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Haare Schutz und Schmuck - nicht nur auf dem Kopf

Ob blond, rot-, braun- oder schwarzhaarig. Ob lockig, glatt oder am Ende sogar mit Glatze ... Auf dem Kopf tragen wir mit unseren Haaren eine natürliche Kopfbedeckung. Wer hat die meisten Haare auf dem Kopf und wie schnell wachsen sie eigentlich? Warum tut Haareschneiden nicht weh?

Author: Tina Gentner und Katrin Waldenburg

Published at: 12-4-2021

Haare spenden für einen guten Zweck | Bild: Waldenburg

Wärmen, kühlen und vor Sonne und Staub schützen - dafür waren Haare eigentlich mal da. Heute haben wir so gute Kleidung, dass wir dafür die Haare eigentlich nicht mehr brauchen. Darum haben wir Menschen inzwischen auch viel weniger Haare als andere Säugetiere. Haare sind bei uns inzwischen mehr Schmuck als Schutz.

Fingernägel auf dem Kopf?

Haare bestehen wie unsere Finger- und Zehennägel aus sogenanntem "Keratin". Wie bei Hufen oder Federn sind keine Nerven und auch keine Blutgefäße in den Haaren, deshalb tut es auch nicht weh, wenn man sie abschneidet. Aus diesem Grund können auch Pferde mit glühenden Hufeisen und Nägeln beschlagen werden, ohne dass es ihnen wehtut.

Wieviele Haare hat ein Mensch?

Tja, da ist die erste Nachfrage: Ist der Mensch denn blond, braun-, schwarz- oder rothaarig? Wer blonde Haare hat, hat um die 150.000 Haare auf dem Kopf, Rothaarige haben meist weniger Haare, um die 90.000, die sind dafür aber dicker. Braun- und schwarzhaarige Menschen haben ungefähr 100.000 Haare auf dem Kopf.

Wie schnell wachsen Haare?

Waschen, schneiden - spenden! Haare spenden für kranke Kinder (Teil 2)

Unsere Haare wachsen ungefähr einen Zentimeter pro Monat. Aber nicht für immer: Je nach Mensch stoppt das Haar nach ungefähr zwei bis sechs Jahren das Wachsen und fällt dann aus. Dann geht es wieder von vorne los. Deshalb verlieren wir auch ständig Haare - ungefähr 100 Stück am Tag zu verlieren, ist ganz normal.

Wer sehr lange Haare und Lust auf eine Kurzhaarfrisur hat, kann damit etwas Gutes tun und die langen Haare spenden: Aus den abgeschnittenen Haaren werden dann Echthaarperücken - zum Beispiel für krebskranke Kinder, denen beim Kampf gegen ihre Krankheit durch die Therapie die Haare ausfallen.


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