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Marienkäfer Glücksbringer mit heiligem Namen

Marienkäfer sind in Gärten immer willkommen. Denn sie fressen Blattläuse und anderes Ungeziefer. Kein Wunder, dass Marienkäfer als Glücksbringer gelten! Daher auch ihr Name: Marienkäfer - nach der heiligen Maria.

Von: Ursel Böhm

Stand: 12.07.2018

Marienkäfer | Bild: colourbox.com

Es gibt weltweit über 4.000 Marienkäferarten, die zwischen 2 und 24 Punkten auf dem Rücken tragen können. Nicht alle sind rot mit schwarzen Punkten, es kann auch genau umgekehrt sein: schwarz mit roten Punkten oder gelb-schwarz, orange, dunkelbraun und rosa-hellbraun. Aber egal, welche Farben ein Marienkäfer hat, über einen Marienkäfer freuen sich die Menschen immer.

Wie kommen die Punkte auf den Marienkäfer?

Viele denken, dass die Punktanzahl bei Marienkäfern mit dem Alter zu tun hat: zum Beispiel ein Punkt für jedes Lebensjahr des Käfers. Das stimmt nicht. Doch mit Punkten auf die Welt kommen Marienkäfer auch nicht. Sie sind zunächst ja keine Käfer, sondern Larven. Und diese Larven haben keine Punkte, sie sind schwarz und haben gelbe Streifen. Zu den Punkten kommt es dann erst während der Verpuppungsphase.

Die Punkteanzahl ist bei einem Käfer festgelegt durch seine Art. Ein Siebenpunktkäfer kann keine zehn Punkte bekommen, sondern eben nur sieben. Aber wie groß die Punkte werden, das ist bei jedem Käfer verschieden. Das hängt von seiner Zeit als Larve ab: Was frisst die Larve? Wie viel Futter bekommt sie? Und es kommt auf das Wetter an. Je besser es der Larve ging und je wärmer es war, desto größer und dunkler sind die schwarzen Punkte des Käfers.

Wenn der Marienkäfer aus der Puppe schlüpft, dann ist er aber zunächst einmal noch weiß, das heißt fast durchsichtig. Erst nach etwa einer halben Stunde, wenn das Blut in die einzelnen Körperteile gewandert ist, hat der Marienkäfer die Farbe und das Aussehen, das man von ihm kennt.


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