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Richard Strauss Weltberühmter Tonmaler aus Bayern

Der Komponist Richard Strauss war ein "Tonmaler". Vieles was er sah und fühlte, wurde später Musik: Wie ein Maler mit dem Pinsel ein Bild malt, so drückte Richard Strauss seine Gefühle und Bilder mit Noten aus. So verwandelte er die Geschichte eines Bergsteigers, der eines Tages bei dunkler Nacht aufbricht, um einen hohen Berg zu besteigen und beim Abstieg in ein Gewitter gerät, in seine weltberühmte "Alpensinfonie".

Von: Katharina Neuschaefer

Stand: 10.01.2019 | Archiv

Schon bei seiner Geburt sind zwei Dinge wichtig für Richard Strauss: Musik und Bier. Denn sein Vater ist Musikprofessor und erster Hornist am Hoforchester in München, seine Mutter stammt aus der Bierbrauer-Dynastie Pschorr, einer der reichsten Familien Bayerns.

Einer, der mit Noten statt Pinsel malt

Lebensdaten

Richard Strauss wurde am 11. Juni 1864 in München geboren. Er starb mit 85 Jahren am 8. September 1949 in Garmisch-Partenkirchen.

Als Richard Strauss groß war, konnte er etwas, was sonst kaum jemand kann. Er konnte sich ein frisch gezapftes Glas Bier vorstellen und dann Musik darüber schreiben, die sich genauso anhörte, wie das Bier aussah: zum Durstkriegen. Sogar mit Schaum und so ...

Richard Strauss wurde bekannt als "Tonmaler", und dann malte er eben weiter. Nicht nur Bier, sondern alles was ihm so gefiel. Einmal zum Beispiel eine ganz lange Wanderung durch die bayerischen Alpen. Da ist dann aber auch alles zu hören, jede Blume, das Plätschern des Gebirgsbachs und jede Fliege auf dem Kuhfladen. Kein Wunder, dass er damit berühmt geworden ist. Geschrieben hat er diese Symphonie, seine "Alpensinfonie", übrigens in seinem Haus in Garmisch. Mit Blick auf die Berge. Ob er selbst überhaupt oben war auf dem Gipfel, weiß man nicht, aber vorgestellt hat er es sich.

Wer Wanderungen vertonen kann, der kann natürlich auch Geschichten zu Musik machen. Hat Richard Strauss gemacht. Und wie. "Till Eulenspiegels lustige Streiche" zum Beispiel. Da geht's um einen Narren, eben Till Eulenspiegel. Und der legt alle möglichen Leute rein und dreht ihnen dann eine lange Nase. Bis heute ist es keinem mehr so gelungen wie Richard Strauss, jemandem nur mit Tönen eine Nase zu drehen.

Aber natürlich hat Richard Strauss noch sehr viel mehr komponiert. Nämlich Lieder und Orchesterstücke und besonders auch Opern. Zum Beispiel "Die Frau ohne Schatten". Unvergesslich geworden ist er aber trotzdem durch die Sache mit der Wanderung und den Mücken. Deshalb bleibt er auch auf ewig "... der mit den Alpen".


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