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Frühlingsanfang Tag und Nacht gleich lang

Wann Frühlingsanfang ist, steht immer schon Monate vorher im Kalender. Aber woher wollen die Kalendermacher das eigentlich wissen? Könnte doch gut sein, dass es schrecklich kalt ist an diesem Tag.

Von: Anja Mösing

Stand: 27.03.2018

Schneeglöckchen und Krokusse im Alten Botanischen Garten vor dem Justizpalast. | Bild: dpa-Bildfunk/Andreas Gebert

Wann Frühlingsanfang ist, hängt nicht vom Wetter bei uns hier unten auf der Erde ab. Das liegt an der Sonne! Frühlingsanfang ist nämlich eine Sache, die im Weltraum entschieden wird. Denn unsere Erde dreht sich nicht nur wie ein großer Brummkreisel jeden Tag einmal um sich selbst, sondern die Erde saust gleichzeitig auch um die Sonne. Jedes Jahr einmal.

Während der Umkreisung der Sonne ergibt sich aus der Schräglage unserer brummkreiselnden Erde, dass der helle Tag mal länger ist als die dunkle Nacht. Und mal ist es umgekehrt, dann sind die Nächte viel länger.

An dem Tag, der bei uns Frühlingsanfang heißt, ist der Tag genauso lang wie die Nacht. Überall auf der Erde ist das an diesem Tag so: in Landshut und New York genauso wie in Mombasa oder Wien. Überall auf der Nordhalbkugel wird es nach diesem Tag langsam Frühling, während auf der Südhalbkugel unserer Erde dann der Herbst beginnt.

Bei uns jedenfalls scheint die Sonne dann jeden Tag ein bisschen länger, als sie nachts verschwunden ist. Damit kann sie bei uns auch jeden Tag die Erde ein bisschen länger erwärmen. Und da muss ja der Frühling wohl anfangen. Ist doch sonnenklar!

Übrigens: Solltet ihr noch einmal im Jahr so einen Tag finden, an dem die Sonne genau zwölf Stunden lang auf- und zwölf Stunden lang untergegangen ist, dann ist Herbstanfang. Klar, oder?


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