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Krankheitsüberträger Die häufigsten Erreger - wie kann man sich schützen?

Listerien, Salmonellen, Campylobacter, Escherichia coli und Staphylococcus aureus sind die am meisten verbreiteten gesundheitsgefährdenden Bakterien. Wo lauern sie und wie kann man sich schützen? Eine Übersicht.

Stand: 28.12.2018

Eier im Karton mit Symbol für Biogefährdung | Bild: picture-alliance/dpa; Montage: BR

Auf Schneidebrettern, zu lange benutzten Spülschwämmen und in Geschirrtüchern wimmelt es von Bakterien. Viele davon machen krank. Theoretisch kann man sich sogar an seiner Küchenarbeitsplatte mit Salmonellen anstecken - wenn dort zum Beispiel Hühnerfleisch zubereitet und die Arbeitsplatte nicht gründlich gereinigt wurde.

Jedes Jahr sterben Menschen in Deutschland an Salmonellose. Besonders für Kinder, Senioren und Menschen, deren Immunsystem zum Beispiel durch eine chronische Krankheit geschwächt ist, bedeuten Infektionen durch verdorbene Lebensmittel eine große Gefahr.

Lebensmittelinfektionen nehmen stark zu

Trotz der stetig wachsenden Auswahl an Putzmitteln und trotz Kühlschrank und Gefriertruhe steigt die Zahl der Infektionen durch verdorbene oder falsch zubereitete Lebensmittel auch im privaten Bereich. Deswegen ist es wichtig, den Keimen in der Küche keine Chance zu geben. Dazu muss man nicht Herd und Spüle mit Desinfektionsmitteln traktieren, es reichen dafür heißes Wasser, Seife und mehr Sorgfalt bei der Zubereitung und Lagerung von Essbarem.

Die häufigsten Erreger

Listerien

Immer wieder kommt es zu Rückrufaktionen in Supermärkten, wo Lebensmittel aus dem Handel gezogen werden: Der Grund: Sie enthielten Listerien - gefährliche Erreger, die bei Schwangeren, immungeschwächten und älteren Menschen tödlich verlaufende Infektionen auslösen können.

EHEC

Infektionen mit EHEC-Bakterien immer wieder vor. Die Erreger werden über rohe Lebensmittel übertragen. Wer infiziert wird, bekommt zunächst meist blutige Durchfälle. Dann heißt es: sofort zum Arzt.

Samonellen

Wenn es draußen warm ist, leben sie auf: gefährliche Keime in unseren Lebensmitteln. Man riecht und sieht sie nicht - trotzdem können in rohen Hähnchen, Eis oder Eiern Salmonellen lauern. Doch gibt es Wege, sich vor den Keimen zu schützen.

Campylobacter

Mit der Bakterie Campylobacter infizieren sich in Deutschland jährlich rund eine Million Menschen. Eine Infektion äußert sich durch Fieber, Kopfschmerzen, Bauchkrämpfe und Durchfall. Man kann sich durch nicht durchgegartes geflügel, verkeimtes Trinkwasser, rohes Hackfleisch und Haustiere anstecken.

Schimmelpilze

Wenn das Brot verschimmelt ist, muss es in den Mülleimer. Denn wenn Schimmel erst einmal sichtbar ist, hat der Pilz oft das gesamte Lebensmittel mit einem Pilzgeflecht durchzogen und das ist eindeutig gesundheitsschädlich für Mensch und Tier.

Bekämpfung: Viren sind keine Bakterien

Viren verhalten sich grundsätzlich anders als Bakterien, daher sind andere Bekämpfungsmaßnahmen erforderlich, auch im Lebensmittelsektor. Laut Informationen des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) vermehren sich Viren, anders als Bakterien, nicht in Lebensmittel. Auf Viren wirkt eine Kühlung eher stabilisierend und tötet sie meist nicht ab. Da Viren auch bei hohen Temperaturen außerordentlich stabil sind, sollte man betroffene Lebensmittel lang anhaltend erhitzen, so BfR-Präsident Andrea Hensel.


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