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Coronakrise Klappt der Unterricht zu Hause?

Übungen im Briefkasten, Videotelefonate, überlastete Lernplattformen im Netz: Der neue Unterricht, den Kinder seit knapp zwei Wochen zu Hause bekommen, ist von Klasse zu Klasse unterschiedlich. Und für manche Schülerinnen und Schüler hat dieses sogenannte "Home-Schooling" sogar Nachteile.

Von: Valentin Nowak

Stand: 01.04.2020

Home-Schooling: Ein bunter Unterrichtsmix

Unterricht mit der Lernplattform Mebis

Der Unterricht zu Hause, das sogenannte Home-Schooling, sieht für jede Klasse anders aus. Denn auch die Lehrerinnen und Lehrer müssen erst Wege finden, wie sie ihren Unterricht gestalten. Manche Kinder bekommen Aufgaben per Post und Unterstützung per Telefon. Andere bekommen Übungen per Mail und erhalten Unterricht per Videokonferenz. Außerdem gibt es Lernplattformen im Internet. 

Ausgangsbeschränkung macht erfinderisch

Schulaufgaben per Mail

Besonders findige Lehrer, wie Gerd Hardbauer vom Wilhelmsgymnasium in München, bauen sogar selbst eine Webseite für ihren Unterricht – inklusive Chatfunktion. Manche Musikschulen bieten ihre Unterrichtsstunden jetzt per Videochat an.

Unterricht zu Hause startet holprig

Schulunterricht zu Hause

Gerade am Anfang läuft nicht alles rund. Die Lernplattform Mebis vom Bayerischen Kultusministerium hatte in den ersten Tagen häufig Probleme, weil die Internetseite überlastet war: Zu viele Kinder wollten gleichzeitig damit lernen. Der Videounterricht läuft manchmal stockend, man versteht nicht immer jedes Wort.

Und nur, weil es diese digitalen Angebote gibt, heißt das nicht, dass jedes Kind sie auch benutzen kann. Denn nicht alle Schülerinnen und Schüler haben einen Internetzugang, manche besitzen nicht einmal einen Computer. Und wenn einigen Kindern dazu noch ein ruhiger Ort zum Lernen fehlt, hilft es ihnen auch wenig, wenn Hausaufgaben ausgedruckt im Briefkasten liegen.


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