hängt davon ab, wo ihr steht und wie die Sonne steht. Natürlich müsst ihr die Sonne im Rücken haben und vor euch die Regenfront. Schaut also dorthin, wohin euer Schatten fällt! Steht die Sonne sehr tief, werdet ihr einen hohen Regenbogen sehen, steht sie hoch, nur einen sehr flachen. Wenn die Sonne am höchsten steht – mittags im Hochsommer – dann werdet ihr keinen Regenbogen sehen können.

Das Ende des Regenbogens?

Schneebogen?

Einen "Schneebogen" gibt es nicht, auch nicht, wenn es schneit und gleichzeitig die Sonne scheint. Das Sonnenlicht wird nur an runden Wassertropfen gebrochen, nicht aber an Schneekristallen.

Von der Erde aus sieht man immer einen Halbkreis, der von Horizont zu Horizont geht. Es scheint dann so, als ob dort das Ende des Regenbogens wäre. Versucht ihr, darauf zuzulaufen, werdet ihr merken, dass sich der Regenbogen mit euch bewegt – von euch fort.

Würdet ihr in ein Flugzeug steigen oder auch auf einen sehr hohen Turm, dann könntet ihr sehen, dass so ein Regenbogen eigentlich gar kein Bogen ist, sondern ein Kreis. Der Regenbogen ist am Horizont also nicht zu Ende. Ihr könnt ihn nur bis dorthin sehen, weil sozusagen die Erde im Weg ist.

Auch diese Spaziergänger werden keinen Topf mit Gold finden.

Also gibt es keinen Topf voll Gold am Ende eines Regenbogens, weil der Regenbogen gar kein Ende hat. Schade! Aber auch ohne Gold ist ein Regenbogen ein wunderschönes Naturereignis!


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