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Stundenablauf Vorschläge für Unterrichtseinheiten "Drehen wie ein Medienprofi"

Wie passt das alles in 45 Minuten? Hier haben wir einige Vorschläge erarbeitet ...

Stand: 22.03.2017

Drehen wie der Medienprofi | Collage mit Handy, Kamera, Klappe | Bild: BR

Variante 1  

  • 0-10 Minuten Die ersten drei Video-Tutorials werden angesehen.
  • 10-25 Minuten Die Schülerinnen und Schüler versuchen in Kleingruppen die Five Shots zu drehen: zum Beispiel Wasser in eine Flasche füllen, Turnschuhe schnüren, Buch lesen, Schultasche packen oder Schminken. Einfache Tätigkeiten wählen, damit nicht viel Zeit verloren geht.
  • 25-45 Minuten Die Schülerinnen und Schüler präsentieren in Gruppen ihre Filme, Diskussion in der Klasse, welche Aufnahmen gut sind und warum.
  • Zum Abschluss das Quiz lösen.

Variante 2 - gemeinsam mit Variante 1 passend für eine Doppelstunde

  • 0-10 Minuten   Die Schülerinnen und Schüler sehen sich die Tutorials 4 und 5 an.
  • 10-25 Minuten Die Schülerinnen und Schüler interviewen sich gegenseitig und filmen sich dabei.

Mögliche Themen:
1. Was war das bislang schönste Erlebnis Deiner Schulzeit?
2. Wie könnte Schule in 50 Jahren aussehen, welche tollen Neuerungen könnte es geben? 
3. Was willst Du später einmal beruflich machen und warum?

  • 25-45 Minuten Die Lehrkraft bespricht mit Schülerinnen und Schülern die Aufnahmen, Hauptaugenmerk liegt neben der Qualität des Bildes auf dem Ton.
  • Zum Abschluss das Quiz lösen.

Variante 3 - schließt an Variante 1 oder 2 an

  • 0-10 Minuten Die Schülerinnen und Schüler sehen sich die Tutorials 6 und 7 an (Erklärung Schnittprogramm).
  • 10-30 Minuten Die Schülerinnen und Schüler schneiden kurze Filme (vielleicht 30 - 40 Sekunden) und spielen diese dann aus  (z. B. fünf bis sechs Einstellungen kombiniert mit O-Ton).
  • 30-45 Minuten Präsentation und Besprechung der Filme.

Einige zusätzliche Praxistipps und Experimente

1. Stativ basteln

Aus einer Büroklammer lässt sich eine kleine Halterung für die Kamera herstellen. So kann man ruhigere Aufnahmen machen als wenn man das Smartphone nur in der Hand hält oder sich bequem selbst filmen und man hat dabei noch beide Hände frei. Wie man so ein Mini-Stativ baut, zeigen wir in folgendem Video: 

Ziel ist es jetzt, Aufnahmen mit und ohne Stativ (also aus der Hand) zu machen und dann die jeweiligen Resultate zu vergleichen.

2. Die Rolle der Farbtemperatur

Es gibt mehrere Maßeinheiten für Temperatur: Fahrenheit, Celsius und Kelvin. Ein Körper fängt bei ca. 1.300 Grad Celsius an zu glühen, wenn man ihn erhitzt. Umso heißer man ihn macht, desto weißer wird das Licht, das er abstrahlt. Kelvin ist ebenso eine Maßeinheit wie Celsius, allerdings liegt bei der Berechnung in Kelvin der Nullpunkt bei -273,15 Grad, nicht bei 0 Grad wie in der Berechnung durch Celsius. Die Farbe des Lichtes wird immer in Kelvin gemessen und angegeben.

Jeder Körper strahlt elektromagnetische Wellen ab. Die Wellenlänge hängt von der Temperatur ab. Je heißer man einen Körper erhitzt, desto weißer erscheint er – umso kürzere Wellenlängen sendet er aus. Erhitzt man beispielsweise einen schwarzen Körper auf eine bestimmte Temperatur, dann färbt er sich entsprechend: erst rot, dann eher gelblich, dann weiß und schließlich blau. Eine glühende Herdplatte erscheint rot, Kerzenlicht orange-gelblich, eine Glühbirne gelb und Sonnenlicht weiß.

Eine Kerze hat eine Lichttemperatur von ca. 1.500 Kelvin, Glühlampen haben ca. 2.800 Kelvin, Halogenlampen 3.200 und die Sonne liegt bei etwa 5.800 Kelvin. Mittags überwiegt die Farbtemperatur der Sonne. Das Tageslicht setzt sich aber aus Sonnenlicht und Himmelslicht zusammen und letzteres ist blau. Wenn also die Sonne wenig Kraft hat, zum Beispiel am frühen Morgen, dann dominiert der blaue Anteil, der eine hohe Farbtemperatur hat.

Die Schülerinnen und Schüler sollen diesen Unterschied kennenlernen:

  1. Sie machen Aufnahmen im Klassenzimmer ohne Licht.
  2. Sie machen Aufnahmen im Klassenzimmer mit Deckenlicht (es empfiehlt sich, immer die gleiche Situation zu filmen, damit die Unterschiede deutlich werden).
  3. Sie machen Aufnahmen mit einer zusätzlichen Lampe (zum Beispiel Schreibtischlampe).

Die Schülerinnen und Schüler präsentieren in Gruppen ihre Aufnahmen und vergleichen die Ergebnisse.

Auswirkung der Lichtmenge

Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, dass es wichtig ist, mit dem Licht zu filmen. Hat man zu wenig Licht bei der Aufnahme, versucht die Kamera das auszugleichen und erhöht meistens automatisch den ISO-Wert. Das Bild wird dadurch sehr grieselig. Um das zu vermeiden, sollten die Schülerinnen und Schüler immer auf ausreichend Licht bei den Aufnahmen achten.

  1. Die Schülerinnen und Schüler versuchen im Keller oder in einem dunklen Gang Aufnahmen zu machen.
  2. Sie filmen sich gegenseitig und nehmen sich einmal direkt vor einem Fenster, beziehungsweise im Gegenlicht der Sonne auf.
  3. Jetzt filmen sie sich wieder gegenseitig, diesmal aber mit der Sonne im Rücken, beziehungsweise mit dem Licht des Fensters.
  4. Bei der letzten Variante ist das Fenster beziehungsweise die Sonne links oder rechts von der gefilmten Person, idealerweise in einem 90 Grad Winkel.

Die Schülerinnen und Schüler präsentieren in Gruppen ihre Aufnahmen und vergleichen die Ergebnisse.

So könnte die Stunde ablaufen … Videos drehen wie ein Medienprofi Format: PDF Größe: 217,74 KB


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