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Unwetter Land unter - Überschwemmungen in Bayern

Mitte Mai 2019: In Bayern regnet es gerade ziemlich viel. Manche Straßen verwandeln sich in Flüsse. Selbst die Züge können nicht mehr richtig fahren. Aber was hilft bei Hochwasser?

Von: Mirjam Uhrich

Stand: 21.05.2019

Autos fahren über eine Straße, die vom Wasser eines über die Ufer getretenen kleinen Baches überschwemmt ist.  | Bild: dpa-Bildfunk/Karl-Josef Hildenbrand

Wenn es so viel regnet wie Mitte Mai 2019, hat das Wasser keinen Platz mehr in den Flüssen und Seen. Dann kann es sein, dass das Wasser über die Ufer tritt. Alles überschwemmt. Weil unsere Städte bis dicht an die Ufer herangebaut sind, verwandeln sich unsere Straßen in Seen.

Hochwasser in Bayern

Immer häufiger Überschwemmungen

Früher gab es natürlich auch schon Hochwasser. Aber das war meistens kein großes Problem. Das hat gleich mehrere Gründe:

  • Die Flüsse waren nicht so gerade wie heute, sondern hatten viele Seitenarme. Das Wasser hatte also viel Platz, um sich auszubreiten und ist nicht so schnell über die Ufer getreten.
  • Eigentlich ist der Boden wie ein Schwamm, der das Wasser aufsaugt. Aber heute sind viele Flächen zubetoniert. Für Büros, Häuser oder auch den Schulhof. So kann das Wasser nicht mehr in den Boden sickern.
  • Es gibt immer weniger Wald. Aber Blätter und Nadeln sind wichtig, um Feuchtigkeit zu speichern. Und Wurzeln halten die Erde fest. Der Wald kann also Wasser aufhalten. Ohne Bäume fließt das Wasser direkt in die Flüsse.
  • Auch der Klimawandel ist schuld. Es wird immer wärmer, also schmilzt in den Bergen der Schnee. Der geschmolzene Schnee kommt dann auch noch in die Flüsse. Außerdem gibt es durch den Klimawandel oft extremes Unwetter.

Experten sind deshalb überzeugt, dass es immer häufiger Überschwemmungen geben wird. Sie fordern zum Beispiel, dass Flüsse wieder mehr Platz bekommen müssen.


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