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Maikäfer Krabbler mit Fächern am Kopf

Maikäfer sind inzwischen zwar selten, aber gut zu erkennen: Sie haben am Kopf kleine Fächer. Wozu die gut sind und mehr über Maikäfer erzählen wir dir hier!

Von: Börni Schulz und Simone Wichert

Stand: 12.07.2018

Maikäfer | Bild: picture-alliance/dpa

Maikäfer sind Pflanzenfresser und essen am liebsten Blätter von Bäumen. Weil sie in sehr kurzer Zeit ganze Bäume kahlfressen können und die Larven der Maikäfer unter der Erde viele Wurzeln und Pflanzen fressen, hat man sie zwischen den 1950er und 1970er Jahren leider oft mit Gift bekämpft. Deshalb gibt es heute nur noch an wenigen Stellen in Deutschland Maikäfer.

Der Maikäfer gehört zur Familie der Blatthornkäfer, da seine Fühler ganz vorne kleine Fächer haben, die aussehen wie Blättchen. Männchen haben davon sieben und Weibchen nur sechs. Auf diesen Fühlern haben die Maikäfer Tausende von Riechzellen. Die Männchen haben davon besonders viele, um die Weibchen zu riechen und zu finden.

Schon gewusst?

In den 1920er Jahren haben die Menschen sogar Maikäfer gegessen. Zum Beispiel Maikäfersuppe oder kandierte Maikäfer.

Maikäfer haben nur eine ganz kurze Lebenszeit. Nach ein paar Wochen Fressen, Schlafen und der Paarung sterben sie. Allerdings legt das Maikäferweibchen vorher noch 60 bis 80 Eier in die Erde ab.

Aus diesen Eiern schlüpfen Engerlinge (3 Zentimeter große Larven), die sich dann drei bis sechs Jahre lang unter der Erde durchfressen. Erst Anfang Mai fliegen dann wieder neue Jungkäfer auf die Bäume.


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